Ankylosierende Spondylitis:
Das allgemeine Wohlgefühl
Körper und Seele beeinflussen sich gegenseitig. Das trifft insbesondere auf chronische Erkrankungen zu, bei denen eine komplette Heilung bislang nicht möglich ist.
Schmerzen und Müdigkeit sind oft unerträgliche Begleiter und beeinflussen das Denken und Fühlen, die Konzentrationsfähigkeit und das Leistungsvermögen. Ein Verlust an Beweglichkeit beschränkt die Betroffenen in ihrem Alltag. Bei der Diagnose ankylosierende Spondylitis können Gefühle der Ohnmacht und Hilflosigkeit entstehen, die Gedanken über die Zukunft nehmen eine neue Dimension an. Der Betroffene wurde nicht während eines Crash-Kurses auf die Diagnose vorbereitet und die Erkrankung kann auch nicht von heute auf morgen per Knopfdruck in das tägliche Leben und Empfinden eingebaut werden.
Die psychische Belastung sollte genau so aktiv bekämpft werden wie die Schmerzen durch die täglichen Bewegungsübungen. Das Motto sollte sein: "Lieber Staub aufwirbeln, als Staub ansetzen" (H. Burda). Sprechen Sie darüber! Dies ist am Anfang sicherlich nicht leicht und hier spielen Selbsthilfegruppen eine große Rolle. Glücklicherweise muss das Rad nicht neu erfunden und die Welt neu entdeckt werden - Gespräche über die Erfahrungen anderer können den Umgang mit der Erkrankung und die Suche nach Informationen zu Behandlungsmethoden, Adressen spezialisierter Ärzte und Kliniken, Alltagshilfen, Krankenversicherung, Behörden und vielem mehr, erheblich vereinfachen.
Man sollte sich immer in Erinnerung rufen, dass der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht die Erkrankung. Informieren Sie sich als Betroffener vor allem über Ihre eigenen Bedürfnisse und realisieren Sie Ihr individuelles Wohlfühl-Programm. Planen Sie ganz bewusst angenehme Dinge in Ihren Alltag ein und nehmen Sie sich die Zeit dafür. Steigern Sie Ihre persönliche Lebensqualität und denken Sie positiv an die Zukunft. Für das allgemeine Wohlbefinden gilt: Carpe diem – Nutze den Tag!
