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Expertenrat Psoriasis Expertenrat - Dermatologie
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Alle Fragen zum Thema Psoriasis Arthritis und spezielle Psoriasisformen:
Patientenfrage:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin Wissenschaftsjournalistin und verfasse für das Psoriasis-Netz einen Artikel über o.g. Thema. Meine Fragen wären diese:
Wie unterscheidet sich Psor.arthritis von Rheuma?
Welche Blutwerte deuten auf beide Erkrankungen hin, bzw. welche sollten Psoriasis-Patienten besonders beachten und im Auge behalten?
Danke im Voraus für Ihre Hilfe, beste Grüße, I. R.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau R.,
wir unterscheiden rheumatoide Arthritis: RA und Psoriasis Arthritis: PSA
neben klinischen Unterschieden gibt es auch diagnostisch- labortechnische Unterschiede:
Rheumafaktoren: meist pos.
HLA-B27 meist pos.
Cyclische Citrullin Peptid Antikörper: CCP pos.;
CRP kann bei beiden Krankheiten positiv sein.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Liebe Experten, seit meinem 12-ten Lebensjahr leide ich an Psoriasis. Aus Platzgründen führe ich hier nicht auf, was ich in den vergangenen 38 Jahren alles "verschmiert" habe.... (-: ´Meine Hauterscheinungen treten vornehmlich an den Innenhandflächen und Fußsohlen auf. Es bilden sich neben der Verhornung tiefe Risse, die einbluten. Vor etwa 5 Jahren trat zum ersten Mal ein Erysipel auf. Durch die Wunden an der Fußsohle traten Streptokoppen ein und verursachten die sich wiederholenden Erysipele. Da die "Pforten" dringend geschlossen werden mussten und keine SALBE half, begann ich mit einer oralen Kortisontherapie. Diese schlug sofort an und sämtliche äusseren Erscheinungen verschwanden. Bis Heute. Inzwischen muss ich Kortison auch aus anderen Gründen einnehmen und bin bei einer Tagesdosis von insg. 20mg (2 x 10 mg morgens /abends). Nun scheint es seit 2 Tagen so zu sein, dass die Hauterscheinungen wieder aufblühen. Woran kann das liegen ? Kortisondosis? Oder sinkt die Toleranzgrenze im Laufe der Jahre? Was kann hierfür verantwortlich sein, bzw. was würden Sie mir raten, dass ich es überprüfen lassen soll ?
Auf Grund einer Diagnose meines Rheumatologen handelt es sich um eine Psoriasisathritis; diese wurde letzes jahr mit 2 x 15mg MTX (Methotrexat) behandelt. Diese Therapie wurde im August 2011 abgesetzt, da ich auf Grund der Nebenwirkung an einer Lungenembolie erkrankte. Welche Alternative schlagen sie vor ?
Vielen Dank für Ihren Rat !
C. L.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr L.,
die Therapie der Psoriasis an Händen und Füßen führen wir normalerweise mit Neotigason (Acitretin) durch. Das ist eine dem Vitamin A- ähnliche Säure (Retinoide), die die Verhornungsstörung, wie sie bei der Psoriasis vorkommt, hemmt.
Eine systemische Therapie mit Kortison ist keine Therapieempfehlung. Leider habe ich keine Erklärung, weshalb Sie dieses jemals bekommen haben. Den Zusammenhang der Lungenembolie sehe ich eher beim Kortison als beim MTX, die Lungenveränderungen unter MTX sind andere.
Allerdings wirken die Retinoide nicht auf die Gelenke. Da stehen an erster Stelle die Antiphlogistika: Ibuprofen, Diclofenac etc. Dann versuchen wir eine Therapie mit MTX - allerdings nur 1x/Wo 15mg. Bei Versagen dieser Therapie bleiben nur die so genannten Biologika: Golimumab, Etanercept, Adalimumab, Infliximab.
Woher kam Ihre Lungenembolie, hatten Sie eine Thrombose, die niemand bemerkt hat? Ist das herausgefunden worden??
Sie sollten dringend einen mit der Psoriasis-erfahrenen Dermatologen aufsuchen, der in engem Kontakt mit einem Rheumatologen steht, damit Ihnen geholfen werden kann.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Habe seit Monaten merkwürdige Sachen,alle Behandlungen brachten nichts! Kann es sein das ich Psoriasis Arthritis habe obwohl Röntgen der HändeO.b war und Rheumafaktor negativ ist? Vielen Dank
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte D.,
bei der Psoriasis Arthritis ist der Rheumafaktor normalerweise negativ!
Dass im Röntgenbild noch keine Veränderungen zu sehen sind, ist sehr schön für Sie, aber das heisst nur, dass die Krankheit noch nicht fortgeschritten ist, dass die Entzündung möglicherweise nicht aktiv ist.
Also: weshalb denken Sie, dass Sie eine Psoriasis Arthritis haben könnten.
Das muss ja einen Grund haben.
Haben Sie geschwollene Gelenke an den Händen/Fingerendgelenke, den Füßen/Zehenendgelenke, an anderen großen Gelenken oder Rückenbeschwerden?
Besteht Morgensteifigkeit, wachen Sie nachts wegen Schmerzen auf, entlastet Sie Bewegung, etc.
Wir wissen, dass etwa 20-30% der Psoriatiker eine Gelenkbeteiligung haben oder entwickeln, davon haben etwa 20% zuerst eine Gelenkbeteiligung und die Hauterscheinungen entstehen erst später.
Bestehen Hautveränderungen, die für eine Psoriasis sprechen?
Ich kann Ihnen da leider nicht helfen, Sie müssten sich schon bei einem Hautarzt bzw. Rheumatologen vorstellen.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
bei mir wurde vorletztes Jahr Psoriasis Arthritis diagnostiziert. Ich bekam Metex 10mg, das ich mir wöchentlich spritzte. Dieses Medikament hatte bei mir zu starken Konzentrationsstörungen und neurologischen Ausfällen beigetragen. Rheumatologe riet das Mittel sofort abzusetzen.
Im Sommer war es auch ok mit den Schmerzen, darum sagte mein Rheumatologe bei meinem nächsten Besuch," ich glaube sie haben gar kein Rheuma, sie brauchen nicht mehr kommen". Na, ja nun habe ich seit November wieder mittel - starke Schmerzen in den Gelenken und auch die Psoriasis ist wieder mehr present.
Ich war aber deswegen nicht mehr beim Rheumatologen.
Die Frage ist welche Therapeutische Alternativen hab ich, da ich Metex auf keinen Fall mehr nehmen will.
Ich bin sehr verunsichert wg der Aussagen des Rheumatologen
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau K.,
sicherlich ist es wichtig zu wissen, auf welcher Grundlage und an welchen Gelenken die Pso-Arthritis diagnostiziert wurde: klinische Untersuchung, Röntgen, Ultraschall oder MRT?
Liegt eine Beteiligung der Beckengelenke oder gar der Wirbelsäule vor?
In Abhängigkeit von den Veränderungen und den Gelenken, die betroffen sind, kann eine so genannte Biologika-Therapie eingeleitet werden.
Biologika sind immun-verändernde Medikamente, die gegen die Psoriasis und Psoriasis-Arthritis entwickelt worden sind. Diese wirken sehr gut, müssen allerdings langfristig genommen werden.
Sprechen Sie mit Ihrem Rheumatologen oder begeben Sie sich in die Hände eines wissenden Dermatologen.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
ich habe seit ca.20 jahren psoriasis,nehme seit 3 1/2 jahren fumaderm,und beobachte seit kurzem eine gelenkveränderung an den fingern.ganz aktuell starke schmerzen in smtl. fingergelenken.termine bei dermatologen und rheumetologen sind gemacht aber noch etwas hin.macht es sinn,in eine klinik zur sofortigen therapie zu gehen? als gesundheitshandwerker habe ich angst um meine hände.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr D.,
sicherlich sollten Sie sich schnell in fachärztliche Behandlung begeben. Allerdings denke ich nicht, dass es auf 2-3 Monate ankommt. Denn selbst, wenn Sie eine Gelenkbeteiligung, also eine Psoriasis Arthritis, entwickelt haben, schreitet der Gelenkzerstörungsprozess (die Entzündung) nicht so schnell voran.
Behandelt werden sollten Sie sicherlich frühzeitig, damit es nicht zur Gelenkzerstörung kommt.
