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Expertenrat Psoriasis Expertenrat - Dermatologie
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Patientenfrage:
Mein Mann nahm über 9 Monate täglich 30 mg Toctino ein, da er ein massives Hautekzem an Händen und Füßen hat. Unter Toctino wurde es auch deutlich besser.
Jetzt ist er akut an einer dilatativen Kardiomyopathie erkrankt.
Kann ein Zusammenhang zwischen Tabletteneinahme und Herzerkrankung sein?
Für Ihre Rückantwort vielen Dank.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau H.,
bitte entschuldigen Sie die späte Antwort.
Ich habe inzwischen Nachricht von der medizinischen Abteilung der produziernden Firma.
Die Experten dort sagen, es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Herzerkrankung und der Einnahme von Toctino.
Etwas erstaunt war ich allerdings über den langen Einnahmezeitraum von 9 Monaten. Normalerweise nehmen Patienten Toctino 30mg nur 6 Monate lang.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Heute bin ich 50 Jahre alt. Seit der Pubertät kämpfe ich mit der Schuppenflechte auf der Kopfhaut. Nach der Geburt meiner Tochter breitete sie sich bei Stress auch im Gesicht aus. Seit fünf Jahren etwa habe ich auch verklebte und entzündete Augen. Vor zwei Wochen führte ich eine Entkeimung des Körpers durch (mit einem Minimum von Fluor) - was für eine Wohltat für Haut, Gelenke, Lymphknoten usw. Leider begannen kurz danach wieder extreme Kopfschmerzen. Nun fließt eine ätzende Säure besonders nachts durch die entzündeten Augen ab, durch die sich auch Hautstellen, die damit in Berührung kommen, sofort entzünden und schuppen. Was kann ich tun?
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau D.,
habe ich das richtig verstanden, dass die Schuppenflechte bei Ihnen auf dem Kopf, zeitweise im Gesicht, an den Gelenken besteht und darüberhinaus eine Lymphknotenschwellung besteht?
Die Augenentzündung käme dann als Phänomen auch noch dazu.
Es ist tatsächlich so, dass wir wissen, dass es bei schwerer Psoriasis auch zu einer Augenbeteiligung kommen kann. Das nennen wir Uveitis, also eine Entzündung der Augenkammer, der hinteren und vorderen aber auch beider ist bekannt.
Sollten darüberhinaus Gelenkbeschwerden wie Morgensteifigkeit über etwa 30 min morgens an den Händen/Fingern, Schwellung an Händen und /oder Füßen bestehen, dann ließe sich das auch mit der Schuppenflechte erklären.
Was ich nicht erklären kann, ist die Lymphknotenschwellung, diese muss eine andere Erklärung bzw. Krankheit bedingen.
Sie sollten sich umgehend mit Ihrem Dermatologen besprechen und dringend mit diesem zusammen mit einem Augenarzt beraten, welche Systemtherapie für Sie in Frage kommt. Ein Internist sollte das Problem der Lymphknoten anvertraut bekommen.
Wenn all diese Disziplinen und Sie selbst gut zusammen arbeiten, bin ich sicher, wird es Ihnen bald wieder gut gehen.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Seit geraumer Zeit habe ich sowohl im Dammbereich, Innenohr und Kopfhaut Stellen die jucken.Zudem kommen Grüppchenbildungen am Daumennagel.Insbesondere im Ohr schuppt es sich.Bei Unterlassen des Kratzen bessert sich der Zustand. Am Kopf gibt es am Hinterkopf jucken und diffusen Haarausfall. Im Dammbereich bei kratzen löst sich die Haut ab und feuchte Stellen kommen zum Vorschein. Habe kurzzeitig kortikale Salben (für Ohr und Damm) benutzt. Der Zustand besserte sich. Nach Absetzen kam es nach einiger Zeit wieder. Würde gern einen qualifizierten Naturheilkundler empfohlen bekommen, alternativ auch einen Schulmediziner.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr V.,
von Ihrer Beschreibung her, kann es sich um Schuppenflechte handeln. Sie müssten sich aus den Psonet Dermatologen in Ihrer Nähe einen Kollegen suchen und eine qualifizierte Behandlung bekommen.
