Expertenrat - alle Fragen
Herzlich willkommen bei unserem Expertenrat. Fachexperten haben hier Ihre Fragen vom 16. bis zum 30. Oktober 2009 beantwortet! Nachfolgend finden Sie eine Übersicht aller bereits veröffentlichten Themen. Mit Klick auf den
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Patientenfrage:
hallo
habe schon seit vielen jahren probleme mit meinem darm, früher war auch noch der magen aktiv dabei gewesen.
nun habe ich nur 1-2 in der woche stuhlgang, dabei schmerzen im linken unteren bauchraum und danach im kreuz.
mein arzt behandelt mich auf reizdarm, da ich auch unter panikattacken leide.
nun bin ich doch einwenig beunruhigt. da ich es zur zeit öfter habe.
habe mir einen termin beim gastrologe geholt, aber das dauert, bis ich mich vorstellen kann.
was kann ich denn noch tun?
danke
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau W.,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
obwohl ein Reizdarm vom Schmerztyp Ihre Beschwerden gut erklären könnte, ist dies immer eine Ausschlussdiagnose, d.h. andere wichtige Ursachen sollten ausgeschlossen werden. Der Gastroenterologe wird dies mit Sicherheit tun, alles andere bringt momentan eher wenig. Die Beschwerden bis dahin könnten Sie mit krampflösenden Medikamenten, z.B. Buscopan, behandeln.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Hallo,
ich bin 46 Jahre alt und leide seit ca. 22 Jahren an Colitis ulcerosa, mit Höhen und Tiefen. Z.Zt. fühle ich mich eigentlich körperlich wohl, allerdings hat mein Arzt bei der letzten Darmspiegelung vor ca. 6 Wochen festgestellt, daß mein Darm wieder stark entzündet ist und ich engmaschig beobachtet werden muß.
An Medikamenten nehme ich 9 mg Entocort, morgens und abends je 2 Tab. Azathioprin (50 mg) und 3 x Tab. Pentasa retard (500 mg).
Das Entocort soll ich nun trotz der starken Entzündigung im Abstand von jeweils 14 Tagen um 3 mg. ausschleichen lassen, was mich ein bißchen verwundert.
Kurzzeitig hatte mein Arzt auch in Erwägung gezogen, mich mit den Remicade-Infusionen zu behandeln. Da diese Therapie allerdings sehr teuer sein soll, muß dies von der Krankenkasse bewilligt werden. Deshalb hat sich mein Arzt jetzt entschlossen, dies noch etwas zurückzuhalten, solange die Tabletten-therapie noch anschlägt.
Ich habe jetzt einen Bericht über "Adalimumab" gelesen. Darin berichtet eine Colitis ulcerosa-Betroffene, daß ihr dieses Medikament sehr gut geholfen hat. Mein Arzt meinte jedoch, daß dieses Medikament im Moment eigentlich nur bei Morbus Crohn angewandt wird.
Ich wüßte nun gerne, ob dieses Medikament für mich evtl. auch geeignet wäre und wenn ja, ob ich mir dieses verschreiben lassen kann oder nur über eine Studie erhalten kann.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau D.,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
zu ihrer Therapie einige Anmerkungen:
1. Für das Entocort gibt es keine Untersuchungen, die eine Wirkung bei der CU zeigen, so wie es auch bei Ihnen der Fall ist.
2. Wie viel wiegen sie? Azathioprin sollte mit 2,5 mg pro Kilogramm Körpergewicht dosiert werden, ev, brauchen sie mehr, falls sie über 50 kg wiegen.
3. Pentasa ist zu niedrig dosiert, ich würde es auf 3 g am Tag erhöhen.
4. Ist nur der untere Darmabschnitt befallen? dann sollten sie Klysmen in Erwägung ziehen.
5. Da sie momentan keine Beschwerden (kein Blut im Stuhl?) haben, würde ich die o.g. Therpeiänderungen ev. erst einmal abwarten.
6. Falls es ihnen trotz der Umstellung schlechter gehen sollte, sollte ein Therapie mit Remicade in Erwägung gezogen werden. Das wäre in Ihrem Fall für die CU schon längst zugelassen und es muss KEINE Anfrage bei der Krankenkasse erfolgen.
7. Adalimumab ist in der Tat nicht zugelassen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Sehr geehrter Herr Dr.,
ich habe seit Febr. colitis ulcerosa. Ich leide unter einer Mesalazinunverträglichkeit. Ich nehme seit Anfang Mai Budenofalk und die meisten Ärzte sagen, die Langzeiteinnahme ist o.k., sehen Sie das auch so?
Ich hatte zur Diagnose einen Schub, also im Februar, dann im April - dauerte bis Juni - immer nur ein klein wenig Blut im Stuhl, sonst keine Beschwerden und von Juni bis letzte Woche Ruhe und jetzt etwas Blut im Stuhl - sehr gering - ganz frisches Blut. Es tut beim Stuhlgang weh und dann ist etwas Blut da. Muss ich mir Sorgen machen, dass wegen dem Blut etwas passieren kann wie Perforation o.ä.?
Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau N.,
eine Mesalazinunverträglichkeit ist nicht so selten. In diesem Fall haben wir sehr gute Erfahrungen mit dem Medikament Mutaflor, das ist ein Probiotikum, dessen Kosten von der Krankenkasse bei Mesalazinunverträglichkeit übernommen werden. Für das Budenofalk gibt es bei der CU eigentlich keine Studien, die eine Wirksamkeit zeigen, dennoch wird es nicht nur oft verschreiben, sondern hilft auch bei einigen Patienten. Ich würde dennoch eher Mutaflor nehmen.
Ihre Beschwerden klingen nach einer nur im Enddarm lokalisierten Entzündung. Da Sie zudem Schmerzen haben, sollten Sie abklären lassen, ob nicht im Afterbereich eine Verletzung, z.B. eine Fissur, vorliegt. Falls die CU nur im Enddarm vorliegt, kann man hier auch gut mit Einläufen oder Zäpfchen arbeiten, da könnten Sie sogar nochmal Mesalazin probieren, da dies auch bei Tablettenunverträglichkeit gut vertragen wird. Ansonsten z.B. Colifoam-Schaum.
Vor einer Perforation muss man bei der CU nur bei einem schwersten Schub Angst haben, das wird glücklicherweise immer seltener.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Guten Tag,
ich bin 22 Jahre alt und habe seit ich klein bin immer mal wieder Durchfall und niemand kann mir helfen. Das fing in der Schule an, dass ich vor Klassenarbeiten bedingt durch meine aufregung Durchfall hatte. Nach der Schule und Ausbildung - bis heute - hat sich an diesem Zustand nichts geändert. Wenn ich ein Antibiotikum mal nehmen muss, habe ich vier Wochen Durchfall. Ich bin bei einem Therapeuten deswegen, ich habe keinen Stress auf der Arbeit oder Privat. Mir gehts also gut und keiner kann sich erklären wo das herkommt. Ich hatte schon Darm- und Magenspiegelungen, ein CT und diverse Stuhl und Blutproben.Ja sogar einen HIV-Test!! Alles scheint in Ordnung zu sein. Ich glaube, dass der Durchfall während meiner Schulzeit wirklich stressbedingt war, aber der Durchfall danach liegt vielleicht daran, dass ich mal Anphetamiene zu mir genommen habe (seit ca. 2-3 Jahren nicht mehr) und ich hatte IMMER SOFORT nach dem Konsum ganz schrecklichen Durchfall und die anderen Konsumenten um mich herum beispielsweise aber nicht. Kann es sein, dass ich meinen Körper vergiftet habe oder das Stoffe, die in Anphetamienen drin sind, auch in unserer Narhung teilweise ist? Wer und wie könnte das herausfinden?
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr B.,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
bei Aufregung Durchfall zu haben, ist ganz normal. In Anlehnung daran stammt der Ausspruch "sich vor Angst in die Hose zu machen". Dass Sie bei einer Antibiotikaeinnhame Durchfall kriegen, ist ebenfalls nicht ungewöhnlich, da dies eine häufige Nebenwirkung von Antibiotika ist. Amphetamine können Durchfall machen, allerdings sind sie bestimmt nicht mehr die jetzige Ursache, zudem kann man das nicht testen.
Ich würde Ihnen raten, noch eine Laktoseintoleranz auszuschließen. Ansonsten haben Sie möglicherwiese einen Reizdarm vom Durchfalltyp, dies sollten Sie symtomatisch behandeln. Ist in jedem Fall dann nichts Schlimmes!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Hallo, ich bin jetzt 19 Jahre alt und bei mir wurde vor ca. 1.5 Jahren eine Colitis ulcerosa diagnostiziert. Es hat sehr lange gedauert bis ich beschwerde frei war, danach hatte ich noch einen Schub im März diesen Jahres, der auch mit einer Cortison-Therapie behandelt werden musste. Seid dem nehme ich jetzt 2 mal 1200mg Mezavant und 3mal Arzathrioprin 50mg täglich. Mein Problem ist das ich seitdem einen Eisen und Vitamin B12 Mangel habe, den ich aber auch mit Tabletten bzw. Vitaminreiches Essen nicht in den Griff bekomme. Außerdem fühle ich ich seid dem ständing sehr schlapp und müde. Kann die Müdigkeit mit der CU und den Medikamenten zusammen??? Was kann ich dagegen tun?? Ich würde mich sehr freuen wenn Sie mir einen Rat geben könnten, wie ich das wieder in den Griff bekommen kann. mfg
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau B.,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Ihre Müdigkeit sowie Schlappheit könnte sehr gut auf eine Eisenmangelanämie hinweisen. Ein Vitamin-B12-Mangel ist bei einer CU seltener. Man muss zudem schauen, ob unter dem Azathioprin auffällige Laborwerte aufgetreten sind. Falls in der Tat ein Eisenmangel vorliegt wie Sie andeuten, dann müssen Ihre Eisenspeicher aufgefüllt werden. Tabletten reichen hier in der Tat häufig nicht aus oder werden schlecht vertragen. Daher sollten Sie vom Hausarzt in regelmäßigen Abständen Eiseninfusionen erhalten, bis die Anämie besser ist und der Eisenspeicher (gemessen am Ferritin-Wert) wieder voll ist. Sollten Sie sich dann immer noch schlapp fühlen, müsste man nach anderen Ursachen schauen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Hallo, vor ca. einem Jahr wurde bei meinem jetzt 6-jährigen Sohn colitis ulcerosa festgestellt. Er bekam kurze Zeit Urbason und täglich Salofalk, es ging ca. 6 Monate gut, dann bekam er einen Schub und muß jetzt Urbason, Azathioprin und Salofalk nehmen. Meine Frage ist nun, können diese Schübe auch teilweise durch die Psyche ausgelöst werden? Mein Sohn bekam seinen Schub kurz vor seiner Einschulung. Zweite Frage, das Medikament Azathioprin ist laut Aussage im Krankenhaus (Charite Campus Virchow Berlin) ziemlich umstritten, vor allem für Kleinkinder. Erst hieß es, es müsse regelmäßig das Blut kontrolliert werden und nun ganz plötzlich nicht mehr. Mein Sohn hat seit einigen Wochen immer wieder Rückenschmerzen, auch das wurde vom Arzt nicht ernst genommen, einfach abgewunken, ich soll diese Schmerzen nicht ernst nehmen.
Ansonsten ist mein Sohn eigentlich noch nie ernsthaft krank gewesen hat noch nie Antibiotika genommen. Seine Kinderärztin ist der festen Überzeugung die Krankheit sei Psychisch. Wem kann man denn nun glauben.
Gibt es in Berlin keine Ärzte für diese Krankheit die sich auch auf Kinder spezialisiert haben?
Vielen Dank im voraus und Gruß aus Berlin.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr E.,
die Therapie der CU bei Kindern ist zwar nicht einfach, allerdings haben Kinder auch viele Vorteile, da sie häufig besser und mit weniger Nebenwirkungen auf die Medikamente reagieren als Erwachsene.
Das Hauptproblem liegt oft in zu häufiger Therapie mit Cortison, dies sollte bei Kindern vermieden werden, da es unter anderem den Wachstumsprozess beeinflussen kann. Falls das schwierig ist, sollte man in der Tat Medikamente wie Azathioprin versuchen. Hier müssen immer Laborkontrollen erfolgen, anfangs häufiger, dann aber weiter in regelmäßigen Abständen.
Gelenkschmerzen können bei einer CU auch auftreten, also sollten Rückenschmerzen immer ernst genommen werden.
Im Campus Virchow Klinikum sind meiner Meinung nach sehr gute Ärzte, die auch mit dieser Erkrankung bei Kindern viel Erfahrung haben. Falls Sie sich aber z.B. mal eine zweite Meinung einholen wollen, kann ich Ihnen Prof. Michaal Radke vom Ernst von Bergmann Klinikum in Potsdam empfehlen, der ist super!!!
Schauen Sie mal hier nach:
http://www.klinikumevb.de/Klinik-fuer-Kinder-und-Jugend.71.0.html#tab3
Psychische Faktoren können zwar eine Erkrankungssituation verschlimmern und auch sicherlich an einem Ausbruch der MITbeteiligt sein, aber dies ist nie die einzige Ursache. Ihre Kinderärztin macht Ihnen dadurch indirekt unnötige Vorwürfe, ihr Sohn kann für die Erkrankung nur eines: gar nichts!!!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Hallo Die Herren,
mir wurde mal erzählt, dass man durch einen Allergietest feststellen kann, ob man auf irgendwelche Sachen im Essen reagiert und diese das Morbis Chron auslösen. Ist es sinnvoll mal bei der Krankenkasse anzufragen, ob diese die Kosten übernehmen?
Viele Grüße.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau K.,
zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es kein Lebensmittel oder - bestandteil, dass den M. Crohn auslöst. Jeder, der solche Behauptungen aufstellt und damit Geld von Patienten für teure Diagnostik fordert, ist ein Scharlatan.
Generell gibt es beim M. Crohn in einer Ruhephase keine Diätempfehlung!!! Sie können essen, was Ihnen schmeckt und bekommt, in jedem Fall sollten Sie kein Gewicht abnehmen. Am besten Sie probieren es mal mit einem Ernährungstagebuch und dem Aufschreiben von Beschwewrden nach den jeweiligen Mahlzeiten. Falls Milchprodukte darunter sind, sollten Sie an eine Laktoseintoleranz denken, das ist beim M. Crohn häufig.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Hallo, Ich bin 40 Jahre alt
Seit laengere Zeit habe ich Darmbeschwerden. Blaehungen, Verstopfungen, Voellegefuehl,Aufstossen... ein piecken im Bauch und trommeln.
Meine Verdauung ist abwechselnd. Mal hart und dann mal etwas weicher mit Schleim. Habe bereits eine Darmspiegelung gemacht. Mein Arzt hat mir Tabletten verschrieben die ich auch manchmal einnehme je nach Beschwerde...
.
Was koennen Sie mir raten . Habe ich vielleicht einen Reizdarm? Was mir aufgefallen ist sobald ich zur Toilette gehen kann beruhigt sich mein Darm ... Vielen Dank
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau K.,
obwohl ich die Befunde nicht vorzuliegen habe, hört sich alles in der Tat nach einem Reizdarm an. Aber machen Sie sich keine Sorgen, das ist das häufigste Krankheitsbild für einen Gastroenterologen.