Warten Sie auf Ihre Termine, denn gute und genaue Diagnostik ist extrem wichtig.
herzliche Grüße
Patientenfrage:
Hallo
ich habe das problem das meine finger an der innenseite aufreissen trocken sind und sich schuppen. ich kann kaum etwas anfassen ohne das mir gleich die finger aufreissen. ich habe schon viele ärzte aus meiner nähe kontaktiert. leider ohne erfolg. gibt es vielleicht in meiner nähe einen experten der auf die art von schuppenfläschte - sofern es denn eine ist - spezialisiert ist ? würde mich sehr über einen tipp freuen. vielen dank
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter M.,
Sie sagen ganz richtig: wenn es denn eine ist?
Auch ich denke, Sie sollten eine/n Fachmann/Fachfrau aufsuchen.
Adressen von wissenden Ärzten finden Sie unter der Zukunft-beginnt-jetzt-Seite bei Infusionszentren. Das sind alles Ärzte, die sich mit klassischen, chronischen Hauterkrankungen auskennen. Auch unter www.psonet.de können Sie schauen. Da müssten Sie das Netz in Ihrer Nähe aussuchen und dann einen Arzt aussuchen.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Bei meinem Sohn (27 Jahre) wurde nun erst, nach 10 Jahren Hilfe-u.Ratsuche bei verschiedenen Hautärzten, eine Psoriasis Arthritis beim Rheumatologen festgestellt bzw. bestätigt.Wie kann es sein, das keiner der Hautärzte u. auch der Hausarzt bereits im Anfangstadion der extremen Hautveränderung
den Patienten NICHT zur rheumatologischen Untersuchung überweisen bzw.empfehlen??Der Rheumatologe fragte nämlich, warum mein Sohn nicht eher gekommen ist. Nun ist der Hautzustand extrem fortgeschritten und auch an den Gelenken sind bereits(leichte) Veränderungen festgestellt worden.Schmerzhaft ist es auch schon länger.
Nun soll er selbstständig wöchentlich Metex(wahrscheinlich ein sog. Biologics) spritzen.Das ganze unter wahrscheinlich erheblichen
Nebenwirkungen.Außerdem wurde sogar von einer Familienplanung unter dieser Therapie eher abgeraten, obwohl gerade das jetzt geplant war! Wir alle sind da ziemlich geschockt und würden gerne andere Meinungen dazu hören.MfG
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau J.,
sicherlich ist es unglücklich, dass keiner der behandelnden Hautärzte die Psoriasis-Arthritis erkannt hat. Allerdings ist es extrem schwierig im Anfangsstadium, wenn noch keine Veränderungen an den Gelenken bestehen, mit letzter Sicherheit zu sagen, das es eine Psoriasis-Arthritis ist.
Erst seit wenigen Jahren können wir mit hochauflösendem Ultraschall Frühdiagnosen stellen. Diesen Ultraschall führen nur sehr wenige Zentren durch.
Eine Behandlung der Psoriasis-Arthritis bei ausgedehntem Hautbefund besteht immer in der Gabe von Methotrexat subcutan 15mg/Woche und Folsäure 5mg am Folgetag.
Diese Behandlung ist laut Aussage unserer Frühdiagnostiker überhaupt kein Problem. Höhere Dosen könnten evt. problematisch werden.
Ich denke, die Metex Therapie ist sicherlich die harmloseste; danach folgen dann Biologika, dazu gehört Metex nicht.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Seit 4-5 Jahren entwickelt sich an drei meiner Finger eine Arthrose. Überlastung und das Alter (52 Jahre) laut Aussage der Ärzte. Ein Bluttest ergab: kein Rheuma. Jetzt meldet sich das rechte Zehengroßgelenk.
Jetzt ist mir eingefallen, dass ich jahrelang an genau diesen Fingern ein "Putzmittel-Ekzem" hatte, welches exakt zu verschiedenen Psoriasis-Abbildungen in Internet passt. Seit ich konsequent Mono-Natrium-Glutamat meide, sind die Hautprobleme auf den Urlaub (Restaurant-Essen) beschränkt. Im Moment wird bei mir links eine Achillodynie und eine ISG-Blockade durch Physio-Therapie behandelt.
Kann hier ein Zusammenhang bestehen?
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau S.,
wieso Sie denken, eine Psoriasis-Arthritis zu haben, erschliesst sich mir leider nicht.
Eine Arthrose ist keine entzündliche Gelenkerkrankung, sondern eine "Abnutzungserscheinung", Fehlstellung, Fehlbeanspruchung des Gelenkes.
Ein Ekzem ist keine Schuppenflechte und Putzmittelekzeme haben mit der Psoriasis nichts zu tun.
Auch die Allergie, von der Sie sprechen, kann ich nicht im Zusammenhang sehen.
Die ISG-Blockade kann bei entsprechender Klinik für eine Psoriasis- Arthritis sprechen.
Die Achillodynie scheint auch eher durch Fehlbelastung zu kommen und nicht mit einer Entzündung vereinbar zu sein.
Ich würde Ihnen raten eine Röntgen-Übersicht des Beckens/ISG machen zu lassen. Evtl. ein MRT des ISG.
Zudem sollten Sie die Achillessehne sonographisch abklären lassen.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
hallo,
habe seit 10 Jahren schuppenflechte. vor ein paar wochen hat man mit salzbädern und lichttherapie angefangen. wie ich gestern erfahren habe mit wenig erfolg, man möchte nach der therapie mit zellblockern arbeiten. was genau ist das und wie gefährlich kann das sein?
danke liebe grüße n.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte N.,
bei der Behandlung der Schuppenflechte an Händen und Füßen stellt sich die Frage:
Haben Sie eine pustulöse Form, d.h.sie sehen kleine gelbe Pusteln an den Handinnenflächen und den Fusssohlen oder
schuppende gerötete Veränderungen mit Einrissen, die ähnlich aussehen wie die Stellen am Körper, Armen und Beinen?
Was Sie mit Zellblockern meinen, kann ich nur ahnen, möglicherweise meinen Sie die TNF-alpha Blocker; allerdings dürfen Sie diese nach ausschließlicher Bade-UV-Therapie nicht bekommen, das verbieten die Leitlinien.
Entsprechend der Form der Schuppenflechte und Ihren Blutwerten, bzw. Nebenerkrankungen können Sie mit Neotigason, Fumaderm, CYA oder sogar mit MTX behandelt werden.
Nur , wenn diese Medikamente nicht funktionieren oder Ihnen nicht gegeben werden dürfen, dann können Sie die Biologika bekommen.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Sehr geehrte Frau Dr. Simon,
ich bin in der 26 SSW und bei Bluttests wurden erhöhte Entzündungswerte (CRP 15,6 mg/l) festgestellt, dieser Wert hält sich schon seit 2 Monaten recht konstant. Da ich Schuppenflechte (am Schienbein) habe stellt sich die Frage, ob sich daher dieser Wert nicht verändert. Mein Frauenarzt meint, dass die Schuppenflechte nicht der Auslöser ist. Vielleicht können Sie was dazu schreiben.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schuppenflechte und CRP ?
Vielen Dank vorab
C. P.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau P.,
es kann tatsächlich einen Zusammenhang zwischen CrP und Psoriasis-Aktivität geben. Allerdings ist dies meist bei schwerer Form der Psoriasis und nicht bei einem kleinen Herd am Schienbein. Da muss ich Ihrem Gynäkologen zustimmen.
Eine CrP Erhöhung kann auch bei Psoriasis-Arthritis bestehen. Haben Sie Gelenkbeteiligung; geschwollene Gelenke an Händen oder an den Füßen; Morgensteifigkeit für kurze Zeit, schmerzhafte Achillessehne, etc.??
Sollte das nciht der Fall sein, dann müssen der Gyn oder Ihr Hausarzt auf Suche gehen. Ich würde nochmals kontrollieren und einen ASL-Titer und ein DiffBB machen lassen.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Wo findet man eine Klinik bzw. einen Hautarzt der eine Gewebeprobe entnimmt? Ich war bis jetzt in einer Hautklinik, bei 3 Hautärzten und in einer Dermatologischen Reha-Einrichtung. Niemand will mit Gewissheit sagen, dass es Schuppenflechte ist und keiner will eine Probe entnehmen. Was kann ich noch machen und endlich zu wissen was es ist?
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte A.,
das Bild der Psoriasis palmo-plantaris (PPPL) ist klinisch meist eindeutig. Es besteht im Gegensatz zu anderen Erkrankungen wenig oder gar kein Juckreiz. Pusteln sind gut zu erkennen, manchmal sind auch aufgeplatzte Pusteln mit Schuppenkranz zu sehen.
Bei der Psoriasis vulgaris besteht die Haut aus Schuppung mit Rötung bes. am Fußgewölbe, Bläschen oder Pusteln bestehen hier nicht.