Leider ist die Schuppenflechte nicht heilbar, daher kann es unabhängig von der Therapie zu Rückfällen kommen.
Einen kompetenten Natuheilkundler kenne ich nicht.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
ich war 2011 bei 3 verschiedenen Hautärzten -
Salben, Flüssige Medikamente, Haarwaschmittel usw.
kein Erfolg. können Sie mir einen Tip geben ?
Danke. R.T.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr T.,
die Behandlung der Psoriasis capuitis, also der Schuppenflechte des Kopfes ist oft nicht einfach, da hartnäckige Schuppenplaques die Wirkstoffe oft nicht gut genug eindringen lassen.
Meine Empfehlung bei sehr hartnäckiger Psoriasis:
schuppenlösende Massnahmen mit einer 5% -igen Salicylkappe, die Sie 30-45 min. einwirken lassen; 1 Wo lang, danach
antientzündliche Behandlung z.B. mit Daivobet gel 1xtgl.
Sollte das nicht funktionieren, müssten Sie mit Ihrem Hautarzt über eine Systemtherapie sprechen, dazu müssen Sie vorab einen Lebensqualitätsfragebogen ausfüllen (DLQI).
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Wie wirken systemische Retinoide.Wie wird Psoriasis Vulgaris damit behandelt
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr S.,
ich habe mir erlaubt im Anhang die Wirkweise der Retinoide, soweit bekannt, als Auszug aus der Enzyklopädie Dermatologie von Altmeyer anzufügen.
Ich hoffe, Ihre Fragen sind damit beantwortet.
Definition
Vitamin A-Säure-Derivate die sowohl externe als auch interne Verwendung finden.
Wirkungen
Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Diskutiert wird die Aktivierung selektiver Retinoid-X-Rezeptoren (RXRs) bzw. RAR (Retiniod-Acid-Rezeptor), die eine Bedeutung im Zellstoffwechsel (Vitamin D3, Thyreoidea-Hormon-Rezeptor, proliferationsaktivierender Rezeptor in Peroxysomen) haben. Die durch das Retinoid aktivierten Retinoidrezeptoren formen Homo- bzw. Heterodimere, die an spezifische DNA-Sequenzen binden und als Transkriptionsfaktoren für Gene fungieren. RAR reguliert Zellwachstum und -differenzierung, RXR die Apoptose.
Retinoide wirken auf:
Zellteilung (antiproliferativ)
Stabilität der lysosomalen Membranen
Integrität von Zellmembranen
Arachidonsäuremetabolisierung
RNS-Synthese
Proteinsynthese
Glykosidierung von Proteinen.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
es soll zur psoriasis neue salbren mit Retinsäure oder einem so ähnlichem namen geben. Diese säure soll bei Zebrafischen ein Nachwachsen der flossen bewirken. Gibt es bereits solche Salben?
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Herr S.,
ein topisches Retinoid gibt es derzeit in Deutschland nicht mehr auf dem Markt.
Vor einigen Jahren wurde Tarzaroten in 2 verschiedenen Konzentrationen insbesondere bei der Psoriasis palmoplantaris also an Handinnenflächen und Fusssohlen verwendet. Allerdings mit sehr geringem Erfolg, daher wurde das Medikament wieder vom Markt genommen.
Topisch (also als Creme) wirken die Retinoide nach Datenlage nicht gut, daher verabreichen wir sie nicht; systemische Retinoide sind viel wirkungsvoller.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Hallo.