Die Behandlung ist manchmal schwierig und dauert etwas, oft muss man sich etwas durchprobieren bis etwas hilft.
Mögliche Therapien:
Symptomatisch, d.h. krampflösende mittel bei Schmerzen
Leichte Abführmittel bei Verstopfungen
Antidepressiva
Probiotika
Psychosomatische Mitbetreuung
Oft helfen auch Patientenratgeber, da gibt es auch Studien. Probieren Sie es mal mit dem Buch von Herrn Prof. Kruis, ist im Fachhandel erhältlich.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
hallo ich habe ein sehr großes problem
meine tochter ist 26 jahre alt und hat krampfartige blähungen. gehen nicht raus und hat sehr starke schmerzen, muß sehr viel abführmittel nehmen und fast nichts hilft. hat mit 16 jahren die ersten drogen genommen ist psychosekrank geworden. sie hat seit 10 jahren eine doppeldiagnose psychose und suchterkrankung und hat einen sehr langen leidensweg hinter sich sie ist seit 2 jahren ohne drogen hat aber noch sehr starke metikamente kann gar nicht aufzählen was sie in ihrer akuten zeit bekommen hat. auf jeden fall in den letzten jahren clozapin bis zu 400 mg sie hat es geschaft das sie jetzt nur noch 50mg braucht braucht noch prometazin zur beruhigung sie hat sehr viele probleme mit dem stuhlgang manschmal sehr starke schmerzen im unterbauch braucht sehr oft abführmittel was nicht hilft. wir machten urlaub in ÄGYPTEN in urlaub dort kaufte sie einen tee der zum abnahme sein sollte sie war 7 monate beschwerde frei ein arzt sagt der wäre schädlich ein MDP untersuchung war bitte helfen sie uns was können wir noch machen was kann helfen sie möchte unbedingt diesen tee nochmal haben sie fliegt sogar nach agypten um den zu kaufen ich habe aber große angst das das ein fehler ist und sich noch mehr schadet
danke für ihre bemühungen
mit freundlichen grüßen v.u.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau U.,
das ist ein komplexes Problem. In erster Linie sollte man schauen, ob im Magen-Darmbereich Erkrankungen vorliegen, die die Beschwerden erklären könnten.
Zudem muss doch eine genaue Auflistung der Medikamente erfolgen, da Psychopharmaka einen starken Einfluss auf die Darmfunktion haben. Natürlich können auch die Beschwerden mit der Psychose in Verbindung stehen. Das ist zwar aufwendig, aber notwendig.
Beim Tee wäre ich genauso wie Sie sehr zurückhaltend.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Sehr geehrte Herren,
Ich bin 70J. Geboren als sehr gesundes Kind, nach 3 Monaten war der Kriegsausbruch ,- dann die Flucht, nichts zum Essen usw. Seit dieser Zeit bis zum 18 Lebens Jahr, hatte ich nur Durchfall - vermutlich Darmkatarrh. Dann bin ich umgezogen zur einer Fischerfamilie, wo ich 4 Jahre lebte, und viel viel Fisch gegessen habe . Plötzlich hat sich alles in meinem Körper umgestellt. Seit dieser Zeit ab dem 22. Lebensjahr leide ich an Verstopfung. Mit 45 J. hatte ich eine Darm OP – wo die Darmverwachsungen durchgeschnitten wurden. Übrigens meine Mutter und Bruder sind am Darmkrebs gestorben. Wollte eine Darm Koloskopie machen lassen aber der Arzt kam mit den Schlauch nur bis zur ersten Kurve. Dann wurde mein Darm geröntgt - und sonst war alles in Ordnung. Vor kurzem habe ich eine Antibiotika Kur (Bronchitis) gemacht und seit dieser Zeit hat die Verstopfung zugenommen. Seit 3 Wo. nehme ich jeden Tag 5 verschiedene Abführmittel und nur dann mit viel Luft kommt ein wenig raus. Vor einer Woche im Krankenhaus (Herzinfarkt Verdacht, der sich nicht bestätigte ) wurde mein Darm geröntgt , er war voll Stuhl mit Luft, aber kein Darmverschluss.
Meine Frage wie kann man mein Darm gründlich untersuchen lassen. Habe gehört dass man, mit einer Camera in Form einer Tablette eine Untersuchung durchführen kann.
Ich bitte um Ihren fachlichen Rat.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau N.,
eine solche Kamera-Untersuchung (sog. Kapselendoskopie) ist in Ihrem Fall meiner Meinung nach nicht sinnvoll, da man sich hier in erster Linie den Dünndarm anschaut und Ihre Beschwerden eher nicht aus dem Dünndarmbereich kommen. Ich denke, Sie sollten in erster Linie ein erneute Koloskopie durchführen lassen, Sie sollten daher einen anderen Gastroenterologen oder eine Klinik mit Schwerpunkt Gastroenterologie suchen.
Gerade im Alter ist Verstopfung häufig und oft harmlos. Änderungen des Stuhlverhaltens sind auch nach Antibiotika-Therapien häufig. Probieren Sie doch einmal sog. Probiotika, die können helfen. 5 verschiedene Abführmittel sollten Sie auf Dauer nicht einnehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Hallo ich habe häufigen durchfall er kommt immer Schubweise meist auch wenn ich warm gegessen hab nehme keine Medikamente.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau S.,
Ursachen für Durchfall gibt es leider sehr viele, harmlose und nicht harmlose.
Anbei einige Beispiele:
Laktoseintoleranz
Fruktoseintoleranz
Zöliakie
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
Infektionen
Schilddrüsenüberfunktionen
Reizdarm
Sie sollten daher als erstes zum Hausarzt gehen, er kann durch einfache Untersuchungen (Anamnese, Untersuchung, Blutentnahme) schon ein Großteil der Ursachen ausschließen und sie ggf. zu einer weiteren Untersuchung überweisen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Sehr geehrte Herren,
können sie mir sagen, ob es bei der neuen Grippeschutz-Impfung und der darin enthaltenen Adjuvantien eventuell zu Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Remicade-Infusionen kommen kann?
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr S.,
obwohl man so etwas natürlich nie zu 100% ausschließen kann, ist eine solche Wechselwirkung unwahrscheinlich und bislang auch noch nicht beschrieben worden. Allerdings sind die Erfahrungen mit der neuen Grippeschutzimpfung noch begrenzt.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Hallo, ich 36, habe seit mehreren Monaten Magen Darm Beschwerden. Hatte im November eine Magenspiegelung. Dort wurde eine Schleimhautentzündung festgestellt. Ich nahm deshalb Omeprazol für 4 Wochen. Die Beschwerden wurden erst besser, kamen aber später wieder. Im März fing plötzlich der Magen bzw. Darm an zu rumoren, besonders nachts. Mir geht es sonst gut, bis auf das Rumoren bzw. hin und wieder leichtere Magenschmerzen. Mein Arzt hat schon folgende Untersuchungen durchgeführt. Helikobakter, Laktose und Fructose Intolleranz, Test auf Glutenunverträglichkeit, Pilze im Stuhl. Das Rumoren habe ich jede Nacht, mal mehr, mal weniger. Ich kann es auch keiner bestimmten Nahrung zuordnen. Vielleicht noch eine Idee. Kommt eine Unverträglichkeit auf Histamine in Frage?
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr M.,
Rumoren im Darm muss nicht unbedingt etwas schlimmes sein, so lange keine Beschwerden wie Durchfall oder Blut im Stuhl, Gewichtsverlust oder andere Warnsymptome vorliegen. An eine Histaminunverträglichkeit glaube ich nicht, ich würde ihnen zu eine Darmspiegelung raten.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Ich habe seit Anfang 1994 CU.Behandlung mit Salofalk und Kortison. Nach 4 Jahren habe ich das Salofalk plötzlich nicht mehr vertragen.Habe dann viele Jahre mit Mutaflor beschwerdefrei gelebt.2002 kam ein neuer, aber milder Schub.Nach kurzer Kortisonbehandlung war alles wieder gut. Eine Koloskopie zeigte keine Entzündungen. Habe dann weiter Mutaflor genommen. Anfang 2009 habe ich dann das Mutaflor weggelassen. Anfang Mai kam ein neuer, heftiger Schub. Es folgte eine erneute Spiegelung, die starke Entzündungen zeigte. Salofalk vertrage ich überhaupt nicht mehr.Habe jetzt Kortison genommen von 60 mg absteigend, mehrere Male.Seit einer Woche ausgeschlichen.
Mache nun einen Selbstversuch mit Myrrhinil Intest und Colibiogen oral.
Können Sie mir einen Rat geben?
Was ist eigentlich mit dem Lecithin, das in Heidelberg erprobt worden ist?
Liebe Grüße
Margit Heß
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau H.,
die Lecithin-Studie aus Heidelberg hat bislang leider keine finanzielle Förderung erhalten, daher läuft derzeit keine Studie. Patienten mit einer wie von Ihnen geschilderten Salofalk-Unverträglichkeit profitieren von einer Mutaflor-Therapie, da gibt es gute Studien. Dies hat ja auch bei Ihnen immer gut geklappt. Also weiternehmen, am besten sofort wieder!!!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Servus,
ich bin 37 Jahre alt, 191 Zm hoch und nur 70kg...
Bitte wo kann ich mich untersuchen lassen?
Was kann ich tun?
Danke
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr S,
der erste Gang sollte immer zum Hausarzt sein. Hier wird eine gründliche Anamnese, eine klinische Untersuchung sowie erste weiterführende Untersuchungen, wie z.B. eine Blutentnahme erfolgen. Der Hausarzt sollte dann in Abhängigkeit der Befunde entscheiden, ob er sie zu einem Spezialisten, z.B. einem Gastroenterologen, überweist.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
sehr geehrte Herren.
Bei mir wurde 2004 eine CU in den letzten 15cm des Darms diagnostiziert.
In 2005 kam die Erkenntnis von Diabetes Typ 2 hinzu. Werte sind optimal eingestellt HB1C <6,5
Medikamentierung 2x1 Metformin1000, 0,5 climeclamid 3,5. Die CU wird mit regelmässigen Nutzung von Colifoam Rektalschaum beschwerdefrei gehalten. Blutungen sind seid 1 Jahr keine mehr vorhanden.
Allerdings reagiert mein Körper ca 30-60min nach Mahlzeiten immer mit extremem Stuhldrang mit Krämpfen. Ebenso habe ich morgens nach dem Aufstehen meistens 2-4 Stuhlgänge innerhalb der ersten 30Min. Danach ist meist erstmal Ruhe.
Der Toillettenrhytmus liegt aber rund um die Uhr bei ca. 2,5-3Std. Ich blähe sehr oft rund um die Uhr, was auch für mein Umfeld sehr belastend ist. Mein Gastroenterologe weiß irgendwie auch nicht weiter. Die letzte Darmspiegelung ist ca. 1Jahr her. Wissen Sie noch guten Rat??
Vielen Dank im Vorraus. J.H.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr H.,
das fehlende Blut im Stuhl ist eigentlich ein gutes Zeichen, die CU scheint in der Tat in einer Ruhephase zu sein. Trotz Ruhephase haben viele CU-Patienten oft Beschwerden wie von ihnen geschildert, morgendlicher Stuhlgang und auch Blähungen. Wir wissen selbst nicht genau warum dies oft der Fall ist. Komisch sind allerdings die Beschwerden nach dem Essen, ist hier mal eine Gastroskopie erfolgt?
Ihre Beschwerden könnten auch mit dem Metformin zusammenhängen, das kann solche Symptome als Nebenwirkung verursachen. Falls hier ein zeitlicher Zusammenhang besteht, sollten sie eine Reduktion/Pause/Umstellung des Metformins in Erwägung ziehen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Hallo! Bei mir wurde im Februar 2009 durch eine Darmspiegelung CU festgestellt. Laut Spiegelung waren die letzten 25 cm des Darmes stark entzündet. Behandelt wurde 1 Woche durch Salofalk Clysmen 4g und dann fortlaufend mit Salofalk Clysmen 2g als Einlauf in den Darm. Dies habe ich Abends durchgeführt und das Medikament konnte auch im Prinzip die Nacht über im Darm verbleiben.
Die Beschwerden wurden weniger, Blut war keines mehr im Stuhl. Seit 5-6 Wochen habe ich vermehrt mit nächtlichen Durchfällen zu kämpfen, was zur Folge hat, dass das Medikament nicht mehr lange genug im Darm verbleiben konnte. Nach Rücksprache mit meinem Hausarzt wurde umgestellt auf 3x täglich 2 Dragees Salofalk 500. Das Blut im Stuhlgang reduzierte sich danach auf etwa 1x am Tag aber die Durchfälle sind nach wie vor extrem und über den ganzen Tag als auch die
Nacht verteilt. Mit zum Teil schweren Bauchkrämpfen. 8-10 Kilo Gewicht habe ich in
dieser Zeit verloren. Mein Hausarzt meinte schon
mal es müsste vielleicht doch zusätzlich mal ein
Cortisonschub gegeben werden.
Im letzten Bauchredner-Heft der DCCV wurde positiv auf das homöopathische Medikament: Myrrhinil-Intest hingewiesen als unterstützende Medikamentation.Bei der letzten Blut-untersuchung vor 2 Wochen waren alle Werte auch die Entzündungswerte im grünen Bereich.
Ich weiss im Moment nicht wie ich die Durchfälle
in den Griff bekommen soll.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr S.,
die von Ihnen aktuell geschilderten Beschwerden, insbesondere die häufigen Durchfälle sowie das weiterhin bestehende Blut im Stuhl, können nicht nur Zeichen eines erneuten Schubes sondern auch einer Ausbreitung der Colitis nach weiter oben im Dickdarm sein. Dies sollte man ev. durch eine neue Darmspiegelung untersuchen. In einem solchen Falle reichen dann die Klysmen nicht mehr aus, zumal der Wirkstoff aufgrund der nächtlichen Durchfälle, wie sie richtig bemerkt haben, nicht lange genug im Darm bleibt. Bei fehlender Besserung unter Salofalk-Tabletten sollte dann in der Tat ein Cortison-Schub gemacht werden, dass ist in dieser Situation die richtige Wahl. Eine Darminfektion sollte zudem durch eine Stuhlanalyse ausgeschlossen werden.
