Wohlige Kleidung für gereizte Haut
Naturfasern unterstützen gutes Hautklima.
Für mehr als die Hälfte der Psoriasis-Patienten hat ihre Erkrankung großen Einfluss auf die Auswahl ihrer Kleidung, andererseits ist es oft gar nicht so einfach, diese zu finden.
„Hohe Temperaturen fördern ähnlich wie bei anderen entzündlichen Hauterkrankungen den Juckreiz“, erläutert der Mönchengladbacher Hautarzt Klaus Strömer, Vizepräsident des Berufsverbandes der Dermatologen. Daher benötigen Psoriasis-Patienten nicht nur einen guten Schutz vor zu starker Sonneneinstrahlung, sondern sollten ihre Haut mit einer leichten, luftigen Kleidung mit hohem Baumwollanteil kühl halten.
Was das Material der Kleidung betrifft, werden Naturfasern wie Baumwolle und Seide von Betroffenen meist am angenehmsten auf der Haut empfunden. Über Unverträglichkeiten gegenüber Waschmittel- und Weichspülerresten in der Kleidung wird gelegentlich berichtet, eine mögliche Alternative sind hier parfumfreie Waschmittel.
Hautirritationen können auch durch Farbe und chemische Ausrüstung der Kleidungsstücke auftreten. Jedes neue Kleidungsstück sollte vor dem ersten Tragen grundsätzlich mindestens zweimal gewaschen werden. Eine Faustregel besagt, dass dunkle Farben meist aggressiver sind als helle. Wer in diesem Bereich sichergehen möchte, muss sich nach zertifizierten Bio-Textilien umsehen. Von Spezialwäsche, wie z. B. Silberwäsche, ist für Psoriasis-Patienten kein großer Nutzen zu erwarten.
Quelle: http://www.netdoktor.de/News/Schuppenflechte-Luftige-Kle-1131430.html