Bis vor 2 Jahren war ich Privatpatient und hatte keine Probleme Clarelux Schaum für den Kopf und Daivobet für den Körper verschrieben zu bekommen. Jetzt bin ich Kassenpatient und mein Hautarzt sagt mir ganz aktuell, dass er für Kassenpatienten nur noch ein Verschreibungsbudget für Rezepte in Höhe von 25 € pro Quartal hat und er mir diese Medikamente nicht mehr regelmässig verschreiben kann. Die Krankenkasse sagt, er könnte schon, müsste dann aber die Überziehung seines Budgets rechtfertigen. Der Arzt sagt, dass er es nicht verschreibt, wenn er das dann hinterher möglicherweise bei einer Kassenprüfung nicht erstattet bekommt. Und ich als Patient bin der Dumme? Der Arzt verweist mich an die Krankenkasse, die Krankenkasse verweist mich an den Arzt. Und ich bin einfach nur total frustiert. Ich zahle heute in der gesetzlichen Krankenkasse noch weit mehr als damals in der Privaten, aber die Leistungen soll ich nicht erhalten, obwohl ich seit fast 40 Jahren an Psoriasis leide und dringend Medikamente benötige.
Ihr Tipp?
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrter Frager,
mein Tipp: wechseln Sie den Hautarzt! Gerne nennen Sie mir den Namen des Kollegen hier in Berlin, damit ich diesen Unsinn aus der Welt schaffen kann.
Auch ich führe meine Praxis hier in Berlin und kann Ihnen sagen, dass Sie diese Medikamente - sofern notwendig - verordnet bekommen können. Der Kollege sollte sicherlich besser aufgeklärt werden.
Wir hatten in Berlin ein schwerwiegendes Budgetproblem bezüglich der Biologika, andere Medikamente waren nicht betroffen. Dieses Problem haben wir gelöst und somit gibt es keinen wirtschaftlichen Grund der Verweigerung; allerdings immer unter der Voraussetzung, dass Sie beide Medikamente brauchen.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
hallo!
ich wüsste gerne von welchen obst und gemüsearten bei psoriasis abgeraten wird.
mfg k.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte K.,
Zur Ernährung gibt es keine zuverlässigen Tipps, wenn es um Psoriasis geht. Obst und Gemüse sind sicherlich uneingeschränkt geniessbar, solange Sie keine Kreuzallergie auf Nahrungsmittel haben.
Dies könnte der Fall sein, wenn Sie Pollenallergikerin sind: Hasel, Erle, Birke, Gräser etc.
Ansonsten gilt für die Psoriasis eine ausgewogene Ernährung mit Fisch, Fleisch, Roggenprodukten und Obst und Gemüse.
Da schwere Psoriatiker auf Grund Ihrer starken Entzündungsreaktion ein erhöhtes Herz- Kreislaufrisiko haben, sollten Sie natürlich auf Ihre Cholesterin- und Triglyzeridwerte (Blutfette) achten.
Einschränkungen gibt es nur bei fetten Sachen, Rauchen und Alkohol, der auch wieder die Fettwerte verändern kann.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Sehr geehrtes Experten - Team,
ich bin von Beruf Altenpflegerin und möchte gerne wissen, ob ich Bewohner, die mit MRSA oder Chlostridien infiziert sind, pflegen darf. Die bekannten Psoriasisausschläge habe ich extrem an den Ellenbogen und auf dem Handrücken,sowie allen Fingergelenken.Gelegentlich während der Schübe auch in den Augenbrauen und Haaransatz,oder es bilden sich P-pusteln bei kleinen Verletzungen wenn mich z.B. meine Katze kratzt.Besten Dank für eine genauere Information. R.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte R.,
Ihre Frage habe ich leider nicht genau verstanden, deshalb antworte ich von 2 Gesichtspunkten:
1. die Psoriasis ist nicht ansteckend und somit können Sie alle Menschen pflegen
2. MRSA Keime sind natürlich hochansteckend; daher müssen Sie selbstverständlich alle Sicherheits-Hygiene-Massnahmen einhalten, damit Sie sich nicht selbst oder andere infizieren oder den Keim weitertragen.
Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht durch eine Psoriasis allerdings definitiv nicht
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Bei meinem Sohn (27 Jahre) wurde nun erst, nach 10 Jahren Hilfe-u.Ratsuche bei verschiedenen Hautärzten, eine Psoriasis Arthritis beim Rheumatologen festgestellt bzw. bestätigt.Wie kann es sein, das keiner der Hautärzte u. auch der Hausarzt bereits im Anfangstadion der extremen Hautveränderung
den Patienten NICHT zur rheumatologischen Untersuchung überweisen bzw.empfehlen??Der Rheumatologe fragte nämlich, warum mein Sohn nicht eher gekommen ist. Nun ist der Hautzustand extrem fortgeschritten und auch an den Gelenken sind bereits(leichte) Veränderungen festgestellt worden.Schmerzhaft ist es auch schon länger.
Nun soll er selbstständig wöchentlich Metex(wahrscheinlich ein sog. Biologics) spritzen.Das ganze unter wahrscheinlich erheblichen
Nebenwirkungen.Außerdem wurde sogar von einer Familienplanung unter dieser Therapie eher abgeraten, obwohl gerade das jetzt geplant war! Wir alle sind da ziemlich geschockt und würden gerne andere Meinungen dazu hören.MfG
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau J.,
sicherlich ist es unglücklich, dass keiner der behandelnden Hautärzte die Psoriasis-Arthritis erkannt hat. Allerdings ist es extrem schwierig im Anfangsstadium, wenn noch keine Veränderungen an den Gelenken bestehen, mit letzter Sicherheit zu sagen, das es eine Psoriasis-Arthritis ist.
Erst seit wenigen Jahren können wir mit hochauflösendem Ultraschall Frühdiagnosen stellen. Diesen Ultraschall führen nur sehr wenige Zentren durch.
Eine Behandlung der Psoriasis-Arthritis bei ausgedehntem Hautbefund besteht immer in der Gabe von Methotrexat subcutan 15mg/Woche und Folsäure 5mg am Folgetag.
Diese Behandlung ist laut Aussage unserer Frühdiagnostiker überhaupt kein Problem. Höhere Dosen könnten evt. problematisch werden.
Ich denke, die Metex Therapie ist sicherlich die harmloseste; danach folgen dann Biologika, dazu gehört Metex nicht.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Seit 4-5 Jahren entwickelt sich an drei meiner Finger eine Arthrose. Überlastung und das Alter (52 Jahre) laut Aussage der Ärzte. Ein Bluttest ergab: kein Rheuma. Jetzt meldet sich das rechte Zehengroßgelenk.
Jetzt ist mir eingefallen, dass ich jahrelang an genau diesen Fingern ein "Putzmittel-Ekzem" hatte, welches exakt zu verschiedenen Psoriasis-Abbildungen in Internet passt. Seit ich konsequent Mono-Natrium-Glutamat meide, sind die Hautprobleme auf den Urlaub (Restaurant-Essen) beschränkt. Im Moment wird bei mir links eine Achillodynie und eine ISG-Blockade durch Physio-Therapie behandelt.
Kann hier ein Zusammenhang bestehen?
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau S.,
wieso Sie denken, eine Psoriasis-Arthritis zu haben, erschliesst sich mir leider nicht.
Eine Arthrose ist keine entzündliche Gelenkerkrankung, sondern eine "Abnutzungserscheinung", Fehlstellung, Fehlbeanspruchung des Gelenkes.
Ein Ekzem ist keine Schuppenflechte und Putzmittelekzeme haben mit der Psoriasis nichts zu tun.
Auch die Allergie, von der Sie sprechen, kann ich nicht im Zusammenhang sehen.
Die ISG-Blockade kann bei entsprechender Klinik für eine Psoriasis- Arthritis sprechen.
Die Achillodynie scheint auch eher durch Fehlbelastung zu kommen und nicht mit einer Entzündung vereinbar zu sein.
Ich würde Ihnen raten eine Röntgen-Übersicht des Beckens/ISG machen zu lassen. Evtl. ein MRT des ISG.