Eine Gewebeprobe ist bei der PPPL oft nicht eindeutig, so dass viele Hautärzte keine Probe abnehmen, da Wunden am Fuß unangenehm sind und evt. nicht aussagekräftig.
Eine vernünftige Behandlung ist dennoch möglich auch wenn die Diagnose nicht histologisch gesichert worden ist, da die Behandlungsmethoden für verschiedene Erkrankungen ähnlich bzw. gleich sind.
Also suchen Sie sich einen Kollegen unter der website www.psonet.de oder über diese Seite (www.psoriasis-experten.de).
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
wer hilft mir - hände und füße sind öfters schüben ausgesetzt(als wenn die haut platzt,schwellungen bis die blasen durch sind). linderung bringen nur starke reize (eiswürfel,in die finger beißen,manchmal könnte ich mir am liebsten hände und füße abhacken)
die körperbewglichkeit nimmt auch dramatisch ab und mir ist ständig heiß.
frage:warum hilft mir kälte und meine aloeverapflanze(nicht immer)
suche jetzt um kur an oder reha. aber welche ist geignet? ich möchte auch in die kältekammer?!
einen wirklich wissenden arzt und passende therapie habe ich noch nicht gefunden.
bitte,bitte helft mir!
h.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau L.,
möglicherweise hilft Ihnen Kälte, da es durch das Eisen mamchmal zu einer Minderung der Durchblutung kommt, was wiederum Schmerz lindernd sein kann (Anaesthesie). Andere Patienten profotieren von Wärme wegen der durchblutungsfördernden Wirkung.
Im Netz unter Selbsterfahrung finden Sie unterschiedliche Berichte zu Kältekammer (Kryotherapie) etc., leiden gibt es hierzu keine zuverlässigen Daten.
Einen Arzt, der Ihnen therapeutisch helfen kann, finden Sie unter den Seiten des Psoriasisnetzes: www.Psonet.de
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Ich habe ein stark entzündetes Handgelenk durch P.A.
Ist es schädlich, trotzdem Sport zu treiben? Ich jogge täglich ca. 5 km.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Herr M.,
beim Joggen sehe ich für Ihr Handgelenk kein großes Risiko.
Allerdings sollten Sie unbedingt Ihre Psoriasis-Arthritis Therapie mit Ihrem zuständigen Arzt neu überdenken.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Seit 1993 leide ich unter Schuppenflechte. Angefangen hat es an den Ellenbögen. Danach die re. Handinnenfläche und viele Monate später auch die li. Handinnenfläche. Alle Salben, die auf dem Markt sind, wurden mir vom Hautarzt verschrieben. Auch keine Besserung unter Creme PUVA. Seit ca. 2 Wochen sind meine Unterarme stark befallen mit roten Flecken. Am schlimmsten sind die nächtlichen Juckreize. Ich trage nachts Handschuhe. Jetzt nehme ich Fischöl-Kapseln und reibe meine Haut auch damit ein. Bisher keine Linderung. Im Internet lese ich viel über Heiler. Einmal hatte ich schon einen Besuch (3x) eine Heilerin aufgesucht. Keine Veränderung. Vielleicht war es nicht die Richtige?
Was kann ich noch tun?
Ich bin nervlich kaputt. Hilft ev. eine stationäre Behandlung?
A.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte A.,
mit Heilern, kenne ich mich leider nicht aus. Eine wirkliche Heilung der Psoriasis ist derzeit leider auch noch nicht möglich, allerdings kann Ihnen ein Hautarzt sicherlich helfen, Beschwerdefreiheit zu erlangen.
Sie müssen nur den richtigen Hautarzt finden.
Denn Sie brauchen eine Systemtherapie mit Tabletten oder Injektionen. Leider schreiben Sie nicht wie alt Sie sind, dennoch würde ich die Behandlung mit Neotigason in Erwägung ziehen, Ciclosporin A wäre auch möglich.
Diese Therapien sind sicherlich gut wirksam und Sie finden Ihre Ruhe wieder.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Liebes Expertenteam,
ich leide seit meinem elften Lebensjahr an Psoriasis palmoplantaris, und seit ca einem Jahr an wahrscheinlich Neurodermitis am Körper. Außerdem breitet sich die Psoriasis über meine Beine, Ellenbogen und den Rücken aus. Mit meinen 27 Jahren habe ich alles Erdenkliche getan um Linderung zu erfahren. Von Fumaderm, MTX, Neotigason, über Eigenbluttherapie, Homöopathie und Bestrahlung bin ich nun bei Remicade, Enbrel und Humira gelandet. Vor 2 Wochen habe ich nun auch Humira abgesetzt da nach 6 Monaten keine Besserung eintrat.
3 Kuren in Israel waren bisher das einzige was etwas "Linderung" gebracht hat.
Unikliniken und Dermatologen wissen nicht mehr weiter.
Meine Sorge jetzt ist der Juckreiz, der immer wieder kommt und mich Nachts wach hält.
Trotz 3 (!!!!) Tabletten Atarax hört es nicht auf. Schwarzteebäder, Kühlpacks und "abbinden" der Haut sind erfolglos.
Haben Sie vielleicht noch Tipps, wo ich mich hinwenden kann, was ich gegen den Juckreiz tun kann oder sonst eine Idee?!?!
Vielen Dank für die Antwort.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau K.,
es wundert mich ein bißchen, dass Ihnen Ihr Hautarzt nie Ciclosporin A angeboten hat. Denn ich mache gerade bei der Psoriasis palmoplantaris - gerade wenn die Diagnose nicht richtig klar ist.
Der starke Juckreiz scheint mir häufiger bei der Neurodermitis vorzukommen als bei der Psoriasis.
Versuchen Sie CyA in einer Dosierung von 3mg/kgKG, das kann bis 5mg/kgKG gesteigert werden. Wichtig ist, dass Ihre Nierenwerte und Ihr Blutdruck regelmäßig kontrolliert werden.
Allerdings sind die Nebenwirkungen mindestens genauso gut zu beherrschen wie bei allen anderen Mitteln.
Sprechen Sie mit Ihrem Hautarzt!
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Hallo!
Ich bin 22 Jahre alt und habe seid dem ich ca 6 Jahre bin Psoriasis! Seit etwa 6 Monaten sind nun auch meine Gelenke (Vorfuß) betroffen!
Heute war ich beim Rheumatologen! Er will noch eine BE und ein Röntgenbild der Füße machen und dann mit einer MTX-Therapie (1x/ Woche 10mg) beginnen!
Nun meine Frage: gibt es keine anderen Therapiemöglichkeiten? Wenn ja welche? Ist diese Variante zu empfehlen?
Nebenbei erwähnte er noch, dass MTX eine lebenslange Therapie ist und man bei einem Kinderwunsch etwa 4 Monate vorher die Therapie pausieren müsste!
Nun dazu meine zweite Frage: kann sich die Symptomatik verschlechtern, wenn der Körper eine Therapie gewohnt ist und man diese einfach beendet! Würde es was bringen diese dann ausschleichen zu lassen? Ist das Risiko geringer, wenn man in etwa 2 Jahren ein Kind plant erst danach mit der Therapie zu beginnen oder "zerstört" man damit zu sehr die Gelenke in dieser Zeit?
Ich danke im voraus!
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau G.,
Eine Psoriasis-Arthritis muss unbedingt behandelt werden, da sie unbehandelt zur Verstümmelung der Gelenke mit Bewegungseinschränkung führen kann.
Da Sie sehr jung sind, sollte man frühzeitig mit einer Therapie beginnen. Das Mittel der ersten Wahl ist sicherlich MTX, allerdings würde man nach einer Einleitungsphase mit 7,5mg, 10mg eher 15mg/Wo mittelfristig geben. 15mg ist die Standarddosis für normalgewichtige Menschen.
MTX verringert die Reaktionen der Entzündungen in den Gelenken.kann die Zerstörung der Gelenke aber möglicherweise nicht aufhalten. Daher sind regelmäßige Kontrollen durch Röntgen sicherlich wichtig.
Sollten die Gelenkveränderungen fortschreiten, müsste Ihr Rheumatologe ein Biologikum einsetzen. Das sind neue Entwicklungen in der Psoriasisbehandlung, die tatsächlich die Zerstörung der Gelenke aufhalten können. Diese Medikamente darf Ihnen Ihr Rheumatologe nicht als erste Therapie geben, es sei denn, Sie äussern den Schwangerschaftswunsch.
