Psoriasis: Wie ist der Verlauf?
Kann man den Krankheitsverlauf vorhersagen?
Die Psoriasis ist eine chronische Erkrankung; die Betroffenen setzen sich häufig einen großen Teil ihres Lebens mit ihr auseinander.
Der Verlauf der Psoriasis ist nicht vorhersehbar und individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt: Das klinische Bild kann einerseits über lange Zeiträume gleichförmig sein. So ist z. B. ein gleich bleibender Befall über mehrere Jahre möglich (chronisch-stationäre Form). Oder neue psoriatische Herde treten nahezu ständig über lange Zeit hinweg auf (chronisch-aktive Form). Andererseits können sich starke Beschwerden (Schub) mit erscheinungsfreien oder –armen Intervallen abwechseln. Die bereits erwähnten Provokations- oder Triggerfaktoren beeinflussen die Entstehung neuer oder die Verschlechterung bestehender Veränderungen bei vielen Psoriatikern.
Grundsätzlich kann die Psoriasis in Typ I und Typ II unterteilt werden:
| Psoriasis Typ I | Psoriasis Typ II | |
| Alter bei Erstauftreten | vor dem 40. Lebensjahr | nach dem 40. Lebensjahr |
| Altersgipfel | 15. – 25. Lebensjahr | 50. – 60. Lebensjahr |
| Verteilung der Betroffenen | ca. 75% | ca. 25% |
| Vererbung | häufig | keine |
Patienten mit einem frühen Krankheitsbeginn (Typ I) neigen eher zu einem schwereren Verlauf der Psoriasis mit größerer Ausbreitung der Hautveränderungen und häufigen Rückfällen, so genannten Rezidiven. Tritt die Erkrankung erst nach dem 40. Lebensjahr auf (Typ II), so beobachtet man meist einen konstanten Verlauf mit geringer Neigung zu Rezidiven.
Auch wenn in naher Zukunft keine Heilung der Psoriasis möglich sein wird, so existieren alt bewährte und innovative Behandlungsmöglichkeiten, mit denen die weitgehende Erscheinungsfreiheit der Haut erreicht werden kann.
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