Zudem sollten Sie die Achillessehne sonographisch abklären lassen.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Hallo liebe Experten,
ich bin Anfang 20 und habe Psoriasis am Kopf seit über 10 Jahren. Ich befinde mich nun in der 1.Woche/Nacht 3 der Fumaderm-Theraphie und würde mich freuen, wenn Sie mir einige Fragen beantworten können. Mir fällt es schwer, den Tabletten zu vertrauen, obwohl ich schon viel darüber gelesen habe.
Frage 1:
Sollte Fumaderm aus Gründen abgesetzt werden, kann sich die Schuppenflechte im Nachhinein verschlechtern, bzw. auch auf den weiteren Körper übergehen?
Frage 2:
Sollten sich meine Blutwerte verändern, neutralisieren sie sich nach Absetzen von Fumaderm?
Frage 3:
Darf ich mit Psoriasis/Fumaderm Blut spenden?
Frage 4:
Wie viele Jahre darf Fumaderm ohne Risiken eingenommen werden?
Frage 5:
Nacht 1 und Morgen 2(weniger stark) hatte ich einen Flush am ganzen Körper. Gibt es ein Mittel das sich lindernt auswirkt? Und werden Flushs oder Nebenwirkungen Erfahrungsgemäß zum Wechsel der blauen Fumaderm meißt verstärkt auftreten?
Frage 6:
Welche Medikamente,Pille oder Mittel sollte ich lieber nicht zu mir nehmen oder anwenden?
Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für all die Menschen nehmen. Mir hilft dieser öffentliche Austausch sehr. Viele Grüße.
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Fragerin,
Fumaderm ist ein gut verträgliches Medikament, das auch langfristig zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Psoriasis eingesetzt wird.
1. Die Häufigkeit und Ausdehnung der Schübe kann niemand voraussagen. Eine Verschlechterung der Bsoriasis ist nicht zu erwarten, sollten Die Tabletten abgesetzt werden.
Ich reduziere die Dosis der Fumadermtabletten bei meinen Patienten regelmäßig und habe damit nur gute Erfahrung gemacht.
2. Sollten Nebenwirkungen auftreten; Reduktion der weißen speziellen Blutkörperchen (Lymphozyten), sollte die Dosis reduziert bzw. das Medikament abgesetzt werden. Die Flushes können bei höheren Dosen tatsächlich besser werden.
3. Blut spenden dürfen Sie nie, wenn Sie Medikamente einnehmen.
4. Fumaderm kann so lange eingenommen werden, wie der Patient die Therapie braucht, bzw. so lange keine bedeutenden Nebenwirkungen auftreten.
5. wie bereits gesagt: flushes können bei höheren Dosen sogar abnehmen, andere Nebenwirkungen mit höheren Dosen zunehmen. Insgesamt wird Fumaderm auch langfristig gut vertragen.
6. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind mir nicht bekannt. Die Pille sollen Sie weiterhin nehmen, da Sie unter keiner der Systemtherapien schwanger werden sollen. Eine Einschränkung sder Wirkung der Pille unter fumaderm ist nicht bekannt.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Ich leide schon, seit ich denken kann, an Psoriasis. (Seit 2 Jahren bin ich auch Insulinpflichtiger Diabetiker.) Erst war es nur auf dem Kopf & unter den Nägeln. Mitlerweile habe ich an jeder erdenklichen Stelle mindestens einen handtellergrossen Herd. Am schlimmsten ist der Rücken betroffen, denn der ist seit meiner Wirbelsäulen-OP vor 2 Jahren komplett mit der Schuppenflechte bedeckt. Dieses Jahr war ich für 3 Wochen an der Ostsee zur Kur. Seit dem habe ich das Gefühl, alles ist viel schlimmer als vorher. Ich habe einen ständigen, sehr heftigen Juckreitz. Bei meiner Hautärztin habe ich nicht mehr das Gefühl, das sie mir wirklich helfen kann. Leider bekommt man in dieser Gegend sehr schlecht einen Termin bei einem anderen Hautarzt. Meine Frage ist: Können Sie mir einen Rat geben, wie man wenigstens diesen Juckreitz loswerden kann?