Mit Myrrhinil-Intest kriegen sie diese Situation dann leider nicht alleine hin. Dass die Blutwerte weiterhin normal sind, ist nichts ungewöhnliches, trotzdem kann bei der CU ein Schub vorhanden sein. Viele Ärzte denken dann leider immer noch, dass ohne Entzündungszeichen bei der CU kein Schub vorliegen kann.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Ich bin 24 Jahre alt und habe vor 1 1/2 Jahre eine Operation wegen eines Darmverschlusses gehabt. Der Darm hat sich in einem Loch im Bauchfell eingeklemmt und ist dann abgestorben. Es mussten damals 60 cm entfernt werden. Nach einem Jahr hatte ich fast keine Probleme mehr mit Durchfall oder Bauchkrämpfen. Nun hab ich seit einiger Zeit wieder Probleme. Wenn ich etwas Esse passiert es häufig, dass ich sofort danach heftige Bauchkrämpfe bekomme und dann auf die Toilette muss. Dann habe ich einen einmaligen Durchfall (breiiger z. Teil auch grünlicher Stuhlgang) und es ist dann für zwei Tage ruhe. Ich kann auch leider nicht sagen, was es für Lebensmittel sind. Es ist ständig etwas anderes, was die Symptome verursacht. Gewicht verlier ich auch. Mein Hausarzt kann mir nicht wirklich weiterhelfen. Er sagt bloß immer, das meine Darmbewegungen etwas träge sind. Aber was ich dagegen tun kann wurde mir noch nicht gesagt. Ich ernähre mich so gesund wie möglich. Aber das hilft mir momentan nicht weiter. Dadurch das ich diese Bauchkrämpfe nicht beeinflussen kann, schränkt das mein Leben schon sehr ein. Hab auch bereits eine Darm- und Magenspiegelung hinter mir. Da wurde auch nichts gefunden. Der Dünndarm wurde nur mit Ultraschall untersucht. Aber da war laut Ärzten auch nichts auffällig. Ich war wegen den Symptomen auch schon ein paar Tage wieder im Krankenhaus. Aber es wurde nur mein Darm gereinigt. Jetzt weiß ich leider nicht mehr weiter. Welche Spezialisten könnten mir helfen? Vor allem was für eine Untersuchungmethode könnte mir weiterhelfen? Vielleicht können Sie mir einen Tip geben. Vielen Dank schonmal!
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau L.,
das hört sich sehr komplex an. Aus der Ferne kann ich daher so ohne weiteres keine Verdachtsdiagnose äußern. Möglicherweise könnten Verwachsungen die Ursache der Beschwerden sein. Schmerzen nach dem Essen, Besserung nach dem Stuhlgang mit anschließender Ruhephase könnten auch eine Reizdarmproblematik sein. Sicherlich sollte man hier eine Reihe weiterer Untersuchungen durchführen, ich würde mich an eine Klinik mit Schwerpunkt Gastroenterologie in Ihrer Nähe wenden.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Mein Sohn der 6 Jahre alt ist, hat schon über 4 Wochen, gelegentlich starke Bauchkrämfpe, manchmal breige Stuhlgang, manchmal Durchfall.
Wir haben jetzt den Stuhlgang untersuchen lassen, und ist raus gekommen, das er ein Infekt hat das SCHINGELEN, heißen soll.
So habe ich zu mindestens telefonisch verstanden.
Ich wollte bitte nähren Infos. über diese Bakterien.
Vielen Dank
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau B,
Shigellen sind Bakterien, die zu einer Entzündung im Darm führen können. Sie müssen diesen Befund mit Ihrem Kinderarzt persönlich besprechen und ggf. eine Therapie einleiten, falls die Beschwerden hierdurch zu erklären sind und weiterhin bestehen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Hallo sehr geehrte Herren, gut, dass ich diese Seiten hier gefunden habe. Unsere Tochter ist 20 Jahre alt und hat sei ca. 3 Wochen sehr häufig am Tag Stuhlgang, dem oft Blut und Schleim beigemischt ist. Heute war sie beim Arzt, dort wurde ihr Blut abgenommen und eine Stuhlprobe wird auch eingeschickt. Sie hat immer das Gefühl zur Toilette zu müssen, hat starke Bauchgeräusche mit Blähungen und ab und an auch Schmerzen.
Meine Frage nun: Wir wollen für ein paar Tage verreisen, in dieser Zeit wäre sie alleine (allerdings nicht alleine im Haus). Ich überlege schon, zuhause zu bleiben, weil ich mir schon Sorgen um sie mache. Die Ärztin heute meinte, dass sie davon ausgeht, dass es psychosomatisch ist bei ihr, da sie gerade eine schwere Trennung hinter sich hat, just danach fingen die Probleme auch an. Was kann denn bei einer z.B. Darmentzündung passieren ? Kann das gefährlich werden, wenn sie nun noch wartet, bis die Ergebnisse da sind? Sie isst normal und schläft auch gut, nachts hat sie keine Durchfälle oder Stuhlgang. Danke schön für Ihre Antwort.
Mfg
R.C.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau C.,
die Beschwerden Ihrer Tochter sollten umgehend abgeklärt werden. Sie sollten sich einen Gastroenterologen in Ihrer Nähe suchen, der umgehend eine Darmspiegelung veranlassen wird. Eine infektiöse Ursache ist möglich, allerdings könnten die geschilderten Beschwerden auch zu einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung, insbesondere einer Colitis ulcerosa, passen.
Mit Psychosomatik hat dies zunächst nichts zu tun, bei den Stuhlkulturen wird wahrscheinlich nichts rauskommen. Auch wenn bei der Blutentnahme keine Enzündungszeichen auffällig sind, bedeutet das nichts. Eine Darmspiegelung bringt erst Klarheit.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Guten Tag,
ich bin 50 Jahre alt und habe seit ca. 20 Jahren Colitis Ulcerosa. Nach einem schweren Schub 2001 war ich lange Zeit relativ beschwerdefrei. Ich nehme 3x1g Salofalk GranuStix pro Tag und zur Nacht Salofalk Suppositorien 1x 500 mg und war damit ganz gut eingestellt.
Anfang des Jahres bekam ich im Januar einen Virusinfekt (Grippe) und seitdem habe ich wieder massive Probleme mit dem Darm. Ich bekam wegen des Infekts keine Antibiotika, sondern nur Paracetamol und Hustentropfen.
Der Verlauf ist folgender: Es geht mir für 1 - 2 Tage sehr gut, während dieser Zeit habe ich oftmals gar keinen Stuhlgang. Dann muss ich wieder bis zu 5 - 6 Mal täglich, wobei es auch wieder zu Bauchkrämpfen kommt. Danach ist wieder für 1 - 2 Tage Ruhe und keine Beschwerden, bis es wieder von vorn losgeht. Der Stuhl ist dabei geformt und besteht aus etlichen Teilen.
Ich bekam Claversal Rektalschaum verschrieben, der half aber nicht so richtig. Mein Hausarzt verschrieb mir Kreon (versuchsweise, weil es ja kein Medikament für die Colitis ist), kein Erfolg. Ich nehme bei Bedarf nun entweder Talcid Suspension oder Duspatal, weil ich mir keinen Rat mehr weiß und weil ich den Eindruck habe, dass diese wenigstens etwas gegen die Bauchkrämpfe helfen.
Mein Internist meinte letzte Woche, es könnte auch auf Reizdarm hindeuten, hat ein Blutbild machen lassen und will eventuell bei einem CT feststellen, ob die Darmwand verdickt ist. Außerdem wäre dann wahrscheinlich eine Koloskopie fällig. Diese traue ich mir momentan allerdings nicht zu, da ich starke Kreislaufprobleme bekomme, wenn ich nicht regelmäßig esse und es mir dann sehr übel wird.
Mit dem Essen bin ich sehr vorsichtig, beschränke mich auf wenige Sachen, von denen ich weiß, dass ich sie vertrage. Leider ist das doch recht eintönig, weil ich zudem wegen Allergien z. B. auf viele Obstsorten und Nüsse ebenfalls vieles nicht essen kann.
Ich bitte um Entschuldigung, dass es doch etwas länger geworden ist und würde mich freuen, von Ihnen eine Antwort zu bekommen, da ich mittlerweile seit einem Dreivierteljahr keine rechte Besserung verspüre und doch schon ziemlich verzweifelt bin.
Recht herzlichen Dank.
D. P.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau P.,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Aufgrund der Vorgeschichte mit der Colitis ulcerosa muss man natürlich in erster Linie auch einen Schub denken. So wie sie Ihre Beschwerden beschreiben, denke ich jedoch nicht, dass es sich um einen Schub handelt, da das Kardinalsymptom der CU fehlt: blutiger Durchfall.
In der Tat könnten ihre Beschwerden auf einen Reizdarm hindeuten, allerdings ist dies eine Ausschlussdiagnose, d.h. andere Ursachen müssen ausgeschlossen werden: hier muss unter anderem doch eine Koloskopie erfolgen, da insbesondere ein Tumor im Dickdarm ausgeschlossen werden muss.
Obwohl ihre Beschwerden nicht typisch dafür sind, sollte man auch eine Laktoseintoleranz/Fruktoseintoleranz sowie eine Sprue ausschließen.
Häufig kriegen Patienten nach einem Infekt oder eine Therapie mit Antibiotika einen Reizdarm, den kann man aber auch gut behandeln, Duspatal ist eine Möglichkeit.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Guten Tag!
Sagen Sie bitte, gibt´s eine Alternative der traditionellen Ph-metrie um einfach qualitativ erfahren, ob bei mir die Magensäuregehalt erhöht oder vermindert ist.
In meiner Heimat gibt's so ein Test, der heißt Acidotest, aber in Deutschland habe ich so etwas nicht gefunden. Bei dem Test wird Kofein eingenommen und noch ein Stoff und bei diesem Test wird die farbe der Urine untersucht.
Vielen dank
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr F.!
Möglich wäre auch die Testung während einer Magenspiegelung mittels eines Teststreifens und aspiriertem Magensaft. Von der von Ihnen geschilderten Methode habe ich leider noch nichts gehört.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Nehme seit ca zwei wochen Budenofalk,Mutaflor und seit ein paar tagen Sulfasalazin(wegen Gelenkschmerzen).Bei Cortison bin ich jetzt von 40mg auf 20mg runter!
Meine Frage: Wielang sollte ich diese Therapie beibehalten???Bin jetzt mal beschwerdefrei, hab aber angst,das wenn ich mit den Medikamenten runter gehe,dass es wieder los geht!!!Hab auch gehört das es so ne Infusion gibt, die die Schleimhäute beruhigen soll!!! Was halten sie davon???
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau E.,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Sicherlich muss das Ziel sein, dass sie das Cortsion reduzieren, am besten 5 mg/Woche. Dann muss man schauen, welches Befallsmuster vorliegt, sonst macht z.B. Budenofalk wenig Sinn, da dies nur im Bereich Übergang Dünn/Dickdarm wirkt und es für die Ruhephase eher nicht geeignet ist.
Mutaflor ist beim MC ebenfalls nicht sehr gut wirksam, Sulfasalazin kann bei Gelenkschmerzen helfen. Leider weiß ich íhr Befallsmuster/Vorgeschichte nicht, aber wenn sie vom Cortison nicht runterkommen, würde ich Azathiorpin empfehlen. Die "Infusion" sollte erst später erfolgen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Ich bin 60 Jahre alt,172 cm groß und wiege 69-70 kg.seit ca. drei Monaten habe ich täglich bis zu 8-mal wässrigen Durchfall.Loperamid,Perenterol,OmnifloraN,Kohlecompretten und Tannacomp haben keine Wirkung.Occultes Blut im Stuhl wurde nicht nachgewiesen.Schmerzen im Bauchraum oder Übelkeit habe ich nicht.Ein Laborwert der Stuhluntersuchung steht noch aus.Was kann ich noch tun, damit mein Darm wieder normal arbeitet. Besonders lästig ist der Stuhlgang in der Nacht.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr S.,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Hier müssen dringend eine Koloskopie sowie ev. eine Gastroskopie erfolgen, ggf. auch eine Dünndarmdarstellung.
Zudem sollte eine Blutentnahme mit Entzündungsparametern erfolgen, ebenso eine Sonographie des Bauchraumes.
Ist die Schilddrüse OK?
Erst nach der Diagnostik muss eine Therapie erfolgen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Magenspiegelung und Darmspiegelung wurde vor kurzen erst durchgeführt-ohne Befund.
Meine Frau ist schon nervlich sehr angeschlagen weil das stundenlange Aufstoßen nicht aufhört.
was kann man tun ?
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr W.,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Sie sollten die folgenden Erkrankungen noch ausschließen:
Laktoseintoleranz, Fruktoseintoleranz
Sprue/Zoeliakie
Zudem sollte eine Blutabnahme mit Entzündungsparametern sowie eine Sonographie der Bauchorgane erfolgen.
Blähungen sind häufig ein unspezifisches Symptom, wo ebenso häufig keine Ursache gefunden wird.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Ich hatte heute wiedermal Durchfall ob es daran liegt das sich der Darm reinigen will oder hat es eine andere ursache? es ist auch nicht das erste mal und ich nehme immer gleich ein Durchfallmittel
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr W.,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Für Durchfall gibt es eine Vielzahl von Gründen, z.B. akut-infektiös, chronisch entzündlich oder auch funktionell. Das muss man abklären und sollte nicht gleich mit Durchfallmitteln behandelt werden.
Daher würde ich den Gang zum Hausarzt und dann Gastroenterologen empfehlen.
Intermittierend auftretender Durchfall bei jüngeren Patienten ist aber häufig harmlos, abgeklärt muss es trotzdem werden.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Dies betrifft meine Frau,72 Jahre alt ,ab Freitag Abend hat meine Frau sehr starke Schmerzen im linken Bauchraum.Vor 10 Jahren,
hat man bei der Darmspiegelung einige Debatikel
vorgefunden.Die Schmerzen sind sehr stark
geworden.Was kann man dagegen tun.?
Eine erneute Darmspiegelung ist am Ende Oktober 09
vorgesehen.
Mit freundlichen Gruß
Ihr H.B.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr B.,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Schmerzen im Darm können viele Ursachen haben, eine Entzündung der Divertikel (nicht Debatikel) ist eine Möglichkeit, allerdings tritt dann oft Fieber und ggf. Blut im Stuhl auf. Zudem sind im Blut Entzündungszeichen sichtbar. In diesem Falle muss man sofort zum Arzt, eine Koloskopie sollte im Akutfall jedoch nicht erfolgen.
Sicherlich müssen diese Beschwerden abgeklärt werden, ihre Frau sollte sich auf jeden Fall beim Arzt vorstellen, eine Koloskopoie sollte in diesem Zusammenhang erfolgen, ggf. ein CT/Sonographie vom Bauch sowie eine Vorstellung bei der Frauenärztin.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Büning
Patientenfrage:
Mein mann leidet seit über einem Jahr an colitis ulcerosa. Bei seiner ersten Darmspiegelung wurde damals nur vage festgestellt er hätte unter umständen diese Krankheit und wurde für kurze Zeit mit Kortison behandelt. Jedoch ohne es auszuschleichen. Das hat ihm damals seine Ärztin nicht gesagt das er das tun muss. Besser wurden die Beschwerden nicht. Er wechselte den Internisten und ist dort seit über einem JAHR IN Behandlung. Er bekam Kortison und Pentasa. Die dosierung des Kortisons schwankte denn er wollte davon weg und die Dosis verringern.Es tritt aber seit einem Jahr auch keine Besserung ein-die Entzündung blieb gleich. Jetzt liegt er in der Uni-Klinik in Erlangen. Dort wurdé erst eine Remicade-Therapie versucht, die wurde bereits nach der ersten Infusion abgebrochen. Drei Tage nach dieser Infusion bekam er eine Stirnhöhlenentzündung und wurde mit Antibiotika behandelt. Bei Vorstellung zur zweiten Infusion wurde Ihm gesagt es könne durch diese Stirnhöhlenentzündung nicht gemacht werden. Am 29.9. bekam er sehr starke Bauchschmerzen und wir brachten Ihn nach Erlangen. Dort wurde eine Bauchspeicheldrüsenentzündung festgestellt, welche jetzt abgeklungen ist. Nun wurde er mit Sandimmun behandelt es wirkt aber auch nicht. Diese Woche Montag wurde er gespiegelt und man sagte ihm, man könne nicht einmal die Dickdarmentfernung riskieren weil es im Moment so schlimm ist. Gestern wurde die Stirnhöhle ausgeschabt um diese Entzündung zu beseitigen. Von einer Therapie mit Azathioprin die heute starten sollte riet man ab wegen der Bauchspeicheldrüse. Gerade eben bekam er gesagt der Dickdarm muss nun doch so schnell wie möglich raus. Gibts doch noch andere Möglichkeiten die man ausschöpfen kann? Wie riskant ist die Dickdarmentfernung in diesem sehr akuten Zustand?
