Morbus Crohn:
Das Arzt-Patienten-Verhältnis
Bei Beschwerden ist Ihr Hausarzt natürlich Ihr wichtigster Ansprechpartner. Die Diagnose Morbus Crohn ist nicht immer einfach zu stellen. Sei es z.B. weil die Symptome sehr variieren oder für Symptome anderer Erkrankungen gehalten werden können oder weil das Krankheitsbild in Deutschland nicht so häufig auftritt und die Diagnose dadurch zu den selteneren gehört.
Bei Verdacht auf Morbus Crohn wird Ihr Hausarzt Sie zum Gastroenterologen überweisen. Gastroenterologen sind Spezialisten, die tagtäglich Patienten mit Magen-Darm-Erkrankungen untersuchen und behandeln. Manchmal wird auch eine begleitende Psychotherapie empfohlen. Dies bedeutet nicht, dass Sie "verrückt" sind, sondern dass Sie Hilfe bekommen, Ihre naturgemäß vorhandenen Probleme ein bisschen besser verarbeiten und anpacken zu können. Optimalerweise wird Ihr Morbus Crohn durch ein Team gemanagt, bestehend aus Ihnen, Ihrem Hausarzt und Ihrem Gastroenterologen. Möglicherweise werden weitere Disziplinen hinzugezogen wie z.B. ein Chirurg, wie oben erwähnt ein Psychotherapeut und/oder Ihr Gynäkologe.
Bei der Suche der entsprechenden Fachdisziplinen wird Ihnen Ihr Hausarzt behilflich sein, oder Sie wenden sich an die Dachverbände (siehe wichtige Adressen).
Das Verhältnis zu Ihrem behandelnden Arzt sollte von Vertrauen geprägt sein. Sie sollten nach dem Gespräch alle Ihre Fragen beantwortet bekommen haben. Wenn Sie die Ausführungen und Erklärungen des Arztes nicht verstehen: FRAGEN SIE! Es geht um Sie und um Ihre Lebensqualität. Sie sollten verstehen, warum Sie welches Medikament bekommen und warum Sie sich welcher Untersuchung unterziehen. Auf der anderen Seite sollten Sie Ihrem behandelnden Arzt ebenfalls Vertrauen entgegenbringen, so dass er sich ein Bild von Ihrer Situation machen und Sie angemessen behandeln kann. Suchen Sie sich einen vertrauensvollen ärztlichen Partner, der Ihnen durch die schweren Phasen hilft.



