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Rheumatoide Arthritis: Die Behandlung und das Management

Die rheumatoide Arthritis ist bis heute leider nicht heilbar und stellt eine chronische Erkrankung dar, so dass die Behandlung auch unter langfristigen Gesichtspunkten betrachtet werden muss. Die Gelenkzerstörung verläuft oft in den ersten Jahren besonders rasch - nach 2 Jahren sind bei bis zu 90 % der Patienten im Röntgenbild bereits sichtbare Veränderungen festzustellen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind. Je früher eine Behandlung beginnt und die Entzündungsvorgänge gehemmt werden, umso größer ist die Chance bleibende Schäden zu vermeiden oder ihre Entstehung wenigstens herauszuzögern.

Das Immunsystem ist bei der rheumatoiden Arthritis aus bisher ungeklärter Ursache außer Kontrolle geraten – es befindet sich auf Abwegen. Die Unterdrückung der Entzündung und der Erhalt der körperlichen Funktionsfähigkeit sind die langfristigen Ziele der Behandlung: Die Entzündungsreaktion sollte in normale Bahnen gebracht werden, die Symptome abklingen und die Lebensqualität der Betroffenen wieder auf ein normales Niveau angehoben werden. Stand bis vor wenigen Jahren in der Anfangsphase der Therapie die alleinige Behandlung der Symptome im Vordergrund, so werden heute möglichst frühzeitig Medikamente eingesetzt, die die fortschreitende Gelenkzerstörung aufhalten bzw. bremsen sollen.

Medikamente alleine genügen nicht. Für eine wirksame Behandlung sind immer auch nicht-medikamentöse, begleitende Maßnahmen erforderlich, um die Erkrankung rheumatoide Arthritis optimal zu managen. Dazu zählen:

  • Krankengymnastik – zum Erhalt der Gelenkfunktion, Kräftigung und Stabilisierung
  • Ergotherapie – zur Entlastung betroffener Gelenke
  • Physikalische Therapie – zur Schmerzlinderung
  • Orthopädische Maßnahmen wie z. B. speziell angefertigte Einlagen, Gehstützen oder Schienen
  • Operative Eingriffe wie z. B. Gelenkersatz
  • Psychologische Maßnahmen – zur Krankheitsbewältigung

Die Behandlung der rheumatoiden Arthritis erfolgt somit in der Regel in einem Team bestehend aus verschiedenen Fachbereichen und dem Betroffenen selbst als aktiver, aufgeklärter Patient (siehe "Arzt-Patienten-Verhältnis").

Die Symptomatik, die Aktivität, die Lokalisation der Entzündung und der Verlauf sind bei den Betroffenen sehr unterschiedlich ausgeprägt.

So gibt es Betroffene, die sehr selten unter Krankheitsschüben leiden und auf der anderen Seite Betroffene mit sehr schweren und aggressiven Verläufen und häufigen Schüben. Daher wird das Therapiekonzept in der Regel auf jeden Patienten individuell maßgeschneidert.
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