Mit freundlichen Grüßen K.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau K. !
In der Medizinischen Klinik der Universität (Prof. Neurath) finden Sie ein renomiertes Expertenteam, dem alle Behandlungsoptionen bekannt und geläufig sind. Aufgrund der Komplexität des Falles kann ich das Risiko einer Operation ebensowenig in diesem Forum einschätzen wie auch die bleibenden Behandlungsmöglichkeiten. Ist die Stirnhöhlenentzündung abgeklungen ? Ist dies eher ein chronischer Prozess ? Hat Ihr Mann die Bauchspeicheldrüsenentzündung durch das Azathioprin bekommen oder schon vorher (als Begleitpankreatitis )?
Scheuen Sie sich nicht, die Kollegen in Erlangen mit all Ihren Fragen zu löchern. Ärzte sind durchaus dankbar, wenn Patienten ihnen ihre Fragen, Bedenken oder sonstige Unklarheiten mitteilen - das erleichtert auch uns die Kommunikation und führt letztendlich zu einer optimierten Behandlung !
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Hallo,
ich habe seit ca.8 Monaten ständig Durchfälle. , ca. 8 x am Tag. Seitweise auch in den frühen Morgenstunden .Es ist zwar nicht wie Wasser, aber immer ungeformt.Ich habe vorher auch immer Bauchschmerzen. Es belastet mich sehr. Eine Darmspiegelung ist schon durchgeführt worden, aber da ist alles in Ordnung. Können Sie mir einen Rat geben?
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau G. !
Waren auch die feingeweblichen Proben der Spiegelung in Ordnung ? Ist eine kollagene oder mikroskopische Kolitis ausgeschlossen worden. Waren Stuhlproben (mind. drei Stück) allesamt negativ ? Haben Sie ansonsten Krankheitssymptome oder einen Gewichtsverlust ? Müssen Sie auch nachts zur Toilette ?
Diarrhöen können viele Ursachen haben. Sollte Sie nicht alle o.g. Fragen beantworten können, würde ich eine weiterführende Diagnostik empfehlen. Auch eine sonographische und radiologische Bildgebung ist ergänzend sinnvoll.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Liebe Experten,
bei meinem Sohn wurde vor 1 Jahr CU festgestellt. Angefangen mit einem starken Schub und langem KH Aufenthalt.
Seit dem hat er ständig Durchfälle, egal was für Medikamente er einnimmt, was er isst oder nicht isst.
Bei der letzten Kolo-Untersuchung wurde Haustrennverlust festgestellt.
Kann sich der Darm irgendwann wieder regenerieren so dass er die Funktion der Stuhleindickung wieder erfüllen kann?
Vielen Dank im Voraus
Antwort unseres Experten:
Ja, der Darm kann sich regenerieren, so dass die Erkrankung keine Beschwerden verursacht und der Stuhl eingedickt wird - diesen Zustand nennt man dann Remission. Eine solche Remission hat Ihr Sohn offensichtlich und bedauerlicherweise nie erreicht. Es sollte eine Therapieanpassung vorgenommen werden ! Alleine durch die Umstellung der Ernährung werden Sie nicht zum Ziel kommen.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Hallo, Ich habe ihnen vor ein paar tagen mein Anliegen geschrieben mit dem ständigen Drang zur Toilette zu müssen. Dies war ihre Antwort:
Antwort unseres Experten:
Wenn Sie nur das Gefühl haben, zur Toilette zu müssen, sollte neben einer Spiegelung des Darms auch eine weitere Enddarmdiagnostik erfolgen. Hier ist ein MRT des Beckens, eine Defäkographie (möglichst als Durchleuchtungsuntersuchung im Stehen) sowie eine anale Mannometrie zu nennen. Möglicherweise sind Ihre Beschwerden auf eine veränderte Anatomie des Beckens und der Beckenorgane zurückzuführen. Hier könnte - je nach Befund - ein Biofeedback-Training oder ein operativer Eingriff helfen, Ihre Lebensqualität wieder herzustellen. Mit freundlichem Gruß. Dr. Jan-Michel Otte
JETZT HÄTTE ICH noch eine Frage. Ich hatte im Mai 2005 einen Verkehrsunfall in dem ich mir das Becken (Knie,Oberschenkel) gebrochen habe. Dies wurde in einer OP verschraubt. Kann dies mit der "veränderung der Anatomie des Beckens" zu tun haben, allerdings gingen die Beschwerden im November 2007 an also über zwei Jahre später. Bitte helfen sie mir kein Arzt kann mir helfen. Mfg
Antwort unseres Experten:
Wenn durch den Verkehrsunfall Stauchungen oder gar Frakturen im Bereich des Beckens aufgetreten sind, kann es durchaus sein, dass dort liegende Bänder, die Teil des Halteapperates des Rektums und der Blasen sind, mitverletzt oder gedehnt worden sind. Beschwerden können durch eine Senkung der Blase, des Rektums oder auch Teilen des Darms erst später auftreten. Für diese Senkungen sind Symptome wie das "Gefühl der unvollständigen Entleerung" oder ein häufiger "nicht-produktiver" Stuhldrang typisch. Ich bin ganz zuversichtlich, dass die vorgeschlagenen diagnostischen Schritte Sie der Behandlung Ihrer Beschwerden näher bringen werden.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Guten Tag,
ich, 36 J. , habe schon seit vielen Jahren Schmerzen im Unterbauch.
Als Frau vermutete ich eine "Frauenkrankheit", zumal die Schmerzen vor und während der Regel deutlich schlimmer waren / sind.
Zudem ist mir aufgefallen, dass ich oft Blähungen habe und dann nach einigen Stunden oder Tagen ein -zwei mal Durchfall habe dann ist es wieder gut. Blähungen habe ich imemr ziemlich viel. Öfters habe ich auch mit dem Magen Probleme.
Was mich allerdings irritiert, ist eben dass die Schmerzen nach der Regel erst mal weg sind.
Gynäkologisch bin ich völlig durchgechekt, einschließlich mehrerer Laparoskopien. Nichts zu finden-nur die Schmerzen bleiben.
Könnte es sein dass ich MC habe, und wenn evtl. ja, hängt dies auch in Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus zusammen. Kann das sein??
Inzwischen ist es auch so, dass ich wenn die Schmerzen mehr sind, das Immunsystem schwächelt, d.h. ich bekomme eine leichte Erkältung und fühle mich schwach.
Wissen Sie, das alles wird inzwischen als Psychosomatisch angesehen, was auch sein kann, aber ich denke immer, wenn aber doch was organisches ist, dann ist es nicht gut wenn man nichts dagegen tut.
Über eine Antwort zu Ihrer Einschätzung würde ich mich sehr freuen.
Herzlichen Dank für Ihre Mühe!!
MfG M.J.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau J.!
Eine mögliche organische Ursache Ihrer Beschwerden wären versprengte Schleimhautinseln der Gebärmutterschleimhaut (Ednometriose) im Bauchraum oder im Darm, die zyklussynchron anschwellen und auch bluten können. Ist Ihr Durchfall schwarz oder blutig ? Hier wäre eine Diagnostik vor (oder zu Beginn) der Regelblutung sinnvoll (Koloskopie; Dünndarmdarstellung; CT-Abdomen; ggf. Laparoskopie).
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Guten Abend,
ich bin 41.Jahre, leide seit meiner Kindheit an Lactose- und Fructoseunverträglichkeit (was nie medizinisch nachgewiesen wurde), hatte mit 15 Jahren einen langen Krankenhausaufenthalt wegen einer Dünndarmentzündung, nach meiner ersten Tochter(1988) rapide abgenommen(trotz normaler Kost) mit Durchfall.Zwischendurch Phasen mit Obstipation. Nach der Geburt meiner 2.Tochter (1999)habe ich über 20Kilo zugenommen, hatte Probleme mit der Gebärmutter - Entfernung 2007. Seitdem wieder erneut krampfartige Unterleibsschmerzen, mit Durchfall! In einem Jahr 9 Kilo verloren(was mich bisher erfreut hat), gestern Vorsorge beim Frauenarzt (Ultraschall), dieser stellte Dünndarmabschnitt fest, der träge sei und die Darmwand verstärkt sichtbar sei. Jüngste Tochter hat Morbus Crohn sowie Lactose- und Fructoseunverträglichkeit und Väterlicherseits (meinerseits) gibt es Darmkrebs.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau O.!
Ich rate Ihnen - wie die niedergelassenen Kollegin wohl auch - zur weiteren Diagnostik (Gastroskopie, Intestinoskopie, Koloskopie, CT des Abdomens). Ausgehend von den dann - auch feingeweblich - zu erhebenden Befunden, sollte man therapeutisch mögliche und notwendige Schritte mit Ihnen besprechen. Die Laktose- und Fruktoseunverträglichkeit kann man durch Atemteste feststellen. Diese müssen jedoch VOR den Spiegelungen durchgeführt werden.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Sehr geehrte Doctoren,
seit etwa 3Wochen habe ich breiigen Durchfall,anfangs schleimig und sauer riechend.
Die Stuhl-und Blutprobe waren negativ. Februar'09 hatte ich eine Magen-Darmspieglung,außer zwei Polypen o.k. Trinke seit einiger Zeit Getränke mit Süßstoff,könnte das vielleicht die Ursache sein?
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr L. !
Ihre Beschwerden sind am ehesten auf einen gastrointestinalen Infekt zurückzuführen. Stuhlproben sollten immer drei Stück an drei unterschiedlichen Tagen entnommen werden, weil man die Erreger nicht immer gut erwischt. Sollten diese Proben ohne Befund bleiben, könnten probiotische Präparate helfen, die Stabilität im Darm wieder herzustellen.
Auch Süßstoffe können abdominelle Beschwerden verursachen. Dies könnten Sie durch Vermeiden entsprechender Getränke leicht feststellen.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Da ich schon länger Morbus Chron habe und bei der magen spieglung verwachsungen fest gestellt worden sind wollte ich fragen ist es ratsam sie weg operieren zu lassen oder soll ich es besser so lassen weil sie auch sehr schmerzen ?
viele grüße A.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau A.!
Wenn Sie Schmerzen haben, sollte man etwas dagegen tun ! Andererseits ist Ihr Einwand ganz richtig: Jeder operative Eingriff - also auch das Lösen von Verwachsungen - birgt ins sich das Risiko des Entstehens neuer Verwachsungen. Wichtig ist bei Ihnen sicher auch, dass der Morbus Crohn gut behandelt ist, da eine entzündliche Aktivität im Bauchraum ein starker Reiz für die Entstehung von Verwachsungen ist. Also, Crohn gut behandeln und Verwachsungen, wenn Sie Schmerzen oder Probleme machen, lösen lassen.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Sehr geehrte Herren,
seit etwa 2005 habe ich Blut am Stuhl entdeckt. Die erste Darmspiegelung ergab keine Auffälligkeiten. Eine weitere Darmspiegelung im Februar 2009 ergab, dass ich an Proktitis ulcerosa leide. Nachdem Behandlungen mit Rektalschaum, Mesalazin in Tablettenform und Omeprazol AL 40 gegen ständige Magenkrämpfe nichts halfen, folgte nachstehende Therapie:
Salofalk Klysmen (1x abends), Omeprazol (1x morgens), Prednisolon AL 50 (1x morgens), Pentasa Xtend 2g (2x morgens und 2x abends)
(das war im Mai - ca. Juni 2009). Die Beschwerden linderten sich, doch schon im August 2009 traten wieder starke Blutungen auf mit zwischenzeitlichen Magenkrämpfen. Normalen Stuhlgang hatte ich seit fast 1 Jahr nicht mehr, stets nur blutigen Schleim, Blähungen und sonst Durchfall. An Gewicht habe ich nicht abgenommen, Appetit ist nach wie vor da, allerdings fühle ich mich ständig schlapp, antriebslos und habe zu nichts mehr Lust (am liebsten verkrieche ich mich zu Hause) - und Sehbeschwerden machen mir mittlerweile zu schaffen.
Besteht die Möglichkeit, durch andere Medikamente die Krankheit zu besiegen? Im Internet wird mit einer einzunehmenden Fangocur geworben. Und welche Auswirkungen könnte es haben, wenn ich alle Medikamente weg lasse, um die Nebenwirkungen zu senken? Verunsichert bin ich mittlerweile auch in Sachen Ernährung, da mir mein Arzt letztens sagte, dass Gemüse und Milchprodukte während eines Schubes nicht verzehrt werden sollten - am besten nur Nudeln, Kartoffeln und Zwieback.
Ferner überlege ich einen Neurologen hinzuzuziehen. Könnten Sie mir einen kompetenten Arzt empfehlen?
Über die Beantwortung meiner vielen Fragen würde ich mich sehr freuen und verbleibe mit lieben Grüßen, Y.H.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau H. !
Ist Ihre Diagnose durch weitere Proben gesichert worden ? Gibt es keine Entzündung in der Speiseröhre, im Magen oder Dünndarm ? Ist eine bakterielle oder virale Infektion (inklusive CMV) ausgeschlossen worden ? Waren Sie mit den Sehbeschwerden bei einem Augenarzt ?