Die Biologika können Sie bis zum Eintreten einer Schwangerschaft nehmen; sicherlich wie bei jedem Medikament unter genauer Kontrolle der Laborwerte.
Eine Pause während Schwangerschaft und Stillzeit scheint kein Problem darzustellen, da sich unter der Hormonveränderung die Gesamtsituation verändern kann.
Eine MTX Therapie muss 3 MONATE bevor Sie schwanger werden wollen abgesetzt werden, nicht nur 1 Monat.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Hallo,
folgende Symptome habe ich seit einiger Zeit an mir festgestellt: Morgensteifigkeit, seit ca 7 Monaten Probleme mit beiden Achillessehnen, Entzündung des Grundgelenks des kleinen Fingers (links), sowie seit ein paar Wochen juckende gerötete Augen ... Ausserdem bin ich seit August 2010 Bauchfelldialysepatientin. Könnten diese Symptome alle zusammenhängen ?
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau W.,
die Frage ist natürlich, weshalb müssen Sie zur Dialyse, haben Sie Zucker?
Die andere Frage ist: Haben Sie eine Schuppenflechte, Psoriasis irgendwo an Ihrem Körper? Eine Schuppenflechte könnte für alle drei Symptome in Frage kommen. Das sollten Sie abklären lassen: Psoriasis Arthritis (Gelenke), Uveitis (Augen), Enthesitis (Achillessehne)und die Niere?
Sie sollten sich einen "schlauen" Dermatologen, bzw. Rheumatologen suchen. Sie finden dazu auch Hilfe auf dieser Seite (www.psoriasis-experten.de) in der Zentrensuche.
herzliche Grüße
Patientenfrage:
Hallo Expertenteam,
ich bin 56 Janre alt und habe seit dem 35 Lebensjahr immer mal mit der Psoriasis guttata zu tun. Diese hielt und hält sich in gut händelbaren Grenzen. Vor drei Jahren jedoch hatte ich über Nacht ein dickes rotes Ringfingermittelgelenk. Mein Dermatologe empfahl mir eine Vorstellung in einer Rheumatologenpraxis. Nach einer Untersuchung, Blutuntersuchung und Befragung entschloß ich mich, auf Anraten der Ärtzin, zu einer Basistherapie mit Methotrexat 15mg in Tablettenform. Da ich einen empfindlichen Magen habe, wurde ich nach einiger Zeit auf Spritzen 10mg umgestellt. Doch nach kurzer Zeit war es mir nicht mehr möglich zu spritzen, da schon die Vorstellung oder auch der Anblick der Spritze bei mir starke Übelkeit auslöste. Dazu kam, dass die Beschwerden die mich wirklich belasteten - Schmerzen in den Wirbel des Brustkorbes - nach Aussage des Arztes nichts mit dem Rheuma zu tun hätten. Auf meinen eigenen Wunsch hin ließ ich die Therapie "ausschleichen". Mittlerweile hatte ich meinen Lebensrythmus umgestellt: ich mache jeden Morgen 40 Minuten Yoga und Gymnastik und walke 5-6 mal pro Woche ca eine Stunde und lebe vegetarisch. Ich war dann ein knappes Jahr ohne irgend ein Medikament. Doch seit ca zwei Monaten habe ich Beschwerden im linken Handgelenk, wenn ich z.B. etwas aufdrehen will oder auch mich beim Yoga aufstütze. Auch die Sehnenansätze des linken Oberarmes sind betroffen. Mein behandelnder Rheumatologen empfahl mir nun wieder mit MTX zu beginnen, zumal sich auf einem Röntgenbild und im Ultraschall eine deutliche Schwellung am Knöchel des Handgelenkes ausmachen ließ. Ich habe vorgestern MTX erstmalig wieder mit 15mg eingenommen und es erging mir sehr übel: ich hatte eine brachialen Durchfall, Übelkeit im Kopf und Leib, Frösteln,
Schwindel und eine Schwäche, dass ich den ganzen Tag weitgehend liegend verbracht habe. Ich war krank vom Medikament. MTX kommt für mich nicht mehr in Frage. Nun habe ich aber trotzdem Angst, dass mein/e Gelenk/e geschädigt werden können, obwohl ich mich selbst nicht als "richtig krank" wahrnehme. Ich empfinde meine Beschwerden schon als beachtenswert, habe aber Rheumatiker kennengelernt, die wesentlich schlimmer "dran" waren. Ich will natürlich meine Beweglichkeit behalten und auch etwas zur Gesundung meiner Beschwerden tun, nur was? Ich wäre wirklich froh, wenn Sie "Licht ins Dunkle" bringen könnten und verbleibe mit Grüßen
S. N.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau N.,
Die Psoriasis-Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung meist an den kleinen Gelenken der Hände und Füße; Finger- und Zehenendgelenke. Manchmal können auch andere Gelenke beteiligt sein, die so genannten großen Gelenke, das ISG (Iliosakralgelenk, kleine Beckengelenke) sowie die Wirbelsäule. Sie kann wie in Ihrem Fall auch an den Sehnenansätzen/Sehnen bestehen, das nennen wir dann Enthesitis oder Tendinitis.
Bei der Behandlung der kleinen Gelenke sind MTX und Immunsuppressiva Mittel der ersten Wahl, wenn Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac etc. nicht ausreichend Schmerz lindernd sind. Leider verhindern diese Medikamente nicht die Zerstörung der Gelenke.
Beim Bestehen einer Enthesitis oder Tendinitis oder Psoriasis der Wirbelsäule werden MTX und Immunsuppressiva nicht eingesetzt, da sie nicht wirksam sind. Hier müssen nach neuen Erkenntnissen die Biologika(z.B. Infliximab, Golimumab, Adalimumab, Etanercept) verwendet werden.
Diese Medikamente wirken schnell und zuverlässig.
Sie sollten unbedingt erneut mit Ihrem Rheumatologen oder Dermatologen, wenn auch Hauterscheinungen bestehen, sprechen.
Eine ständig wiederkehrende Psoriasis guttata spricht evt. für einen immer wieder aufflammenden Entzündungsherd; Angina etc. Dies bitte unbedingt durch Zahnarzt, Gyn, HNO etc. abklären lassen.
Und lassen Sie sich unbedingt behandeln.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Liebes Expertenteam,
seit ca. 2003 leide ich unter stark verhornten Handinnenflächen, die sich am Anfang immer wieder abschuppten und erneuerten, aber seit ca. 4 Jahren nicht mehr regenerieren. Vor ca. 3 Jahren kamern stark angeschwollene Gelenke und Finger dazu und seit etwa 2 Jahren Gelenkschmerzen an allen Gelenken. Eine Hautbiopsie an den Händen hat keinen Nachweis auf eine Psoriasis ergeben. Fumaderm, Sulfasalzin, Toctino, Neotigason sowie verschiedene Schmerzmittel haben keine wesentliche Besserung gebracht. Nach einem 10-tägigen Aufenthalt in einer Rheumaklinik wurde Rheuma ausgeschlossen. MTX 22,5 mg hatte zwar einen guten Einfluß auf die Haut, aber keinen auf die Gelenkschmerzen und mußte wegen einer starken Basaliomneigung (nach 2 Monaten MTX mußten 14 Basaliome entfernt werden) leider wieder eingestellt werden. Nun rät mein Hausarzt nach Rücksprache mit dem Rheumatologen zu einer Therapie mit Biologics - 1 Infusion halbjährlich, leider habe ich den Namen des Medikamentes nicht behalten oder eine Therapie mit arava.
Meine Fragen hierzu:
1. können die Beschwerden eine Psoriasis Arthritis sein - Hautbefall nur an den Handinnenflächen.
2. wäre die Biologics-Behandlung sinnvoll
3. können die Infusionen auch vom Hautarzt vorgenommen werden oder nur vom Rheumatologen.
4. oder wäre arava besser.
Nach eine langen Odyssee durch verschieden Praxen wäre ich Ihnen für einen Rat und evtl. eine Therapie-Empfehlung sehr dankbar.
Im Voraus vielen Dank und
viele Grüße
R.N.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau N.,
Ihre Fragen treffen uns Dermatologen und Rheumatologen mitten ins Herz.
Wir gehen tatsächlich davon aus, dass Hand/Finger(?)-Nagelbeteiligung ein Indikator für eine Psoriasis Arthritis sein können. So wie Sie Ihre Hauterscheinungen beschreiben, ist es schwierig die Diagnose sicher zu stellen. Sie scheinen ja aber einen Rheumatologen gesprochen zu haben und die Diagnose scheint weitestgehend gesichert.
Das ist gut so!