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte Frau S.,
Sie schreiben, Sie hatten eine Wirbelsäulen-OP. Hier stellt sich für mich die Frage: stand diese Op im Zusammenhang mit Ihrer Psoriasis?! Hat Ihr Neurochirurg oder Orthopäde Sie jemals zu einem Rheumatologen geschickt?
Ich denke, das sollte schnellst möglich passieren, denn sollten Sie eine Psoriasis-Arthritis haben, müssen Sie auf jeden Fall mit Systemtherapeutika: Tabletten oder Spritzen behandelt werden.
Auch die Ausdehnung Ihrer Schuppenflechte ist schon Grund genug sie systemisch zu behandeln. Dann wird auch der Juckreiz weggehen.
Im Moment können Sie einen Versuch gegen den Juckreiz mit einem Antihistaminikum : Cetirizin oder Loratadin machen. Manchmal funktioniert das sehr gut.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Hallo! Ich habe eine starke Kopfhaut-Psoriasis. Außerdem wurde vor ca. 4 Jahren bei mir die Krankheit Morphea diagnostiziert (Entnahme einer Gewebeprobe am Arm). Können diese beiden Krankheiten zusammenhängen? Habe vor schwanger zu werden, ist dies bei diesen Krankheiten überhaupt möglich oder gefährde ich das Kind sich anzustecken?
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte M.,
Morphea und Psoriasis kommen extrem selten gleichzeitig vor. Ich habe in der Literatur nur einen Fall gefunden. Die Behandlung erfolgt mit Neotigason, was leider bei Schwangerschaftswunsch nicht gegeben werden darf.
Vielleicht sollten Sie mit Ihrem Arzt über eine UV-Behandlung sprechen.
Herzliche Grüße
Patientenfrage:
Mein Vater und meine großmutter mütterlicherseits haben schuppenflechte.
Ich habe seit Kindesbeinen an immer wieder auftretende Schuppenpanzers auf der Kopfhaut. Diese wurden immer als Ekzem abgetan.
Mittlerweile sind an meinem haaransatz mittig auf der Stirn grosse Bereich mit großen plattenförmigen Schuppen, die jeder Arzt immer nur als seborrhoisches Ekzem abtut. Denn da ich keine anderen stellen an einem Körper aufweise, kann das keine schuppenflechte sein. Kein einziges spezialshampoo hilft, nur Kortison. Und jedesmal wird es danach schlimmer. Die behandlung Befolge ich nach Anweisung über zwei Wochen. Wo kann ich mich mal richtig diagnostizieren lassen? Kann man die schuppenflechte einfach so ausschließen, nur weil ich sonst keine hautveränderungen am Körper habe.
Übrigens leide ich auch häufiger unter gleenkschmerzen in Hüfte und Fingern.
Vielen dank
Antwort unseres Experten:
Sehr geehrte (r) Frau, Herr M.,
sicherlich haben Sie Recht, man kann die Hautveränderungen (HV), die Sie sehr klar beschreiben, nicht als Ekzem abtun.
Schon auf Grund Ihrer Familiengeschichte wäre ich geneigt, Ihre HV als Psoriasis oder Schuppenflechte zu diagnostizieren.
Wir wissen heute auch, dass eine schwere Psoriasis der Kopfhaut häufig mit einer Gelenkbeteiligung, einer Psoriasis Arthritis vergesellschaftet ist.
Sie sollten sich unbedingt zu einem wissenden Dermatologen (www.Psonet.de oder über diese Seite: www.psoriasis-experten.de) bzw. Rheumatologen begeben, um sich vernünftig diagnostizieren zu lassen.
Denn Ihre Arthritis muss unbedingt behandelt werden und Ihre Kopfhaut natürlich auch, das geht alles in einem.
Herzliche Grüße