Sollte es sich bei der Entzündung im Enddarm um eine CED handeln, die unter kontinuierlicher Medikation (inklusive Kortison) nicht besser wird, oder nach Reduktion der Medikamente (insbesondere auch des Kortisons) schnell wiederkommt, sollte bei Ihnen zunächst - auch bei lokal begrenztem Befall - eine immunsuppressive Therapie mit (vorzugsweise) Azathioprin eingeleitet werden. Alle Medikamente wegzulassen ist sicher keine Option.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Hallo,
es ist schwer meine frage in einem satz zusammenzufassen,deswegen möchte ich ihnen versuchen zu erklären wie mein krankheitsverlauf ist...ich hoffe das sie mir auch antworten können wenn diese nachricht sehr lang ist und wahrscheinlich viele fragen aufwirft...
ich leide seit sommer 2004 an colitis ulcerosa...nun bin ich 21 und war in den letzten 5 jahren einmal schubfrei....es fing an mit einer behandlung von salofalk un kortison...20 mg zu anfang...das hat sehr gut geholfen,allerdings nur eine woche...dann musste das kortison wieder erhöht werden,geholfen hat es nicht...ich bekam das medikament immurek...half auch sehr gut,dann bekam ich eine bauchspeicheldrüsenentzündung und musste daraufhin das medikament absetzen...einer neuer schub war wieder da...wieder bekam ich kortison,diesmal schon 40 mg...es half wieder nur kurz,sobald ich auf 20 mg zurück war fingen die probleme wieder an...ich bekam dann 6 mercaptopurin...auch dies half sehr gut bis ich eine leberentzündung bekam...also musste ich auch dieses medikament absetzen...immer und immer wieder musste ich sehr viel kortison nehmen,was nur bedingt half und sobald ich auf 20 mg war seine wirkung verlor...die ärzte waren ratlos und ich langsam auch...dann kam es letztes jahr sehr sehr schlimm...ich kam mit sehr starken schmerzen,starken durchfällen mit blut ins krankenhaus...eine therapie mit einer hochdosis von 100 mg kortison wurde eingeführt...nicht mal das half...dann wollten die ärzte es mit cyklosporin versuchen...dieses medikament sollte über eine zvk anlage laufen...am abend hatte ich dann eine thoraxdrainage weil die ärzte meine lunge getroffen hatten..ich lag dann 2 tage auf der intensivstation...dann wurde der schlauch gezogen...am abend darauf sackze meine lunge wieder zusammen und eine zweite thoraxdrainage folge...eine weitere woche intensivstation wartete auf mich...es ging mir wirklich schlecht,körperlich aber auch psychisch...ich bekam deppressionen und wollte eigentlich nur noch das es vorbei ist...dafür hätte ich in diesem moment alles gegeben...die blutungen im stuhl hörten einfach nicht auf und nach einer weiteren darmspieglung stand für die ärzte fest:der darm muss raus!
ich wollte das nich,auf keinen fall...ich bin 21 ich hatte angst vor einem stoma und auch vor einem pouch...aber so wie es mir an dem morgen ging hätte ich wahrscheinlich alles gemacht,hauptsache diese schmerzen waren endlich vorbei...zum glück war mein vater an diesem morgen bei mir im krankehaus....er war auch gegen die operation und nahm kontakt zu einem sehr tollen professor in heidelberg auf,der direkt angeboten hat das ich zu ihm nach heidelberg kommen könnte,er würde sich um mich kümmern und mich weiter behandeln...ich war so froh...ich fuhr also nach heidelberg und startete einen selbstheilungsversuch mit lecithin...ich muss sagen das es mir seid dem viiiel besser geht...die entzündung ging zurück,ich konnte das kortison zum ersten mal seit 5 jahren auf 5 mg reduzieren und ich hatte wieder einen festen stuhl...allerdings kündigte sich ein neuer schub an als ich auf 2,5 mg runtergegangen bin...nun dümpel ich wieder so ein bisschen mit dem kortison rum,muss es immer wieder erhöhen und reduzieren,dabei will ich es endlich mal loswerden,ich habe leider schon eine vorstufe von osteoporose und merke jeden tag wie es mich körperlich einschränkt...jetzt möchte ich einfach nur wissen ob es vielleicht noch iiiiirgendeine behandlungsmöglichkeit gibt die sie empfehlen könnten...ich weiß einfach nicht mehr weiter und so schlimm sich das auch anhören mag,in diesem zustand ist mein leben für mich absolut nicht mehr lebenswert.ich konnte mein studium letztes jahr schon nicht anfangen,da ich fast ein halbes jahr im krankehaus verbracht habe,danach fuhr ich in die anschlussheilbehandlung...dieses jahr habe ich nun mein biologiestudium angefangen und ich will es unbedingt schaffen...aber unter den jetzigen umständen macht es mir totale angst...ich schaff es nicht auf die toilette,ich hab bauchweh und eigentlich mag man nur zuhause neben der toilette warten bis man wieder muss...
ich würde mich wirklich sehr freuen wenn ich eine nachricht von ihnen erhalten würde...ich möchte einfach nichts unversucht lassen...ich weiß einfach nur nicht mehr weiter
viele liebe grüße und entschuldigen sie den langen text
s.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau N. !
Ihre Krankengeschichte ist lang und komplikationsträchtig, von der privaten und beruflichen Lebensqualität nicht viel übrig. Bei offensichtlich steroidabhängigem Verlauf Ihrer Colitis und Unverträglichkeit gegenüber immunsuppressiven Präparaten sind Sie die "klassische" Kandidatin für eine Therapie mit einem anti-Tumornekrosefaktor-alpha Antikörper wie z.B. Infliximab. Hier können Ihnen die Kollegen in Heidelberg sicher auch mehr Auskunft geben. Ein operatives Vorgehen ist - gerade bei der Colitis - jedoch in die Diskussion der weiteren Behandlung mit einzubringen. In jedem Fall - und das sehen Sie vollkommen richtig - verbietet sich eine dauerhafte Behandlung mit Kortison! Die Osteoporose ist nur ein Aspekt der vielen Nebenwirkungen, die eine Kortisondauerbehandlung hätte.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Hallo, ich habe eine bekannte die seit 3 monaten im Krankenhaus ist.
und sie finden nichts, haben bereits blindarm und ein stück vom darm entfernt und wird künstlich ernährt. zu person (12 jahre) sie ist 1,62 und hat jetzt ein gewicht von 30 kg.
welche möglichkeiten gibt es noch??
für eine antwort würde ich mich sehr freuen.
vielen dank i. v.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr M. !
Leider kann ich ohne weitere Informationen zur Krankengeschichte und bisherigen Diagnostik und Therapie nicht viel zur Erkrankung Ihrer Bekannten sagen. Prinzipiell könnte jedoch ein Morbus Crohn hinter den Beschwerden stecken. Was haben denn die feingeweblichen Untersuchungen der entfernten Darmanteile ergeben ? Ist eine Spiegelung des Magens und des Darms durchgeführt worden ? War Ihre Bekannte im (außereuropäischen) Ausland ?
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Sehr geehrte Herren, vor 2,5 Jahren wurde bei mir HIV diagnostiziert. Vor 12 Monaten ist auch eine Colitis Ulcerosa dazu gekommen. Zunächst hat Mesalazin ausgereicht, zwischenzeitlich war jedoch auch Kortsion nötig, welches aber inzwischen abgesetzt wurde.
Seit Mai 2009 habe ich auch eine HIV-Therapie: Norvir, Prezista und Truvada.
Meine Frage: gibt es Erfahrungen bzgl. HIV und CU? Krankheitsverläufe? Studien oder dergleichen?
Falls irgendwann einmal Mesalazin oder Kortison nicht mehr ausreichen würde, wäre Azatioprin oder Infliximab für mich überhaupt eine Therapieoption?
Danke für eine Antwort.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr B. !
Ich würde zunächst zu einer Überprüfung der Diagnose CU raten. Eine CMV-Kolitis sollte hier ganz sicher ausgeschlossen sein !
Eine Therapie mit Azathioprin ist - falls erforderlich - prinzipiell möglich und kann bei gutem Immunstatus und sorgfältiger Nutzen-Risikoabwägung und engmaschiger ärztlicher Mitbetreuung durchaus durchgeführt werden. Hierbei sollte insbesondere auch auf das Auftreten von opportunistischen Infektionen geachtet werden.
Eine Therapie mit Infliximab kommt für Sie nicht in Frage.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Hallo, habe seit ca. 2 Jahren ein grosses Problem, wo mir kein Arzt (Hausarzt, Proktologe) mehr weiter helfen kann.
Die Symptome: Habe den ganzen Tag das Gefühl als müsste ich auf die Toilette. Die letzten Tage war es so schlimm das ich Krankgeschrieben wurde da es mir nicht möglich war aus dem 'Haus zu gehen. Wenn ich wo hin fahren sollte bekomme ich sofort panik und muss sofort zur toilette. Dies geht jetz seit fast 2 Jahren so und ich war beim Hausarzt, habe Darmspiegelung machen lassen und beim Proktologen war ich auch. Es findet niemand was. Allergietest auf Lebensmittel habe ich: Negativ!! Ich kann mit meiner Familie nichts mehr unternehmen. Sozusagen bestimmt mein Darm mein ganzes Leben. Bitte können Sie mir weiterhelfen weil ich nicht mehr weiterweiss. Dies geht an die Nerven. Ich danke Ihnen im voraus Mit freundlichen Grüssen P.
Antwort unseres Experten:
Wenn Sie nur das Gefühl haben, zur Toilette zu müssen, sollte neben einer Spiegelung des Darms auch eine weitere Enddarmdiagnostik erfolgen. Hier ist ein MRT des Beckens, eine Defäkographie (möglichst als Durchleuchtungsuntersuchung im Stehen) sowie eine anale Mannometrie zu nennen. Möglicherweise sind Ihre Beschwerden auf eine veränderte Anatomie des Beckens und der Beckenorgane zurückzuführen. Hier könnte - je nach Befund - ein Biofeedback-Training oder ein operativer Eingriff helfen, Ihre Lebensqualität wieder herzustellen.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
guten tag
mein mann wurde vor 3 jahren 50cm dünndarm rausgenommen, nach op. nimmt er seitdem täglich tabletten u zwar budenolfalk 3 mal tägl. imurek 2 morgens 1 abend,
meine frage , wie lange kann er diese medikament überhaupt nehmen? nebenwirkungen sind ja bekannt.ist aber immer in ärzlicher behandlung
grüße w.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau W. !
Zur Therapie mit den von Ihnen genannten Präparaten gibt es keine zeitliche Beschränkung. Eine immunsuppressive Therapie mit Imurek sollte und kann ohne Weiteres z.B. für 3-4 Jahre durchgeführt werden. Dann könnte ein Auslassversuch diskutiert werden. Es gibt jedoch auch Langzeitdaten, die keinen negativen Effekt bei längerer Behandlung zeigen. Im Gegenteil, nach Absetzen des Medikamentes ist dann das Risiko einer erneuten Schubes wieder erhöht. Wichtig sind die kontinuierliche ärztliche Betreuung sowie die regelmäßigen laborchemischen und auch endoskopischen Kontrollen.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Sehr geehrte Doktoren,hoffe sehr das sie mir helfen können,bin seit 15 jahren an multiple sclerrose erkrankt,und habe seit einiger zeit große probleme mit dem darm.Das größte problem ist der durchfall da es so schnell kommt das ich es mit meiner Behinderrung nicht auf die Toilette schaffe.das ist ir so unangenehm mit 38
Wäre schön von ihnen zu hören
Mfg H.B.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau B. !
Natürlich sollten auch bei Ihnen "banale" Ursachen wie z.B. eine Infektion ausgeschlossen werden. Ob die Diarrhöen mit der Multiplen Sklerose oder einem zur Therapie derselben verwendeten Medikament zusammenhängen, wird Ihnen Ihr Neurologe beantworten können. Symptomatisch könnte man Ihnen mit Loperamid oder - falls erforderlich - Tinctura opii Tropfen helfen. Bei Persistenz der Beschwerden ist auch Ihnen eine Darmspiegelung mit Entnahme von Gewebeproben zu empfehlen. Abhängig von dem dann zu erhebenen Befund ist eine spezifischere Therapiegestaltung möglich.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Ich bin 23 Jahre alt und im August diesen Jahres wurde bei mir MC und Zöliakie festgestellt. Nachdem ich mit Prednisolon und weiteren Medikamenten behandelt werde, hat sich mein Gesundheitszustand deutlich verbessert, sodass ich fast beschwerdefrei war. In den letzten 2 Wochen passiert es aber wieder, dass es manchmal wieder zu Blutungen kommt, die mehr oder weniger stark sind.
Meine Frage: Ist das in den ersten Monaten noch normal und was muss ich in Bezug auf meine Ernährung noch beachten?
Mit freundlichen Grüßen
S. R.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau R. !
Prinzipiell dauert es länger, bis die Darmschleimhaut richtig abgeheilt ist, so dass in der Anfangsphase (auch über Wochen) immer noch Blutbeimengungen auftreten können. Trennen muss man dies natürlich von einer erneut zunehmenden Aktivität, also einem neuen Schub, der eine Intensivierung der Therapie oder Umstellung derselben erfordern würde.
Eine Crohn- oder Colitisdiät gibt es im eigentlichen Sinne nicht, wohl aber Nahrungsmittel, die insbesondere im Schub nicht gut vertragen werden (z.B. fette, scharfe Speisen; rohes Obst und Gemüse). Rauchen sollten Sie nicht !
Bezüglich der Zöliakie ist eine strikt glutenfreie Diät einzuhalten. Hierzu finden Sie mehr Information bei der Deutschen Zöliakie Gesellschaft (www.dzg-online.de)
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Hallo,
bei meiner 18 jährigen Tochter, wurde vor Drei monaten Colitis Ulcerosa festgestellt. Obwohl sie seit dem in einer Wuppertaler Klinik stationär behandelt wird, hat sich ihre Lage eher verschlechtert als verbessert.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie uns weiterhelfen können.
mfG
R.D.
Antwort unseres Experten:
Gerne würde ich Ihnen weiterhelfen. Hierzu bräuchte ich jedoch weitere Informationen, insbesondere über die bisherige Behandlung Ihrer Tochter sowie über den Ausbreitungsgrad und die Aktivität der Erkrankung.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Hallo und einen schönen Tag,
ich bin 37 Jahre und im Jahr 2001 wurde Morbus Crohn festgestellt.
Ich befinde mich seit dieser Zeit in sehr guter Behandlung.
In dieser Zeit hatte ich nur 2 starke Schübe gehabt.
Trotzdem habe ich folgende Frage:
Da diese Krankheit jederzeit und unverhofft auftreten kann, habe ich bei einem längeren Arbeitsausfall angst um meinen Arbeitsplatz.
Bekomme ich aufgrund meiner Krankheit einen Behindertenausweis, damit ich nicht so leicht kündbar bin??
Vilen Dank für Ihre Bemühungen
Mit freundlichen Gruß
T. S.
Antwort unseres Experten:
Ob Sie einen Schwerbehindertenausweis erhalten, muss das zuständige Versorgungsamt prüfen. In der Regel wird eine CED mit einem GdB um 30 - 40 % gewertet, bei geringer Aktivität auch weniger, bei ausgeprägtem Morbus Crohn beispielsweise auch mehr. Weitere Informationen von Betroffenen finden Sie auch auf der Homepage der DCCV.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Guten Tag,
seit ca. 18 Monaten leide ich an chronischem Durchfall.Leider ist es besonders unangenehm,wenn ich nachts dadurch wach werde.
Gewichtverlust in diesem Zeitraum ca. 5 kg.
Vor 10 Jahren hatte ich exakt die gleichen Probleme.Untersuchungen wie Koloskopie etc. blieben ohne Ergebnis.Damals habe ich Hilfe von einem Homöopaten bekommen.Ein Mittel,welches er mir verabreichte ( Lycopodeum ) beendete die Diarrö nach ca. 3 Wochen und ich blieb über 8 Jahre beschwerdefrei.Ausser dem Durchfall habe ich keinerlei Beschwerden.Sehr guter Appetit,keinerlei Schmerzen.Bin 48 Jahre alt und wiege 92 kg.
Welche Therapie empfehlen Sie?