Arava wird von den Rheumtologen gerne bei der Arthritis gegeben, es wirkt sich allerdings nicht sehr gut auf die Haut aus. Das bedeutet, ich würde Ihnen, wenn Sie das Biologikum, das infundiert wird, bekommen sollen, sehr dazu raten. Es wird in einer Anfangsphase 3x infundiert und dann nur noch alle 8 Wochen. Für Sie gibt es allerdings einiges zu beachten:
Es scheint auch bei den Biologika den Hinweis zu geben, dass heller Hautkrebs (Basaliome, aktinische Keratosen und Spinaliome) häufiger auftreten als bei der Normalbevölkerung und ohne Biologikatherapie.
Hat Ihr Arzt davon gesprochen, dass Sie ein Gorlin-Goltz-Syndrom haben?
Sie muessten sich sicherlich häufiger einer Ganzkörperuntersuchung unterziehen als Ihre Mitpatienten. Allerdings hilft das Medikament so gut, dass ich persönlich denke, das lohnt sich.
Die Behandlung mit Infusionen kann grundsaetzlich von einem Hautarzt durchgeführt werden. Leider machen das nicht so viele Dermatologen. Da muessten Sie sich erkundigen oder die Krte mit Infusionszentren auf dieser Webseite (www.psoriasis-experten.de) anschauen.
Wenn Sie Ihren Dermatologen unterstützen wollen, nehmen Sie Ihr Impfbuch mit zur Konsultation und besprechen alles Weitere mit Ihrem Hautarzt.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Vielen Dank vorab für Ihre Antwort. Die Psoriasis in der Analfalte ist eigentlich nur ästhetisch störend, juckt nur selten. Mit Ecural hab ich dies schon ewig behandelt bis ich eben den Arzt wechselte und dieser mir die Psorcutan beta Salbe verschrieb...
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter M.,
es gibt jetzt ein neues Gel, das für den Genitalbereich und Hautfalten, Achseln, Oberschenkel-Innenseiten etc. zugelassen ist.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Sehr geehrte Damen und Herren,
bei mir wurde im Mai Parapsoriasis festgestellt. Nach der Punktion ist die Stelle so gut wie verschwunden. Nun habe ich nur noch einen roten Punkt von der Biopsie. Die Stelle creme ich mit Bedan Salbe ein.
Kein Arzt kennt sich mit dieser Krankheit aus.
2007 hatte ich mir ein Tattoo stechen lassen und ich merkte, dass es an verschiedenen Stellen 1/2 Jahr gedauert hat bis es abgeheilt war.
Ich leide außerdem an Hashimoto und unklaren hohen Leberwerten (war schon in der Uniklinik zur Biopsie und bei verschiedenen anderen Ärzten hatte dieses Jahr auch eine Darmspiegelung. Trinke keinen Alkohol, rauche nicht und esse kein rotes Fleisch).
Ich bin weiblich und 52 Jahre. Mein Vater hatte eine sehr starke Psoriasis.
Können Sie mir mitteilen, ob sich Parapsoriasis weiter ausbreitet, ob viel Obst und Geemüse vielleicht gar nicht so gut ist und warum diese Krankheit ausbricht.
Für eine Antwort bin ich Ihnen sehr dankbar.
Viele Grüße
M.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte M.,
die Parapsoriasis ist eine erythematosquamöse (rote Flecken mit Schuppen), chronisch verlaufende, äußerst therapieresistente Hauterkrankung. Sie hat nichts mit der Schuppenflechte oder Psoriasis, die Ihr Vater hat, zu tun.
Normalerweise juckt die Parapsoriasis mehr als die Psoriasis - als kleines Unterscheidungsmerkmal. Bei der Parapsoriasis gibt es eine kleinfleckige und eine großfleckige Form. Das müssen Ihre Ärzte Ihnen sagen, welche Form Sie haben und welcher Verlauf zu erwarten ist.
Die Ätiologie, also der Grund für das Entstehen, ist bei der Parapsoriasis nicht geklärt. Was als Auslöser in Frage kommt, wissen wir nicht.
Was hat die Erhöhung der Leberwerte ausgelöst? Nehmen Sie neben Schilddrüsenmedikamenten andere Medikamente ein?
Nahrungsmittel spielen keine Rolle, rotes Fleisch ist ernährungsphysiologisch sicherlich "wertvoller" als weißes. Obst und Gemüse sollten Sie sicherlich weiterhin essen, egal welche Krankheit Sie haben.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Mein Freund leidet an starker Psoriasis mit Gelenkschmerzen, der gesamte Körper ist betroffen.
Er nimmt nur Salbe dagegen,ist unfruchbar,hängt das auch damit zusammen?
Ich ekel mich vor meinem Partner mittlerweile
Ist diese Krankheit ansteckend?
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau V.,
die Psoriasis ist NICHT ansteckend. Die Krankheit als solche macht NICHT steril also unfruchtbar.
Sicherlich sollte Ihr Freund dringend behandelt werden. Die Behandlung darf wegen der möglichen Gelenkbeteiligung nicht durch Salben geschehen, sondern muss mit MTX begonnen werden. Danach können die sogenannten Biologika eingesetzt werden, insbesondere wenn Ihr Freund jung ist, ist das sehr wichtig.
Er muss sich unbedingt einen Hautarzt suchen, der das gesamte Spektrum der Psoriasistherapie abdeckt.
Adressen finden Sie auf dieser Seite (www.psoriasis-experten.de) und www.psonet.de
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Ich leide unter Psoriasis-Arthritis und Psoriasis mit schweren Schüben. Nach vielen erfolglosen Versuchen (teils für die Haut, teils für die Arthritis) sind wir nun bei Simponi gelandet (bisher 2 Injektionen). Nun hat sich herausgestellt, dass ich nun zusätzlich seit neuestem unter Bluthochdruck leide und soll einen Betablocker nehmen. Nun habe ich natürlich gelesen, dass Betablocker oftmals Auslöser eines neuen Schuppenflechteschubes sind. Da ich zur Zeit noch ziemlich hoch in der Kortisondosis bin (20 mg) und langsam anfange zu reduzieren, zusätzlich der Winter vor der Tür steht (Stress für die Haut), habe ich natürlich Angst vor einem neuen massiven Schub. Der letzte Schub (ausgelöst unter Enbrel) hat zu massivsten Beeinträchtigungen (Hände, Füße, Beine, Arme mit starken Schmerzen und einer Dauer von fast einem dreiviertel Jahr) geführt. Gibt es keine anderen Alternativen?
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau K.,
fragen Sie mich, ob es eine Alternative zu Simponi gibt oder zum ß-Blocker?
Also: Simponi ist leider nicht zur Behandlung der Psoriasis vulgaris zugelassen, sondern nur gegen die Psoriasis-Arthritis. Sollten die Gelenke im Vordergrund des Problems stehen, ist diese Therapie in Ordnung. Sollten Sie allerdings auch ausgedehnte Hautherde aufweisen, dann ist diese Therapie nicht angezeigt.
Sicherlich sind wir mit der Gabe von ß-Blockern wie Metoprolol etwas zurückhaltender als mit Propranolol oder Bisoprolol. Ersteres ist vermutlich etwas schlechter geeignet als die letzten beiden Medikamente
Allerdings sollte eine Hypertension heutzutage nicht mit einem ß-Blocker behandelt werden, wenn keine Herzfrequenzerhöhung oder Rhythmusstörungen beim Patienten vorliegen. Da gibt es neue, deutlich bessere Medikamente.
Mein Rat: suchen Sie sich einen vernünftigen Hautarzt oder Rheumatologen, der mit einem vernünftigen (=wissenden) Kardiologen zusammenarbeitet und besprechen Sie dieses doch schwierige Thema vor Ort.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
hallo,ich habe seit 12 jahren auf der eichel und gesässfalte eine psoriasis. manchmal bekomme ich ein analekzem, welches ,wenn es mit stuhlresten verschmiert ist, an meinem ganzen körper schmerzen auslöst. bekomme ein ausschlag am körper und nadelstichartige schmerzen. Meine frage: wie kann man so eine allergie am körper mit medikamenten behandeln?
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr F.,
der Zusammenhang Ihrer Beschwerden erschliesst sich mir leider nur schwer.
Leiden Sie unter einer Psoriasis, dann muss diese behandelt werden; leiden Sie unter einem Ekzem, kann Ihr Hautarzt versuchen herauszufinden, was das Ekzem auslöst.
