Ankylosierende Spondylitis: Operationen

Generell spielen chirurgische Eingriffe bei der Behandlung der ankylosierenden Spondylitis nur selten eine Rolle. Sie können aber in schweren Fällen eine elementare Hilfe sein.
Lässt sich die Entzündung der Gelenkinnenhaut nicht medikamentös beherrschen, kann die Gelenkinnenhaut operativ entfernt werden. Des Weiteren können chirurgische Maßnahmen zur Korrektur der Gelenkstellung oder gelenkersetzende Maßnahmen durchgeführt werden. Dies ist insbesondere an den Hüft- und Kniegelenken der Fall. Die schlimmste Behinderung, die eine ankylosierende Spondylitis verursachen kann, ist die Versteifung des Rückens in gekrümmter, nach vorn geneigter Stellung. Früher war dies bei Betroffenen relativ häufig. Heute kann ein solcher Verlauf durch die rechtzeitige Diagnose, die richtige Behandlung und die intensive Mitarbeit des Betroffenen meist verhindert werden. Dennoch kann eine Aufrichtungsoperation der Wirbelsäule unter bestimmten Voraussetzungen eine therapeutische Möglichkeit sein.
Bei allen orthopädischen Operationen entscheidet die konsequent durchgeführte krankengymnastische Nachbehandlung mit über den Operationserfolg. Insofern muss bei dem Betroffenen eine klare Bereitschaft zur Mitarbeit gegeben sein, wenn die Maßnahme Erfolg haben soll.

Grundsätzlich sollte der Narkosearzt über eine mögliche Einschränkung der Bewegung im Halswirbelbereich informiert sein. Besteht eine Einschränkung, muss überprüft werden, ob eine künstliche Beatmung während der Operation in der üblichen Weise durchgeführt werden kann oder ob spezielle, flexible Geräte erforderlich sind. Da diese Herausforderung auch bei einem Unfall besteht, bietet die DVMB den Betroffenen einen entsprechenden Notfallausweis an, mit dem das Rettungspersonal über notwendige Maßnahmen informiert wird (siehe Selbsthilfegruppen und Wichtige Adressen).