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr F. !
Ich würde zunächst weitere diagnostische Schritte empfehlen, um eine möglichst zielgerichtete Therapie beginnen zu können. Neben der mikrobiologischen Diagnostik von Stuhlproben zählt hierzu sicher eine erneute Darmspiegelung mit ausführlicher Biopsieentnahme sowie eine Sonographie des Abdomens.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Guten Morgen,
mein Mann hat CU seit ca. 15 Jahren, hat bis vor 5 Jahren Salufalk genommen, was ihm aber nicht geholfen hat, mit Akupunktur ging es ihm besser, jedoch verbringt er morgens 1 Stunde auf der Toilette und teilweise schafft er seine Fahrt ins Büro nicht ohne Unterbrechung ( eine Autofahrt von ca 15 Minuten). Er hat das Problem nur morgens und es ist auch im Urlaub ein Problem, da wir Stunden brauchen um den Tag zu starten und immer wieder muss er zurück. Meine Frage, gibt es Alternativmethoden wie homöopathische Mittel oder eine spezielle Ernährung ? Ich koche sehr leicht, mediterran, wenig Kohlenhydrate, viel Gemüse.
Ich würde mich über eine Antwort freuen.
Beste Grüße I. F.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Frau F. !
Eine "therapeutische" Diät gibt es nicht, wohl aber schlecht verträgliche Nahrungsmittel, die Sie jedoch bereits wegzulassen scheinen. Sicher gibt es auch homöopathische Mittel. Deren Nutzen ist jedoch schlecht, mögliche Nebenwirkungen oder Interaktionen mit anderen Medikamenten häufig gar nicht charakterisiert !
Ich würde Ihrem Mann daher zunächst zu einer Darmspiegelung raten. Orientierend am Ausbreitungsmuster und der Intensität der Entzüdung sollte dann eine pharmakologische Therapie initiiert werden. Hierzu stehen eine Vielzahl von Präparaten mit unterschiedlicher Applikationsform zur Verfügung. Bei guter bis sehr guter Effektivität sind die potentiellen Nebenwirkungen dieser Präparate eher als gering einzustufen.
Es gilt in erster Linie die Lebensqualität Ihres Mannes und damit auch für sie als Familie wieder herzustellen !
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Ich habe folgendes Problem:
Ich habe fast ständig Druck, links unter den Rippen. Luft?
Überwiegend Nachts. Ich muß meine Faust fest unter die Rippen drücken, dann geht etwas Luft nach oben ab. Kommt jedoch sofort wieder. Das zieht sich so mindestens 3-4 Std. hin bis ich einschlafen kann. Manche Nacht kann ich gar nicht schlafen!!
Es wurden bei mir mehrere Tests z.B Laktose, u.s.w sowie eine Magen und Darmspiegelung durchgeführt. Mit dem Ergebnis, das ich einen sehr langen Darm habe. Nur Hilfe habe ich keine bekommen.
Gruß L.
Antwort unseres Experten:
Ihre Beschwerden sind gut vereinbar mit einem "langen Darm". Versuchen Sie es mit balaststoffreicher Kost und pflanzlichen Quellmitteln. Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (ca. 3 l / Tag). Vermeiden Sie blähende Speisen; hier könnten auch Fenchel- oder Kümmeltee Abhilfe verschaffen.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Nach einer Chemotherapie kann ich den ständigen Durchfall nicht mehr stoppen.
Habe schon alles probiert, Ernährung umgestellt,
Loperamid, Flohsamen ,Tee uws.
auch Milchsäurebakterien zur Aufbau der Darmflora,
was kann ich noch tun ?
Vielen Dank.
Herzlich Grüße T.
Antwort unseres Experten:
Das hängt zunächst einmal von der Art der Chemotherapie ab !
Allgemeine Empfehlungen:
1. Ernährung:
Patienten mit einer Diarrhoe nach Chemotherapie sollten eine leicht verdauliche, ballaststoffarme Kost zu sich nehmen, bei Fettstühlen muss die Fettzufuhr entsprechend angepasst werden (geringe Fettmenge, MCT-Fett, Einsatz von Enzymen). Leicht resorbierbare Kohlenhydrate und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr mit Elektrolyten sind die Basis der Ernährung. In der Ernährung empfiehlt sich außerdem, auf würzige Speisen, Alkohol und koffeinhaltige Nahrungsmittel zu verzichten.
Einige Patienten entwickeln eine (vorübergehende) Milchzucker- (Lactose)intoleranz so dass Milchprodukte nur eingeschränkt oder gar nicht vertragen werden.
2. Medikamentöse Therapie:
Prinzipiell können Mesalazinpräparate (3 - 4 g / Tag), Budenosid (9 mg / Tag), aber auch Antibiotika wie Fluorchinolone therapeutisch wirksam sein.
Eine weitere medikamentöse Möglichkeit stellt der Einsatz von Tinctura opii (2-5 Tropfen in der Einzeldosis, Wiederholung nach Symptomen) dar. Die Nebenwirkungen einer Opiattherapie sind zu beachten.
Bei Therapieresistenz kann ein Versucht mit Octreotid gemacht werden. Die Dosis variiert zwischen 50-100 µg 2 x täglich, in einzelnen Studien wurden bis zu 2500 µg 2 x täglich gegeben. Auch die Kombination von Octreotid 500 µg und Loperamid 4 mg ist möglich.
Für Patienten mit der dauerhaften Erfordernis von Octreotidgaben, insbesondere auch bei Patienten mit neuroendokrinen Tumoren, sind pegylierte Octreotidinjektionen (Octreotid LAR, Startdosis 20 mg) mit langfristiger Wirkung sinnvoll.
Diarrhoen, die durch ein Gallenverlustsyndrom mitbedingt sind, können mit Colestyramin (3x Btl. á 4 g) und Urosodesoxycholsäure (10-14 mg/kg Kg/Tag, Achtung: off label) behandelt werden.
Bei anhaltender Diarrhoe und schwerer Symptomatik des Patienten ist eine Analyse des Stuhles (Erythrozyten, Leukozyten, Nachweis von Salmonellen, E.coli, Cambylobacter und Clostridien difficile) erforderlich.
Bei Nachweis von Clostridium difficile (Toxin im Stuhl) orale Therapie mit Metronidazol (3 x 400 mg) oder Vancomycin (4 x 125 mg).
Begleitende Maßnahmen:
Anticholinergika (Scopolamin 4 x 10 mg per os)
Astringenzien (Tannalbin bis 12 x 0,5 g per os)
Absorbenzien (Carbontbl., z. B. 4 x 1 g per os)
Sucralfateinläufe werden bei chronischer Proktitis nach Abschluss der Radiatio empfohlen, wenn Blutungen auftreten.
3. Naturheilkundliche Möglichkeiten:
Heilbeersaft bzw. getrocknete Heidelbeeren aufgekocht
Weitere Möglichkeiten sind Smektite (Heilerde) oder ein geriebener Apfel (Pektine)
Besprechen Sie die Optionen bitte mit Ihrem Onkologen.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Liebe Experten,
mein Sohn leidet seit drei Wochen an einem schlimmen Durchfall. Es begann mit heftigen Bauchschmerzen, Blähungen und mit sofortigem Auftreten von hellen,entfärbten Stühlen. Er entleerte einmal tgl.seinen kompletten Darm, meist früh morgens. Waren bei drei Ärzten,Sono Abd.und in der Ambulanz der Kinderkl., Stuhlprobe(vom ca.zweiten Tag)war negativ...keine Hilfe durch die verschriebenen Medikamente(Perenterol,Milchsäurebakt.Tiurfan). Sein Zustand ist unverändert...drei Kilo Gewichtsabnahme, keine Übelkeit, schlapp, hungrig, trinkt viel, kein Fieber. Was kann das sein?...und wo sollen wir noch hin? Werden nicht Ernst genommen.
MfG C.R.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau R. !
Die Erkrankung Ihres Sohnes klingt am ehesten nach einer Magen-Darm-Infektion. Hier wären weitere Stuhlproben sinnvoll. Bei anhaltenden Beschwerden ist jedoch auch eine Darmspiegelung mit Biopsieentnahme zu empfehlen. Suchen Sie einen Kindergastroenterologen auf !
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Sehr geehrter Herr Otte, sehr geehrter Herr Büning,
vor ca. 1,5 Jahren wurde bei mir Morbus Crohn diagnostiziert. Wie bei vielen Patienten war der Krankheitsverlauf gezeichnet mit akuten Durchfällen, Magenschmerzen, Magenkrämpfen bis hin zu raschem Gewichtsverlust bis auf 43 kg. Nach einem längeren Aufenthalt im Krankenhaus wurde ich auf Medikamente eingestellt und auch mit Cortison behandelt, woraufhin sich schnell eine Besserung einstellte. Seit dieser Zeit habe ich kaum noch mit Bauchschmerzen, mit Durchfällen überhaupt nicht mehr, sondern nur noch mit Gelenkbeschwerden zu kämpfen. Von Zeit zu Zeit sind immer wieder andere Gelenke betroffen. Am Anfang waren es die Fussgelenke welche so stark angeschwollen waren, dass mich mein Lebensgefährte früh morgens immer aus dem Bett heben musste, da ich es selber nicht geschafft habe, kam ich dann einmal in Gang kam ich so über den Tag hinweg und das mit 27 Jahren. Seit fast 2 Monaten hat sich die Schwellung auf die Handgelenke gelegt, sie sind beidseitig so dick geworden, dass mir das Schreiben auf der Arbeit sehr schwer fällt....trage schon eine Schiene zur Unterstützung. Ich weiß manchmal nicht weiter. Meine Hausärztin verschreibt mir immer nur in dieser Situaton große Dosierungen von Cortison, welches ich nicht unbedingt nehmen möchte, nur wenn die Schmerzen wirklich unerträglich sind nehm ich es, denn dann setzt fast sofort eine Linderung ein.Ich möchte aber nicht jeden Tag Cortison nehmen , ich hatte nach meinem Krankenhausaufenthalt Cortison in großen Mengen bekommen und habe mich 43 kg auf 75 kg!! zugenommen, ich traute mich nicht mehr unter Menschen. Jetzt habe ich es wieder runter und wiege 53 kg. Soviel möchte ich nie wieder zunehmen, da lieber ertrage ich die Schmerzen. Auch Sport versuche ich zu treiben, schwimmen, laufen und radfahren, doch auch dies ist nicht immer möglich....haben Sie diesbezüglich einen Ratschlag welche Sportart vielleicht sinnvoll wäre. Wirkt Sport da eher kontraproduktiv? Früher habe ich geboxt, sogar professionell an Wettkämpfen teilgenommen, aber auch dies musste ich aufgeben. Nach Der Arbeit gönne ich mir auch meine Feierabendzigarette, ich weiß das dies sicherlich nicht gut ist, aber macht es die eine denn dann noch aus frage ich Sie? Mein Ringfinger der linken Hand hat eine merkwürdige Stellung eingenommen, ich bekomme ihn nicht mehr richtig durchgestreckt, doch meine Ärztin meinte dies geht vorüber ohne bleibende Schäden, doch genau vor diesen bleibenden Schäden habe ich Angst.
Ein großes Problem bei meinem Lebenspartner und mir auch der Kinderwunsch. Seit über einem Jahr nehme ich die Pille bereits nicht mehr und ich werde einfach nicht schwanger. Mein Partner hat sich bereits testen lassen, alles in Ordnung, also liegt es an mir. Beeinflussen meine Medikamente meine Fruchtbarkeit? Kann ich überhaupt mit dieser Krankheit Kinder bekommen? Hier meine Medikamente: Budenokalk 3mg, ferro sanol 50 mg, Pantoprazol HEXAL 20 mg und bei starken Schmerzen PredniHEXAL 20 mg. Gibt es Möglichkeiten der pflanzlichen Heilmittel. Möchte nicht soviele Tabletten tagtäglich in meinen Körper pumpen.
Ich habe Ihnen nun all meine Probleme geschildert und hoffe dass Sie mir mit einem guten Rat unterstützend helfen können.
Lg J.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau F. !
Bei Ihnen scheint die Erkrankung eine steroidabhängige Form angenommen zu haben. Sollten sich im Darm entzündliche Veränderungen oder gar Stenosen (Bauchschmerzen !) zeigen, ist die Indikation zur Durchführung einer immunsuppressiven Therapie, vorzugsweise mit einem Azathioprinpräparat, gegeben. Bei Nicht-Ansprechen oder unzureichendem Effekt, sollte eine Therapie mit einem anti-Tumor-Nekrosefaktor alpha Antikörper initiiert werden. Eine dauerhafte Therapie mit Steroiden - und dazu zählt auch die mehrfache Anwendung im Jahr - verbietet sich aufgrund der manigfaltigen und teils irreversiblen Nebenwirkungen (die Gewichtszunahme ist nur das, was Sie sehen können) !
Bei reiner Arthritis können Sulfasalazinpräparate und Physiotherapie; im Bedarfsfall auch Analgetika (Vorsicht ist bei NSAR geboten). Ggf. sind auch intraartikuläre Behandlungen zu erwägen. Bezüglich der Deformität Ihres Fingers empfehle ich eine Mitbetreuung durch einen Rheumatologen/-in.
Die Chancen auf eine Schwangerschaft sind bei stabiler Remission am größten !
Rein homöopathische Präparate werden in Ihrer Situation nicht ausreichend sein. Die Studienlage zu dieser Präparategruppe ist ohnehin unzureichend.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Ist Ihnen bekannt ob Candida-Sprosspilzinfektionen im Krankheitsgeschehen der Colitis ulcerosa oder M.Crohn eine Bedeutung haben?
Antwort unseres Experten:
Es gibt Hinweise auf eine vermehrte Besiedelung des Darms mit Candida albicans bei Patienten mit Morbus Crohn. Für eine wirkliche pathogenetische, d.h. krankheitsauslösende Bedeutung gibt es jedoch keine Beweise, so dass eine anti-mykotische Therapie derzeit nicht gerechtfertigt scheint.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Muss man sich immer mit diesem Virus anstecken oder kann man es umgehen? Wie kann ich mich und mein Kind am besten schützen. Ich hab regelrecht eine Phobie vor dieser Krankheit.
Bitte helfen Sie mir.
Gruß C.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau K. !
Sie sollte auf eine ausreichende Händehygiene achten und den Kontakt zu sicher infizierten Personen meiden. Sollten Sie sich dennoch anstecken, ist die Erkrankung in der Regel heftig aber kurz - ein Grund für eine "Panik" besteht also nicht. Auch die Anwendung von Desinfektionsmitteln im Haushalt kann nicht empfohlen werden. Weiterhin gibt es keineswegs eine generelle Empfehlung Menschenansammlungen zu meiden.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Kann man das heute operieren ohne künstlichen
Darmausgang?
Antwort unseres Experten:
Klare Antwort: JA ! Die Entfernung Divertikel-tragender Darmabschnitte ist heute sogar als "Schlüsselloch-OP" möglich.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Seit Anfang letzten Jahres habe ich immer wieder Phasen, in denen ich mehrmals täglich an Durchfall leide. In schlechten Phasen, nach (bei) fast jeder Mahlzeit. Häufig habe ich dann auch das Gefühl, dass es in meinem Bauch unheimlich 'kneift' und zieht. Immer wenn ich mir dann vornehme das mal untersuchen zu lassen, vergehen einige Wochen und dann habe ich grade wieder Ruhe und denke: alles ist vorbei, war nur Stress.
