Das Arzt-Patienten-Verhältnis
Bei Beschwerden ist Ihr Hausarzt natürlich Ihr wichtigster Ansprechpartner. Die Diagnose rheumatoide Arthritis ist nicht immer einfach zu stellen, besonders in der frühen Phase der Erkrankung. Dauern stärkere Beschwerden in Gelenken, Muskeln oder Knochen über einen längeren Zeitraum an, sollte der Verdacht einer rheumatischen Erkrankung überprüft werden. Üblicherweise wird Ihr Hausarzt Sie zu einem Facharzt überweisen, der speziell für die Diagnose und die Behandlung rheumatischer Erkrankungen ausgebildet ist.
Auch im weiteren Verlauf wird Ihre Erkrankung optimalerweise durch ein Team gemanagt, bestehend aus Ihnen, Ihrem Hausarzt, Ihrem Facharzt/Rheumatologen und Ihrem Krankengymnasten/Physiotherapeuten. Möglicherweise werden weitere Disziplinen hinzugezogen wie z. B. ein Ergotherapeut, Orthopädietechniker, ein Chirurg oder ein Psychologe.
Das Verhältnis zu Ihrem behandelnden Arzt sollte von Vertrauen geprägt sein.
Das Wissen über die eigene Erkrankung hilft, Fragen präziser formulieren zu können und so das Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt auf Ihre Bedürfnisse hin anzupassen. Jeder hat es im Rahmen einer Prüfung sicherlich schon erlebt: Je mehr Hintergrundwissen und Informationen man hat, desto wohler fühlt man sich in dieser Situation. Besprechen Sie Ihre Bedürfnisse und die Möglichkeiten zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis mit Ihrem Arzt. Je mehr Antworten Sie bekommen, je größer Ihr Wissen ist, desto eher fragen Sie nicht ’Welchen Einfluss nimmt Rheuma auf mein Leben?’, sondern ’Wie manage ich mein Rheuma?’.
Sie sollten bei den Gesprächen alle Ihre Fragen beantwortet bekommen. Wenn Sie die Ausführungen und Erklärungen des Arztes nicht verstehen: FRAGEN SIE! Es geht um Sie und um Ihre Lebensqualität. Sie sollten verstehen, warum Sie beispielsweise welches Medikament bekommen und warum es so wichtig ist, die Medikamente regelmäßig und langfristig anzuwenden. Auf der anderen Seite sollten Sie Ihrem behandelnden Arzt ebenfalls Vertrauen entgegenbringen, so dass er sich ein Bild von Ihrer Situation machen und Sie angemessen behandeln kann. Auch ist es wichtig, begleitende Maßnahmen zur Behandlung mit Ihrem Arzt zu besprechen und nicht im Alleingang möglicherweise einen falschen Weg einzuschlagen. Suchen Sie sich einen vertrauensvollen ärztlichen Partner, der Ihnen durch die schweren Phasen hilft.