Stuhlreste sollten perianal wirklich nicht bestehen bleiben, die sollten Sie unbedingt abwaschen, dann können möglicherweise Ihre Beschwerden gelindert werden.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Hallo, meine
Diagnose lautet Schuppenflechte Inversa. Therapie Advantan. Kann ich Advantan als Dauertherapie anwenden? Ich spüre eine Besserung mit Advantan, aber wenn ich aufhoere dauert es nicht lange und es faengt wieder an. Meine Frage also ist bzw.besser gesagt: verstehe ich das so richtig, Advantan so lange bis es besser ist, dann langsam aufhoeren und wenn es wieder anfaengt wieder mit Advantan anfangen?
Sieht so eine Dauertherapie aus?
Danke fuer ihre Hilfe
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau H.,
die Behandlung der Akne inversa ist tatsächlich schwierig. Es kommt ein bißchen darauf an an welchen Stellen die Psoriasis besteht, eher axillär, oder Genitale oder Gesicht.
Das Medikament Daivobet Gel ist auch an allen anderen Körperstellen inklusive Kopf zugelassen. Damit könnten Sie es versuchen. Eine Dauertherapie sollten Sie mit keinem der Präparate machen.
Da Daivobet Gel eine Kombinationstherapie Kortison und Vitamin D3-Analogon ist, besteht die Hoffnung, dass Sie längere erscheinungsfreie Zeiten haben werden.
Allerdings kann dieses Mittel an den empfindlichen Stellen manchmal brennen und sollte nicht länger als 2 Wochen angewendet werden.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Hallo und Guten Abend, können Sie mir ein schnellwirkendes Mittel nennen, dass bei starkem Juckreiz an den Fußsohlen abends im Bett, hilft?
Ich kratze mir die Fußsohlen blutig, dann hört der Juckreiz auf, doch dann kann ich nur unter Schmerzen am nächsten Tag laufen. Vom Hautarzt habe ich soderm plus creme bekommen, aber sie hilft nicht oft.
Vielen Dank für Ihren Rat!
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau S.,
leider weiß ich nicht, was Sie haben. Ist es eine Psoriasis vulgaris an den Füßen, eine Psoriasis pustulosa oder ein Bläschen bildendes Ekzem?
Die einzelnen Krankheiten können sehr unterschiedlich behandelt werden. Die Juckreiztherapie spricht bei den einzelnen Krankheiten sehr verschieden an.
Versuchen Sie die gängigen Antiallergika (Cetirizin oder Loratadin).
Ansonsten muss Ihr Hautarzt ran, Creme-PUVA ist eine Option, oder eine Systemtherapie.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Hallo leide unter Schuppenflechte im Genitalbereich!
Ich bin seid 4 Jahren in der Industrie beschäftigt und hab täglich mit berührungen mit Fetten Schmiermitteln und Stress zu tun!
Mein Arbeitsverhältnis ist unbefristet!
Da ich in einem Internationalen Konzern arbeite haben wir einen Betriebsarzt!
Duschen kann ich nicht nach feierabend da ich denke das der Anblick der Psoriasis die leute zum reden bringt!
Wie weit bin ich jetzt gefährdet was mein Arbeitsplatz angeht wenn ich zum Betriebsarzt gehe und ihm davon erzähle!
mit freundlichen grüßen,
M
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter M.,
überhaupt kein bißchen, würde ich sagen.
Sind Sie sicher, dass die Hautveränderungen im Genitalbereich Schuppenflechte ist? Wer hat die Diagnose gesichert?
Schuppenflechte ist kein Kündigungsgrund, denn erstens ist sie gut behandeltbar und in ihrem Fall ja nicht mal zu sehen und in keinster Weise ansteckend. Ausserdem sind sie leistungsfähig wie jeder andere Mensch.
Warum gehen Sie nicht zu einem Hautarzt statt zum Betriebsarzt?
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Habe erfahren das ich Schuppenflechte im Genitalbereich habe. Diese macht mich ganz fertig, nach eine Jahr die Diagnose. Habe Kortison bekommen. Eine selbst gemischte, sie sagt die sei staerker als Advantan aber leichter als Clobegalen. Meine frage ist wie lange kann ich ohne bedenken Kortison, auf meine Schamlippen innen schmieren. Habe Angst aber diese roetungen und juckreiz machen mich auch ganz fertig. Welche Pflege wuerden sie mir empfehlen da ich immer das gefuehl der Trockenheit habe?
Kann ich trotz Kortison 2 bis 3x die Woche Estriol in der Scheide anwenden?
Wuerde mich sehr freuen, wenn sie mir etwas helften koennten.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte M.,
meist reicht Advantan-Creme im Genitalbereich, Kortison-haltige Cremes sind die einzig mögliche Therapie dort. Kombinieren können Sie mit Estriol, Sie könnten auch Linoladiol H-Creme benutzen. Pflegemittel können Eichenrindenextrakte sein; zB. Tannolact-Fettcreme.
Zu den Produkten befragen Sie bitte Ihren Hausarzt, Dermatologen oder Apotheker, da diese zum Teil recht speziell sind.
Alles wird gut.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
guten tag! nach 10 jahren schubfreiheit habe ich vor sechs wochen nach einer mandelentzündung einen erneuten psorias-ausschlag am gesamten körper bekommen. ich möchte diesen nicht mit aggressiven methoden behandeln, gehe bisher nur zur bestrahlung. meine frage ist, ob sich ungefähr abschätzen lässt wie lange ein solcher schub dauert. ich erinnere mich, dass der letzte schub relativ schnell abgeheilt ist, wundere mich aber nun über die hartnäckigkeit der symptome. können sie eine zeitliche prognose aus ihrer ärztlichen erfahrung abgegeben? vielen dank!
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau G.,
eine Prognose über die Dauer Ihres Schubes kann ich leider nicht abgeben.
Häufig besteht nach einer Mandelentzündung eine Psoriasis guttata, die mit dem Infekt abheilt.
Ist dies nicht der Fall und Sie haben einen ganz "normalen" Psoriasis-Schub, dann muss dieser behandelt werden wie eine normale Psoriasis und kann dauern so lange bis die angemessene Behandlung greift.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Da ich seit ca. einem Jahr an Psoriasis mit Bläschenbildung erkrankt bin und außerdem seit etwa der gleichen Zeit an starken Brustschmerzen leide, konnte ich beobachten, dass die Stärke der Psoriasis meistens von verstärkten Schmerzen im Brustbein begleitet wird.
Die Brustbeinschmerzen wurden zwischenzeitlich als Tietze-Syndrom diagnostiziert. Gegen die Psoriasis nehme ich zur Zeit TOCTINO ( seit ca. 14 Tagen.)
Ein Zusammenhang wurde bis jetzt nicht bestätigt, ich glaube aber, dass es einen Zusammenhang geben kann und suche jetzt nach einer ganzheitlichen Behandlungsmethode
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau R.,
zu Ihrem Mail gibt es mehrere Dinge zu sagen:
im Moment gibt es keinen Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen Psoriasis und Tietze-Syndrom, welches ja eine harmlose Erkrankung des Rippenknorpels ist. Die Ursache ist unbekannt, es besteht der Verdacht, dass Überanstrenung eine Rolle spielt.
Sicherlich müssen andere Erkrankungen ausgeschlossen werden, auch Infektionen, denn diese könnten eine Psoriasis verstärken.
Schmerzen und vermehrte Psoriasis wenn, dann nur lokal, also an den Rippen, sicherlich nicht an Händen oder Füßen.
Stress soll die Psoriasis verstärken, da könnte es einen theoretischen Zusammenhang geben. Allerdings ist bei der P.pustulosa: Pusteln/Bläschen alles anders als bei der vulgaris.
Toctino ist für die Behandlung der Psoriasis pustulosa an Händen und Füßen nicht zugelassen.
Frage: ist die Psoriasis gesichert, haben Sie andere Therapieverfahren versucht?
Ganzheitlich insofern schwierig, da Tietze=Nervenreizung, deren Grund wir nicht kennen, aber eher Überlastung.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Sehr geehrte Damen und Herren,
im September 2006 erlitt ich einen Arbeitsunfall (Verletzung des linken Außenmeniskus dauerhafter Knorpelschaden).
Im Februar diesen Jahres (2009)wurde ich orthopädisch untersucht, um festzustellen, ob der Unfall tatsächlich ursächlich für den Erlittenen Schaden verursacht hat. (Wohlgemerkt nach 2,5 Jahren!!!)
Bei der Untersuchung wurde festgestellt, daß ich an den Ellenbogenbeugen und am nicht verletzten Kniegelenk Psoriasis Vulgaris habe.