Naja und nachdem ich nun 7 Kilo abgenommen habe, hat sich mein Gewicht eingependelt, ein Grund mehr für mich, nicht zum Arzt zu gehen.
Eigentlich kann ich mittlerweile die Durchfälle vermeiden, weil ich ungefähr weiß, bei welchen Nahrungsmitteln ich Durchfall bekomme.
Seit Mai schleppe ich nun eine Entzündung/Flechte an beiden Augen, die mal besser wird, aber nie weg geht. Vom Arzt habe ich eine Salbe gegen bakterielle Entzündungen bekommen. Nun hat mich allerdings eine Bekannte auf meinen Durchfall und diese Augensache angesprochen und meinte sie hätte mal gehört, dass es Darm-Krankheiten gibt, bei denen auch Entzündung an für einen Laien unerklärlichen Stellen geben kann.
Nun bin ich verunsichert, ob ich mich doch einmal untersuchen lassen sollte, allerdings habe ich einfach Angst vor einer Darmspiegelung und auch davor nicht den richtigen Gastroenterologen zu finden.
Ich wäre froh über eine baldige Antwort
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau S. !
Es gibt in der Tat Darmerkrankungen, die mit entzündlichen Veränderungen an anderen Körperteilen (zum Teil nur dort) einhergehen. Ihr Beschwerdebild klingt eher nach einem Reizdarm, aber eine Darmspiegelung wäre sicher sinnvoll. Diese Untersuchung wird heute sehr schonend durchgeführt. Suchen Sie sich einen Arzt, der Ihnen die Untersuchung in Ruhe erklärt und Ihre Fragen beantwortet. Während der Untersuchung selbst schlafen Sie in der Regel !
Ausgehend von dem zu erhebenden Befund müsste man dann sinnvolle therapeutische Alternativen mit Ihnen klären.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Tag die Herren,
habe seit 1993 M.Chron. Bin schon mehrmals operiert worden (Abszesse im Bauchraum/zwei Teilentfernung Dünn/Dickdarm). Leider ohne Erfolg von Besserung.
Die Schulmedizin wie auch alternative Heilmethoden haben leider nicht den gewünschten Effekt gehabt, den Chron zum Stillstand zu bringen. Ich habe wirklich schon sehr viel ausprobiert. Nichts hat auf dauer geholfen.
Gibt es neue Behandlungsmethoden?
Neue Medikamente?
Was raten Sie mir?
Mit freundlichen Grüssen aus Stuttgart
H. S.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr S. !
Es gibt viele neue und durchaus erfolgversprechende Therapieansätze, die oftmals jedoch zunächst nur in Form von Studien zugänglich sind. Da Sie aus Stuttgart sind, kontaktieren Sie diesbezüglich doch einmal die Kollegen am Robert-Bosch-Krankenhaus (Medizinische Klinik).
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Meine Frau hat eine Entzündung an der Zahnwurzel und nimmt, vom Arzt verordnet, seit dem 12.10.09 ein Antibiotikum. Am 15.10.09 soll sie wegen ihrer Colitis Ulcerosa eine weitere Infusion mit Infliximab bekommen.
Frage: Kann diese Medikamentenkombination zu Problemen führen?
Antwort unseres Experten:
Prinzipiell nicht. Sprechen Sie jedoch vor der Infusion mit Ihrem Zahnarzt. Sollte die Wurzelentzündung sehr ausgeprägt sein, empfiehlt es sich, diesen Entzündungsherd zunächst zu sanieren und die Infliximabinfusion um einige Tage zu verschieben.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Meine Lebensgefährtin leidet unter MC,
Wie verhallte ich mich ihr gegenüber wenn sie wieder so einen Schub bekommt um Stress zu vermeiden,möchte nur helfen und es ist wohl falsch, oder?????
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr K. !
Helfen zu wollen ist nie falsch ! Nur, wie dies im einzelnen aussieht, ist individuell sehr unterschiedlich. Ihre Lebensgefährtin wird Ihnen mitteilen, was Sie möchte - und das kann einfach nur Ruhe sein ... .
Verhalten Sie sich ihr gegenüber möglichst natürlich und geben ihr nicht das Gefühl krank oder anders zu sein !
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
guten tag ... ich habe seit einer ischämischen colitis im mai diesen jahres probleme mit meinem stuhlgang ... mitunter dauert es sechs tage bis der ansonsten perfekte stuhlgang sich wieder mal sehen lässt ... auffällig ist manchmal ein schleimiger überzug auf dem stuhl ... mein hausarzt findet auch nach MRT (evtl. divertikel die aber bei einer vorangegangenen spiegelung nicht zu sehen waren) keine ursache ... ein gastroenterologe meinte nur ich solle abnehmen (180 cm 90 kg viel sport) milchzucker zu mir nehmen und dann wird das mit der zeit wieder ... ansonsten keine schmerzen nur ein leichtes drücken und völlegefühl nach einigen tagen ... da ich rettungsassistent bin meine ich aber dass da irgendwas nicht in ordnung ist ... ich weiss eben nur nicht was ... vor allem die dauer macht mich etwas nervös ... gerade weil weder eine verbesserung noch verschlechterung auftritt ... einzige beschwerden sind gelegentliche schmerzen in der LWS ... ich habe gelesen dass die region L1 in sachen dickdarm und colitis eine rolle spielt ... vielleicht könen sie mir eine vermutung mit auf den weg geben die mir bei der ursachensuche behilflich ist ... vielen dank ... a.s. ...
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Herr S. !
Sollten sich bei einer Darmspiegelung keine entzündichen Veränderungen oder Stenosen detektieren lassen, wären stuhlregulierende Maßnahmen anzuraten. Hier sind primär Balaststoffe und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu nennen, ggf. ergänzt durch Quellpräparate.
Bezüglich Ihrer Rückenschmerzen empfehle ich eine weitergehende bildgebende Diagnostik sowie ggf. eine neurologische Mitbehandlung.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Hallo!
Bei mir wurde Morbus Chron am Übergang vom Dünn zum Dickdarm festgestellt als ich sechs Jahre alt war. Seitdem verlief die Krankheit relativ ruhig und ich hatte bis auf drei Darmspiegelungen nie Krankenhausbedarf.
Jetzt bin ich 22 Jahre alt und vor einem Jahr hatte ich nach vier medikamentfreien Jahren meinen ersten bewussten Schub. Seitdem nehme ich nun wieder Azulfidine und nach einem Monat hatte sich auch alles wieder beruhigt. Das war vor zirka einem Jahr.
Seit einer Woche geht es mir wieder schlecht, ich habe Bauchweh und Durchfall und verstehe nicht wodurch die Schübe ausgelöst werden. Ich finde es schlimm, dass ich selbst so wenig Einfluss auf den Krankheitsverlauf habe. Kann ich irgendwas an meinem Lebensstil ändern um den Schub schnell zu überwinden?
Vielen Dank für ihre Antwort!
Liebe Grüße
S.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau H. !
Bedauerlicherweise ist der Krankheitsverlauf beim Morbus Crohn nicht vorhersehbar und deshalb für Sie auch nicht wirklich zu beeinflussen. Sollten Sie rauchen, wäre dies das erste, was Sie ändern könnten und müssten. Meiden Sie Speisen, die Sie nicht vertragen. Psychotherapeutische Unterstützung zur Krankheits- und Stressbewältigung können sich ebenfalls positiv auswirken.
Im Übrigen rate ich zur Anpassung Ihrer Medikation (z.B. Umstellung auf Budenosid), ggf. auch Intensivierung der Therapie. Auch eine remissionserhaltende Therapie sollte diskutiert werden.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Ich stelle schon wochenlang fest, daß sich um
mein Stuhl Schleim wickelt. Da beim Stuhlgang
der Anfang als Hasenkot kommt, ist er immer
mit Schleim verbunden.Der Rest ist normal.
Seit einigen Tagen ist aber der Schleim rings
um den Stuhl blutig. Der Schleim sieht ziemlich
dunkel aus, aber wenn ich ein Spachtel nehme
und den Schleim kontrolliere, ist es richtig blutig.
Habe im Sept. bereits eine Darmspiegelung mit Abtragen von 3 Polypen hinter mir.
Ich stelle mir nun das schlimmste vor.
Was kann man tun.?
Antwort unseres Experten:
Blutbeimengungen im Stuhl bedürfen immer einer Abklärung, auch wenn gerade eine Darmspiegelung erfolgt ist. Durch die vorangegangene Darmspiegelung sollten jedoch wesentliche Veränderungen ausgeschlossen sein. Schleimbeimengungen beim Stuhl sind bis zu einem gewissen Grad durchaus normal. Frisches Blut, insbesondere auch hellrote Blutbeimengungen, deuten auf Hämorrhoiden hin, welche insbesondere auch bei sehr harter Stuhlkonsistenz gereizt werden und dann bluten können.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Hallo,
es geht hier um meine Mutter 53 Jahre, Raucherin (ca. 1-1,5 Schachteln am Tag) Kaffeetrinkerin ca. 1l und alternativ seit 10-15 Jahren täglich nur Cola Light.
Sie leidet seit nunmehr fast zwei Jahren unter krampfhaftem Durchfall. Ein Jahr lang hat Sie dem ganzen keine Beachtung geschenkt weil einen sehr weichen Stuhlgang hat Sie schon immer. Durchfall auch damals schon sehr oft, aber nie mit diesen Krämpfen.
Mittlerweile hat sie auch sehr viel abgenommen ich würde bald behaupten 10-15 kg im letzten Jahr. Sie sieht richtig krank aus. Weil sie es kaum noch aushält mit diesen Schmerzen zu leben war sie schon bei diversen Ärzten. Eine Magen- und Darmspiegelung ergab nur eine leichte Schleimhautentzündung im Magen. Was aber keinen Zusammenhang mit den Krämpfen im unteren Bauch hat.
Morbus Crohn wurde ausgeschlossen.
Sie hat vor ca. 15 Jahren die Galle rausbekommen und hat nach eigener Aussage seitdem Probleme fett zu essen. Bei einer Vorsorgeuntersuchung waren bis auf erhöhte Leberwerte keine bedenklichen Werte gefunden worden.
Ich mache mir wirklich mittlerweile große Sorgen, weil ich mich langsam frage was es sein kann. Die Ärzte finden einfach nichts und meine Mama verzweifelt bald.
Eine Frage die ich mir stelle ist... Kann das vielleicht it dem Kaffee und Zigaretten konsum zusammenhängen? Oder das Jahrelange trinken dieser mit Süßstoff vollgepumpten Cola? Ansonsten ernährt sich meine Mama leider auch nicht sehr Vitaminreich. Obst ist sie max. 3 mal im Jahr und Gemüse schon häufiger allerdings gerne aus der Dose. Fleisch wird bei uns recht viel gegessen.
Ich hoffe das Sie mir helfen können. Wenn Sie noch Informationen brauchen gebe ich Ihnen die selbstverständlich gerne.
Vielen Dank! Gruß S.
Antwort unseres Experten:
Der Lebensstil Ihrer Mutter ist wirklich nicht gesundheitsfördernd. Empfehle, das Rauchen sofort zu beenden, den Kaffee- und Colakonsum drastisch zu veringern und statt dessen eine obst- und gemüsereiche Diät zu beginnen. Bezüglich der Schmerzen und der Gewichtsabnahme sind dringend weitere diagnostische Maßnahmen (CT. MRT, Endosonographie) anzuraten ! Hier scheint mit eine stationäre Abklärung indiziert !
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
hallo.meine fast dreijährige Tochter hält ständig das große Geschäft zurück somit kommt es das ich ihr alle 4-5 Tage einen Einlauf geben muß.Da ich aber Bedenken habe das dies auf die Dauer keine Lösung sein kann und ich mir keinen Rat mehr weiß frage ich Sie vieleicht haben Sie ja einen hilfreichen Ratschlag für uns?????? Ernährung wurde schon umgestellt und der Kinderarzt hat mir eigentlich auch nicht so richtig weiter geholfen. mit freundlichen Grüßen Frau T.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau T. !
Hier könnte eine kinderpsychiologische Mitbetreuung hilfreich sein. Prinzipiell kommen diese Verhaltensweisen bei Kinder in dem Alter Ihrer Tochter vor, nur scheint es bei Ihnen recht ausgeprägt zu sein.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Hallo, habe seit ca. 4 Jahren fast täglich Bauchschmerzen. Das geht los, wenn ich morgens aufsteh, mit Krämpfen, als wäre ein Messer im li. Unterbauch, kann dann auch kaum ausatmen. Das ganze geht nach dem Stuhlgang meist wieder weg. Hatte dieses Jahr eine Coloskopie, bei der alles ok war. Diverse Lebensmitteltests auch alle negativ. Jetzt heisst es bei meinem Hausarzt, dass ich Reizdarmsyndrom habe, kann mich aber nicht damit abfinden. Er verschrieb mir Mebeverin, das aber wenig nützt. Haben sie noch eine Idee? Die Schmerzen müssen ja irgendwo herkommen? MfG M.
Antwort unseres Experten:
Der Gedanke an ein Reizdarmsyndrom ist nicht falsch. Dies ist bei uns die häufigste Darmerkrankung überhaupt. Falls nicht bereits geschehen, könnte ergänzend eine bildgebende Diagnostik erfolgen (z.B. mittels CT), um Veränderungen außerhalb des Darms zu diagnostizieren. Sollte sich letztendlich die Diagnose eines Reizdarms bestätigen, sind Ihre Beschwerden dadurch sehr gut erklärbar. Die Behandlung ist mitunter schwierig, jedoch gibt es auch hier eine Vielzahl an therapeutischen Möglichkeiten !
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
hallo!
bei mir wurde 1994 morbus crohn festgestellt.bei der letzten darmspiegelung steht auf dem ärztebericht colitis ulcerosa. meine frage kann man beides haben oder nur das eine oder das andere?
vielen dank und freundliche grüsse
Antwort unseres Experten:
Sie können nicht eine Colitis ulcerosa UND einen Morbus Crohn haben. Es gibt aber Formen, die sich nur schwer der einen oder anderen Erkrankung zuordnen lassen. Hier kommt es durchaus vor, dass eine richtige Diagnostik schwierig ist oder im Verlauf korrigiert werden muss.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Ich leide seit Jahren unter Durchfällen- mein Tagesablauf richtet sich oft nach diesen Beschwerden da ca 20-30 Min nach dem Essen der schnelle gang zur Toilette folgen muß. Nun kommen seit ca 1/2 Jahr z. T. starke Darmkrämpfe hinzu die manchmal unerträglich sind - verbunden mit starken Blähungen und Aufstossen ( sehr peinlich ) Nun hatte ich letzte Woche einen grippalen Infekt, den ich mit 2xtägl. je 1 Aspirin Tablette bekämpft habe ( 2 Tage lang ) - oh Wunder- ich bin seit 1 Woche beschwerdefrei und kann es kaum glauben. Sind vielleicht diese Tabletten die Hilfe gewesen ? was könnte ich bei einem erneuten Anfall zur Linderung einnehmen ?
