Laboruntersuchung
Nicht immer aussagekräftig: Blutuntersuchungen
Einige Laborwerte können erhöht sein. Sie werden als typische Entzündungszeichen gedeutet, können aber auch bei anderen Erkrankungen mit entzündlicher Ursache mit erhöhten Werten vorliegen - sie geben demnach keine Auskunft welche Erkrankung vorliegt. Zu diesen Entzündungsmarkern zählen das C-reaktive Protein (CRP), die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) und die Anzahl der Leukozyten im Blut. Bei vielen Patienten, jedoch nicht in allen Fällen, liegen die Werte oberhalb des Normbereiches.
Bei 75 bis 80% der Patienten mit rheumatoider Arthritis treten während des Verlaufes der Erkrankung so genannte Rheumafaktoren auf. Rheumafaktoren sind Antikörper die an der Entzündung im Gelenk beteiligt sind und vor allem dort gebildet werden, aber auch im Blut nachweisbar sind. Da jedoch nicht alle Patienten Rheumafaktoren bilden und diese auch bei anderen Erkrankungen nachweisbar sind, weisen Rheumafaktoren auf eine rheumatoide Arthritis hin, beweisen sie jedoch nicht eindeutig. Um andere Erkrankungen anhand der Laborwerte so weit wie möglich auszuschließen, werden weitere Blutwerte erhoben.
Gelenkflüssigkeit kann durch eine Punktion des Gelenkes entnommen und hinsichtlich möglicher Entzündungszellen und Bakterien untersucht werden.