Bei vorherigen Befunden und Untersuchungen nach dem Unfall wurde dies nie festgestellt.
Jetzt soll ich mich einer Blutuntersuchung und einem MRT unterziehen, um festzustellen, ob die Psoriasis etwas mit dem Unfall zu tun haben könnte.
Ist es nach fast 3 Jahren überhaupt möglich, festzustellen, ob zum Unfallereignis Psoriasis vorgelegen hat oder Psoriasis den Meniskusschaden verursacht hat?
Für eine Auskunft bin ich Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
P. M.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte/r P. M.,
sicherlich sollten Sie das "Unfallknie" mittels MRT untersuchen lassen. Diese Befunde sollten Sie mit den Befunden (falls vorhanden) vor dem Unfall vergleichen lassen, um zu sehen, ob vorher psoriatische Veränderungen bestanden haben.
Es ist eher unwahrscheinlich, dass die Psoriasis einen chronischen Meniskusschaden herbeigeführen kann.
Laborbefunde wie Rheumafaktor, HLA B27, CRP können dabei hilfreich sein für die Diagnosestellung. Eine Aussage über den Zeitpunkt des Krankheitsbeginns können sie aber nicht machen.
Die Frage ist: haben Sie tatsächlich eine Psoriasis-Arthritis oder eben nicht und wenn nicht, was haben Sie dann. Das muss schon wegen einer möglichen Therapie geklärt werden.
Wie gesagt, dass der Meniskusschaden mit der Psoriasis zusammen hängt ist eher unwahrscheinlich.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Da ich an o.a. Krankheit leide, wollte ich fragen ob Ergotherapie diesbezüglich einen Nutzen bringt und wenn ja, wer verordnet das!?
Antwort unseres Experten:
Ergotherapie ist bei Psoriasis arthritis= Schuppenflechte an den Gelenken sicherlich eine zusätzliche Möglichkeit der Behandlung, wenn schon Gelenkveränderungen eingetreten sind. Sollte das nicht der Fall sein, sollten Sie lieber dafür sorgen, dass keine Gelenkveränderungen auftreten, dann ist Ergotherapie garnicht nötig.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich 35 habe aus heiterem Himmel seit meinem 31. Lebensjahr Schuppenflechte bekommen.
Seit 2 Jahren habe ich jetzt noch zusätzlich wahnsinnige Gelenkbeschwerden. Was die Lebensqualität deutlich sinken läst.
1. Frage: Hängt dies zusammen?
Ich habe mich bei verschiedenen Ärzten untersuchen lassen, aber außer Schmerzmittel habe ich keine Abhilfemaßnahmen erfahren.
2. Frage: Wo kann man sich Fachkundig untersuchen lassen? (Postleitzahl 73529)
Mit freundlichen Grüssen
H. E.
Antwort unseres Experten:
Das kann ursächlich zusammenhängen. Eine fachärtzliche Abklärung muß unbedingt erfolgen.
Krankenhaus Heilbronn oder Stuttgart, ggf. auch Ulm
Patientenfrage:
Sehr geehrte Damen und Herren, meine Mutter (69 Jahre) leidet seit ca. 16 Jahren an Schuppenflechte mit dicken Eiterpickeln an beiden Fußsohlen. Sie hatte das große Glück, 4 Jahre an einer Studie teilnehmen zu dürfen, bei der sie alle 8 Wochen eine 3-stündige Infusion bekam, die irgendwelche Eiweißstoffe im Gehirn aktiviert haben, die bei meiner Mutter sagenhaft geholfen haben, so dass sie 4 Jahre weitgehend schmerzfrei laufen konnte. Jetzt wurde dieses Projekt eingestellt, weil andere Probanden mit zu vielen Nebenwirkungen reagiert haben. Meine Mutter leidet jetzt wieder wahnsinnig und jeder Schritt ist eine Qual- haben Sie ähnlichwirkende Infusionen/Medikamente, die meiner Mutter ein wenig Lebensqualität zurückgeben könnte?? Wir sind über jede Antwort dankbar- mit freundlichen Grüßen, Ihre B. W.
Antwort unseres Experten:
Die Psoriasis pustulosa spielt sich leider sehr häufig an den Füßen ab und macht den Menschen das Leben schwer.
Eine Infusion gibt es derzeit keine. Allerdings könnten Sie mit Ihrem Hautarzt besprechen, welche Tabletten oder Betstrahlungstherapie für Ihre Mutter in Frage kommt. Es gibt ein paar Möglichkeiten, allerdings muss man genau auf Begleiterkrankungen (Hoher Blutdruck etc.) und Begleitmedikamente sowie Nebenwirkungen achten.
Die Bade-oder Creme-PUVA müsste sie 3x/Wo durchführen. Kortisonhaltige Cremes können auch sehr hilfreich sein.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Sehr geehrtes Expertenteam,
ich habe Ihnen vor ein paar Tagen eine Frage gestellt zu dem Thema Psoriasis auf der Eichel. Hierbei fragten Sie, ob denn definitiv eine Psoriasis durch eine Gewebeprobe festgestellt wurde, dies muß ich verneinen. Wie wird denn eine Gewebeprobe von der empfindlichen Eichel (ich bin übrigens beschnitten) entnommen? Tut das nicht höllisch weh? Oder wird hier vielleicht nichts weggeschnitten sondern nur ein sog. Abstrich gemacht? Bitte um eine kurze Stellungnahme, vielen Dank.
MFG
Antwort unseres Experten:
Die Probeexzision wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Den Einstich spüren Sie natürlich, aber da die Kanülen sehr klein sind, halten das Männer meist sehr gut aus.
Es wird dann ein 2-3mm großes Hautstück ausgestanzt und zum Pathologen geschickt, der dann vielleicht die Diagnose stellen kann.
Patientenfrage:
Seit ca 1 Jahr spritze ich mir 1xwöchentlich MTX, 10mg. Im vergangenen Sommer sollte ich das Medikament für ca 4-6 Wochen absetzen, weil ich ständig mit Infekten zu kämpfen hatte. Meine Psoriasis war nahezu ganz verschwunden.
Jetzt spritze ich wieder seit dem 12.August.
Im September hatte ich plötzlich einen schlimmen Schub -Schmerzen im ISG, beidseitig, Hüfte, Brustbein, Zehen (rechts). Seit ca 14 Tagen ist meine Schuppenflechte wieder aufgeblüht, am Rücken, Po, Schulter, Unterarm, Oberschenkel, Kopf. Schlimmer den je! Unter der Hautsymptomatik leide ich mehr als unter den Gelenkproblemen. Ich spüre deutl. mehr Nebenwirkungen(Übelkeit, Schwindel, Schüttelfrost ca. 6 h nach Inj. Lymphknotenschwellung usw.) als zu Beginn der MTX_Behandlung vor einem Jahr. Macht so eine Basistherapie da noch einen Sinn?
Für Ihre Zeit und Bemühung meine Frage zu beantworten, danke ich Ihnen herzlich!
Antwort unseres Experten:
Die Regel der Therapie der Psoriasis ist, wenn nach 3 Monaten MTX keine Besserung der Haut um 75% eingetreten ist, sollte die Therapie umgesetzt werden.
Bei der Psoriasis-Arthritis kann MTX eingesetzt werden, es verhindert jedoch nicht die Zerstörung der Gelenke.
In Ihrem Fall sollten Sie mit einem Dermatologen und nur mit einem Dermatologen kooperieren und über den Einsatz eines so genannten Biologikums sprechen.
Ihr Vorteil, Sie können Haut und Gelenke hervorragend behandeln und auch noch der Gelenkzerstörung entgegen wirken. Ausserdem kann die Haut komplett abheilen, die Gelenke auch.
Alles wird gut.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Ich leide jetzt seid ca 8 monaten an der Krankheit.Sie ist vermutlich durch eine Gürtelrose ausgelöst.Ich bin Kellnerin und brauche eine gute therapie damit ich meinen beruf nicht aufgeben muss.Meinen Hautarzt hab ich nur bei der Diagnose gesehen.Es besteht kein regelmässiger Kontakt.
Antwort unseres Experten:
Wenn die Diagnose stimmt, gibt es mehrere Möglichkeiten der Behandlung je nach Ausprägung und Ausdehnung der Hautveränderungen, gibt es Risse, besteht starker Juckreiz, etc. spielen dabei eine wichtige Rolle:
Möglichkeiten sind:
1. Cortisonhaltige Cremes
2. Creme bzw. Bade-PUVA (Bestrahlung, die 2x/Wo durchgeführt werden muss )
3. Systemtherapeutika:
Ciclosporin A,
Vitamin A-Säure (Neotigason-Re-PUVA).