Vielen dank für Ihre Antwort
D.J.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau J. !
Bei erneuten Beschwerden rate ich zu einer diagnostischen Abklärung auch mittels Darmspiegelung. Aspirin ist sicher NICHT das Mittel der Wahl zu Behandlung von Darmerkrankungen.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Ich habe eine PSC und eine Colitis ulcerosa. Nun wird überlegt, ob eine Pouch-OP für mich der Weg sei (Polypenfeld im Cöikum).
Ist nach einer Pouch-OP noch eine Lebertransplantation möglich?
Antwort unseres Experten:
Ja ! Die Transplantation wäre möglich und ist sicher durchführbar. Die Langzeitverläufe bei Patienten mit einer Pouchanlage und einer LTX weisen keinen negativen Einfluss der Pouchanlage auf.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
war am Mittwoch beim Arzt, starke Bauchschmerzen - bekam Ciprobeta 500 und Lactulose verordnet - es kommt nur Luft und wenn überhaupt, dann nur kleine Kügelchen.
Am Montag habe ich wieder einen Termin wegen der schlechten Blutwerte.
Da das Wochenende bevorsteht meine Frage:
Kann ich noch warten bis Montag? Wie gefährlich ist es, wenn sich alles in mir aufstaut?
Kann ich, soll ich noch etwas essen oder nur noch Flüssigkeiten zu mir nehmen.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau P !
Sollte kein Stuhl oder keine Luft mehr abgehen und die Bauchschmerzen anhalten oder gar schlimmer werden, sollten Sie sofort das nächstgelegene Krankenhaus aufsuchen, um einen (drohenden) Darmverschluss zu erkennen und zu behandeln. Ich rate zunächst nur zur schluckweisen Aufnahme von Flüssigkeiten. Leider weiß ich nicht, welche Blutwerte verändert waren, aber Ihr Zustand erfordert eine engmaschige medizinische Betreuung. Zögern Sie also nicht, auch am Wochenende einen Notdienst zu bemühen oder in die Notaufnahme eines Krankenhauses zu fahren !
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Sehr geehrte Damen und Herren,
seit einigen Jahren leide ich immer wieder von Zeit zu Zeit unter starken Bauchschmerzen, mit und ohne Durchfällen (ohne blutigen Stuhl), aber auch oft mit sehr schmerzhaftem Stuhlgang. Vor einiger Zeit wurde bei mir Psoriasis Arthritis festgestellt. Nun meine Frage: kann es da einen Zusammenhang mit der Autoimmunerkrankung Psoriasis Arthritis und den Durchfällen geben? Es wurde oft von Reizdarm gesprochen, aber eine Darmspiegelung wurde noch nicht gemacht. Es fing mit Bauchschmerzen linke Seite unterhalb an und indessen erstrecken sich die Schmerzen über den ganzen Bauch, aber linke Seite ist am allermeisten betroffen. Oftmals ist auch der Analbereich durch die vielen Durchfälle total entzündet und da habe ich schon einmal leichtes Bluten wahrgenommen. Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
G. M.
Antwort unseres Experten:
Es gibt in der Tat einen Zusammenhang zwischen der Psoriasis und anderen Autoimmunerkrankungen. Hierzu gehört nicht nur die Arthritis, sondern auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie insbesondere der Morbus Crohn, der bei Patienten mit einer Psoriasis ca. 7-mal häufiger auftritt als bei Gesunden. Ich rate deshalb zu einer Darmspiegelung mit Darstellung des terminalen Ileums sowie zu einer Untersuchung des Dünndarms (entweder ebenfalls als Spiegelung oder mittels eines MRTs). Ferner sollten Engstellen und Fisteln insbesondere auch im Analbereich ausgeschlossen werden.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Ich habe seit 2003 Morbus Crohn und ließ im April 2004 aufgrund Blasenschmerzen eine Laparatomie wegen Myomen die vermutlich auf die Blase drückten vornehmen. Während der Operation stellte sich eine gedeckt perforierte Ileitis mit Abszeßbildung heraus. Die Darmschlingen drückten auf die Blase.
ES folgte zusätzlich die Entfernung von 15 cm Dünndarm, Bauhinsche Klappe und ein Stück Dickdarm.
ICh hatte vor der OP aber außer dem Druck auf die Blase ganz normalen Stuhlgang und nahm keine Medikamente.
Nun habe ich seit 1 Woche manchmal wieder dieses Ziehen beim Wasserlassen. Es kann doch nicht sein das schon wieder eine Darmschlinge auf die Blase drückt? Ich kann doch nicht schon wieder ein Stück Darm entfernen lassen und nächstes Jahr wieder und wieder??
Welche Möglichkeiten gibt es noch und welche Krankenhäuser können Sie mir empfehlen,
PLZ 55xxx? Zu dem hiesigen habe ich nicht viel Vertrauen da man dort sehr schnell mit dem Darm entfernen ist. Ich habe wirklich große Angst und hoffe Sie können mir helfen.
A.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau G. !
Die häufigste Ursache für ein Ziehen beim Wasserlassen ist eine Blasenentzündung, die einfach und schnell zu behandeln ist !
Aufgrund des chronischen Verlaufs des Morbus Crohn können jedoch ehemalige Probleme leider wieder auftreten, d.h. eine erneute entzündliche Verbackung von Darmschlingen mit der Blase sollte bei Ihnen ausgeschlossen werden. Wird denn der Morbus Crohn bei Ihnen derzeit behandelt ? Eine konsequente und an die Aktivität der Erkrankung angepasste medikamentöse Therapie ist Grundvoraussetzung, um zukünftige operative Eingriffe möglichst zu vermeiden. Sie sollten Ihren Krankheitsverlauf und die bisherige Behandlung mit einem auf chronisch-entzündliche Darmerkrankungen spezialisierten Arzt besprechen. In den großen Kliniken der Universitätsstädte finden Sie in der Regel solche Sprechstunden, Adressen gibt es auch bei der DCCV.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Hallo,
vor kurzem wurde bei mir CU diagnostiziert. Nach einem relativ schweren Schub bin ich jetzt mit Medikamenten (Claversal Micropellets) so gut wie beschwerdefrei.
Nun fliege ich im Nov. in den Urlaub nach Fuerteventura... Ich kenne die Insel bereits und denke, dass ich dort keine gesundheitlichen Probleme zu erwarten habe. Ein kleines bißchen "Rest-Angst" bleibt jedoch. Gibt es irgendwelche grundlegenden Dinge, die ich im Ausland beachten muss bzw. auf die ich mich vorbereiten / mitnehmen sollte?
Viele Grüße, J.S.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau S. !
Es freut mich, dass es Ihnen wieder gut geht. Der Urlaub in "vertrauter" Umgebung wird Ihnen gut tun; es gibt keinerlei Einwände, diese Reise anzutreten. Sie sollten während der Reise allgemeine Vorsicht walten lassen, d.h. kein Wasser aus der Leitung trinken, keine ungewaschenen oder rohen Speisen zu sich nehmen. Auch eine regelmäßige Händehygiene ist ratsam. Mit Ihrem Arzt könnten Sie die Mitnahme einer Notfallmedikation (z.B. in Form eines Steroidpräparates) für den Fall eines neuen Schube diskutieren.
Gute Erholung wünscht,
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Hallo und Danke vorab für die Hilfe,
habe seit May2009 Durchfall (3-5täglich) und starkes Grummeln im Darm, dann 4 Monate Ruhe, seit ende September hat es wieder angefangen mit Übelkeit dazu.Nachts geht es, aber kaum erwacht muss ich zur Toilette.
Stuhlroben ok. Blutbild im May auch
Was könnte das denn nur sein?
vielen tausen Dank für die Info,
Gruß
A.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau H. !
Ich rate Ihnen zur Durchführung einer Darmspiegelung nebst feingeweblicher Untersuchung von Darmgewebe. Hierbei sollten die Proben auf das Vorliegen von akut- und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie auch einer mikroskopischen und kollagenen Colitis untersucht werden. Auch rate ich zur Wiederholung der Stuhlproben (Waren Sie im Frühjahr und im Sommer im Ausland ?) Stehen Sie derzeit unter besonderem Stress ? Dann liegt möglicherweise ein Reizdarmsyndrom vor. Sollten Sie einen Zusammenhang zur Aufnahme bestimmter Nahrungsmittel sehen, liegt hier möglicherweise eine Unverträglichkeit vor.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Guten Tag,
ich möchte mich mit einer komplexen Frage an Sie wenden. Zum Sachverhalt: Seit ca. 11 Jahren bin ich an der neurologischen Krankheit Morbus Parkinson erkrankt. Im Jahr 2008, also im Zeitfenster Sept. 2008, traten massive Oberbauchprobleme auf. Ees wurden mehrere unterschiedliche Diagnosen gestellt, am Ende hatte ich 4 verschiedene Meinungen von 5 Ärzten. Im April 2009 wurde ich dann von einem Chirurgen zur Darmspiegelung angemeldet, bei der neben Blutarmut auch Morbus Crohn diagnostiziert wurde. Im Mai d.J. musste ich nach einem Darmverschluss operiert werden, wobei die Hälfte des Darmes entfernt und ein künstlicher Darmausgang gesetzt wurde.
Durch den M.C. ist ein rasches Voranschreiten der Parkinsonschen Krankheit zu verzeichnen.
Ist es möglich, dass durch die Darm-OP die Medikamente nicht richtig zur Wirkung kommen?
Mit freundlichen Grüßen
H.S.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte (r) H. S !
Durch eine Operation, bei der Teile des Darms entfernt werden, geht auch immer Resorptionsfläche verloren, insbesondere, wenn Teile des Dünndarms entfernt werden. Als Folge davon kann der Darminhalt - wie z.B. Nährstoffe aber auch Medikamente - schlechter aufgenommen werden, so dass erforderliche Medikamentenwirkspiegel nicht erreicht werden. Sie sollten dies mit Ihrem Neurologen diskutieren. Eventuell muss nur eine Anpassung der Dosis erfolgen oder aber die gesamte Medikation umgestellt werden. Medikamente, die nicht ausreichend über den Darm aufgenommen werden können, müssten dann intravenös verabreicht werden.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Ein freundliches Hallo!
Seit ca. 3 Wochen habe ich nur morgens einen
wässerigen Stuhlgang. Ich fühle mich dabei gut,
könnte alles essen. Jetzt habe ich meine Apothekerin ins Vertrauen gezogen und sie empfahl mir 3x tägl. Perenterol forte 250 mg zu nehmen. Sie sprach von einer Darmsanierung.
Ich neigte eher zur Hartleibigkeit. Kann es sein das es eine Nervensache ist? Bin in letzter Zeit sehr unzufrieden mit mir selbst obwohl es kaum einen Grund gibt.
Mit freundlichen Gruß I.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte I. !
Jede Veränderung einer Stuhlgewohnheit sollte ernst genommen werden. Haben Sie jedoch nur einmal täglich dünneren Stuhl ohne Blutbeimengungen und nicht ungewollt an Gewicht abgenommen, ist dies möglicherweise ernährungsbedingt oder auch auf Ihren "Reizzustand" zurück zu führen. Mit dem Perenterol machen Sie sicher nichts falsch. Sollten die Veränderungen der Stuhlkonsistenz jedoch persistieren, rate ich zu einer Darmspiegelung, um andere, insbesondere den Darm verengende Ursachen auszuschließen. Ab dem 55. Lebensjahr ist eine Vorsorgekoloskopie ohnehin anzuraten, bei bekannten Damrkrankheiten in der eigenen Vorgeschichte oder im Verwandtenkreis auch früher.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. Jan-Michel Otte
Patientenfrage:
Guten Tag! Gibt es bei Kindern eine chance auf heilung ohne eine Operation und Ohne agressive Medikamente die organschäden verursachen? Danke im voraus!
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau S. !
Vielen Dank für Ihre Anfrage.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie die Colitis ulcerosa sind prinzipiell und im eigentlichen Sinne nicht heilbar, auch bei Kindern nicht. Mittels einer konsequenten Therapie kann die Kranheitsaktivität jedoch kontrolliert und zurückgedrängt werden, so dass ein normales, beschwerdefreies Leben möglich ist. Ob und wenn ja welche Medikamente erforderlich sind, muss jeweils individuell entschieden werden. Dabei ist das Risiko von Nebenwirkungen natürlich abzuwägen und sollte mit Ihnen diskutiert werden. Sicher ist jedoch, dass eine unbehandelte Colitis mit Organschäden, insbesondere am Darm einhergeht !
Patientenfrage:
Guten Tag,
ich leide seit 4 Jahren unter CU (Proktitis), und hatte jetzt einen 18-monatigen Schub mit Darmblutungen, den ich nun endlich halbwegs mit Pentasa Zäpfchen in den Griff bekommen habe. Diese soll ich laut Anweisungen meines Arztes noch 3-6 Monate weiternehmen. Können Sie mir sagen, ob ich nach dieser Zeit noch etwas einnehmen sollte um die Remission länger zu erhalten? Bei meiner letzten Darmspiegelung (09/09) war der pathologische Befund: mittelschwere Entzündung.
Was mich noch sehr verwundert hat, ist dass ich bisher immer dachte dass ich CU habe, das wurde mir auch bei vorangegangenen Spiegelungen bestätigt, im aktuellen path. Befund steht jedoch drin dass der Pathologe eher zu MC als zu CU tendiert. Wie kann denn das sein, ist die Diagnose so schwierig? Und was ändert sich dadurch für mich? Ganz lieben Dank im Voraus dass Sie sich Zeit nehmen meine Fragen zu Beantworten.
Herzliche Grüße
M.Z.
Antwort unseres Experten:
Ein Schub, der 18 Monate andauert und trotz konsequenter Therapie weiterhin das Bild einer mittelschweren Entzündung mit Darmbluten zeigt, bedarf sicher einer Anpassung des therapeutischen Regimes. Hier scheint die Behandlung mit Pentasa nicht ausreichend. Eine infektiöse Ursache sollte zunächst ausgeschlossen werden. Sie sollten dann mit Ihrem behandelnden Arzt den Einsatz eines Steroids (als remissionsinduzierende Therapie) oder eines immunsuppressiven Präparates wie z.B. Azathioprin diskutieren. Bei anhaltender Schubaktivität ist dann auch der Einsatz eines Tumor-Nekrosefaktor-alpha Antikörpers zu erwägen. Ob es sich bei Ihrer Erkrankung um eine Colitis oder einen Crohn handelt, ist für diese therapeutischen Schritte zunächst unerheblich. In der Tat kann die genaue Zuordnung schwierig sein, nicht immer zeigen die feingeweblichen Untersuchungen ein eindeutiges Bild. Hier könnten ergänzenden Untersuchungen (Entzündung auch im Dünndarm oder im Magen ?) oder weitere feingewebliche Untersuchungen im Verlauf Gewissheit bringen. Wichtig ist zunächst eine Anpassung der Therapie, die sicher auch länger als 3-6 Monate durchgeführt werden sollte.
Mit freundlichem Gruß.
Dr. J.-M. Otte
Expertenrat CED 