Darüber sollten Sie wirklich mit Ihrem Hautarzt sprechen, bitte!
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Ich leide an Psoriasis arthritis ohne beteiligter Schuppenflechte. Das rechte Kniegelenk ist sehr stark geschwollen und entzündet. Zweimalige Punkion u. je 20 Ml. Ledarlon Injektion waren erfolglos. Was bewirkt die Synovektomie? welche Behandlungsmöglichkeit gibt es außerdem?
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau K.,
zur Synovektomie kann ich Ihnen als Dermatologin leider nicht viel sagen.
Ich denke jedoch, dass Sie bevor Sie sich einem solchen Eingriff unterziehen, alle anderen Möglichkeiten der Psoriasis arthritis-Therapie in Betracht ziehen sollten.
Ist die Psoriasis arthritis gesichert oder bestehen Zweifel an der Diagnose?? Auf jeden Fall sollten Sie sich von einem erfahrenen Dermatologen bzw. Rheumatologen über bestehende Systemtherapien beraten lassen.
Im Herbst wird es z.B. ein Medikament geben, das nur für die Psoriasis arthritis zugelassen sein wird.
Alles wird gut.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Ich habe Psoriasis (definitiv festgestellt) u.a. auf meiner Eichel und bekomme diese einfach nicht weg. Was könnte man denn hier noch außer den üblichen Crems anwenden? Es muß doch hier auch Möglichkeiten "auf natürlicher Basis geben? Vielleicht z.B. die Eichel in eine bestimmte Wasserlösung einweichen. Bitte helfen Sie mir, ich hoffe auf 1-2 nützliche Tipps, aber bitte keine Kortisonsalben oder ähnliches! Ihnen im voraus vielen Dank.
Antwort unseres Experten:
Das muß man direkt beurteilen. Wurde die Schuppenflechte auf der Eichel durch Gewebeprobe bestätigt?
Patientenfrage:
Ich bin an der psoriasis arthritis erkrankt,
war auf Lantarel jahrelang eingestellt, dann
wurde Remicade ausprobiert, was ich nicht
vertrug.
Meine Frage lautet gibt es ein Rheumamittel
das z.B aus Amerika kommt, aber das in
Deutschland noch nicht zugelassen ist,
daß moment die bestmögliche Behandlung
darstellt? Wie teuer wäre diese Behandlung im Ausland? .
Antwort unseres Experten:
Die Frage, die sich mir stellt: was bedeutet Sie haben Remicade nicht vertragen? Was ist passiert? Gab es eine Infusionsreaktion?
Das ist wichtig zu wissen, um entscheiden zu können, welches andere Mittel Sie bekommen können. Es gibt viele Alternativen, auch andere Biologika, zu denen das Remicade gehört.
Außerdem wird es Ende des Jahres ein neues Biologikum geben, das nur für die Psoriasis-Arthritis zugelassen sein wird.
Das Mittel, von dem Sie sprechen ist in Deutschland nicht zugelassen worden.
Die bestehenden BRD-Alternativen sollten auch für Sie ein Mittel bieten.
Herzliche Grüße
Margrit Simon
Patientenfrage:
hallo,
mein bester freund hat seit vielen jahren eine schwere psa. in der letzten kur wurde er mit 311 nm bestrahlt. die wirkung war zwar zunächst gut, aber kurz nach der kur verschlimmerte sich die psoriaris deutlich. noch einige wochen später hatte er plötzlich einen furchtbaren sonnenbrand am ganzen körper, was dazu führte, das sich die haut komplett abgeschält hat - nun hat er zb keine hornhaut mehr unter den füssen und an den händen.
bedeutet das, dass diese behandlung nicht für ihn geeignet ist?
danke!
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte C.,
was Sie schildern, scheint mir nicht mit der Behandlung (UVB 311nm) während der Kur in Zusammenhang zu stehen.
Es gibt Erklärungen für alle Phänomene, die Sie beschreiben, sie könnten Psoriasis sein. Ihr Freund sollte sich dringend bei einem Hautarzt vorstellen.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Hallo . Ich bin 35 Jahre alt und habe seit meinem 13 Lebensjahr Schuppenflechte.Es fing ganz harmlos an und wurde von Jahr zu Jahr schlimmer.Mittlerweile habe ich vom kleinen Zeh bis zur Kopfhaut keine Gesunde Haut mehr.Ich werdmit Fumaderm und Bestrahlung behandelt,aber die Schuppenflechte geht nie ganz weg.Seit ca. einem halben Jahr bekomme ich beim Wäsche aufhängen , Putzen , Abwaschen , Betten machen u.s.w. schmerzen in den Schultern.Die ziehen dann bis in die Fingespitzen.So das ich dann mit meiner Arbeit nicht weiter machen kann.Wenn ich sitze und dann aufstehen möchte,kann ich meine Beingelänke kaum noch bewegen.Mein Blut wurde auf Entzündungen überprüft (mein Opa hate starkes Rheuma).Doch es wurden keine Entzündungen gefunden.Könnten die Schmerzen von meiner Schuppenflechte kommen ?
Lieben Gruß
Inken
Antwort unseres Experten:
In der Tat können die Schmerzen als Schuppenflechte-Manifestation stammen. Das muß Ihr Hautarzt zusammen mit Radiologen oder Nuklearmediziner abklären und dann ggf. entsprechend behandeln.
Patientenfrage:
Habe nun schon seit 3 Jahren im Genitalbereich Schuppenflechte . Nicht in Schüben, sondern permanent. Problem ist , das sich nach der Kortisonsalbe die Schuppen zwar lösen, dafür piekt und juckt es furchtbar und der Kreislauf beginnt von vorne, da die Stellen wieder wundgekratzt werden. Gibt es keine Salbe, die dann den Juckreiz stillt, so das die Haut sich erholen kann ?
Mache schon Ölbäder und nehme eine Harnstoffhaltige Salbe .
Antwort unseres Experten:
Das hängt von Befund ab. Es gibt viele verschieden starke Cortison-Cremes, Ihr Arzt wird die richtige für Sie auswählen.
Patientenfrage:
Guten Tag Herr Doktor,mein Fahter (der in Litauen wohnt und leider hier nicht zum Artz gehen kann) hat psoriasis und psoriasis arthritis.Er leidet sehr darunter, weil die Krankeit auf den ganzen Körper verbreitet ist. Ich wollte fragen,welche Medikamente könnte ich ihm besorgen aus Deutschland die nicht verschreibungsflichtig sind? Gibt es welche Möglichkeit ihm auch ohne Versicherung hier untersuchen lassen?
Viellen Dank
Antwort unseres Experten:
Leider muss Ihr Vater von einem Arzt gesehen werden. Eine Selbsttherapie ist absolut nicht sinnvoll!!!!
Es gibt darüberhinaus keine wirksamen Medikamente, die nicht verschreibungspflichtig sind und das ist gut so! Denn zuerst muss geschaut werden, welches Medikament überhaupt gegeben werden darf, da alle Medikamente Nebenwirkungen haben können.
Sie sollten Ihren Vater in Litauen zum Rheumatologen oder Dermatologen schicken. Dringend bevor die Gelenke zerstört sind.
Patientenfrage:
bin 64 Jahre alt, bisher keine Psoriasis, jetzt seit Wochen teilweise blutige, blasige Nagelfalzentzündung an den Zehen bei gleichzeitig auffälliger Schuppung an den Ellenbogen. Therapie mit antibiotischen oder viralen Salben an den Zehen hilft nicht. Seit Jahren an einem Zehennagel krümelige Veränderung ohne Hinweis auf Pilz. Ebenfalls schon lange Gelenkschmerzen an Handgelenken, verschiedenen Fingern (wechselnd), Sprung- und Hüftgelenken, die aber auch arthrotisch bedingt sein können. Sohn hat Veränderungen an Plantarseite der Füße, die an Psoriasis denken lassen. Können die sehr schmerzhaften Nagelfalzveränderungen psoriatisch bedingt sein?
B.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte B.,
wir wissen mittlerweile, dass Psoriasis am Nagelbett ein Hinweis auf Gelenkbeteiligung sein kann. Solche Nagelfalzentzündungen sind mit den von Ihnen beschriebenen Hautveränderungen dringend therapiebedürftig. Sie sollten mit dem Dermatologen Ihres Vertrauens sprechen und sich mit Tabletten oder Spritzen behandeln lassen. Davor sollten Sie allerdings ordentlich diagnostiziert werden.
Herzliche Grüße
